Operette "Der Zigeunerbaron" als Saisonstart des Theaters Plauen-Zwickau in der Zwickauer Stadthalle


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Foto: theater

Strauß-Operette „Der Zigeunerbaron“ eröffnet die Theatersaison in Zwickau

Fulminantes Spektakel gespickt mit Ohrwürmern begeistert Publikum


ZWICKAU – „Als flotter Geist, doch früh verwaist, hab' ich die halbe Welt durchreist, Factotum war ich erst, und wie! bei einer grande ménagerie! Vom Wallfisch bis zum Goldfasan ist mir das Thierreich unterthan: Es schmeichelt mir die Klapperschlange“, schmettert Guido Hackhausen als Sándor Bárinkay sein Auftrittslied im „Zigeunerbaron“ auf der Monumentalbühne der Zwickauer Stadthalle und schon nach drei Minuten Vorstellung schwelgen die über 2000 Operettenliebhaber im Siebenden Himmel. Als dann der Chor einfällt: „Ja, das alles auf Ehr, das kann er und noch mehr“ hat Johann Strauß wieder mal die übrige Welt vors Tor geschickt. Einen hübschen Gegenpol zum großen Hackhausen bildet Katrin Kapplusch als Zigeunerin Saffi. Ein wenig rubenshaft um die nackten Hüften erreicht sie als Vollweib die Ausstrahlung, die auf der Monumentalbühne in der Stadthalle gebraucht wird. Zwar merkt man ihr die Anstrengung in den höchsten Tönen als Sopran ein wenig an, das macht sie aber durch sympathische Ausstrahlung wett Mit „Der Zigeunerbaron“ eröffnet das Theater Plauen-Zwickau die diesjährige Saison mit einem Paukenschlag. Nach drei Jahren Oper setzt Regisseur Rainer Wenke erstmals auf Operette für den Auftakt in der Stadthalle, und das Publikum nimmt es begeistert auf. Szenenapplaus über Szenenapplaus folgt den Ohrwürmern aus der beliebten Straußoperette, ob es nun Reinhard Hein als Schweinezüchter Kálmán Zsupan mit: „Mein idealer Lebenszweck, ist Borstenvieh, ist Schweinespeck“ oder "Der Dompfaff, der hat uns getraut...", als Duett zwischen den frisch Verliebten Paar Sándor und Saffi ist, diesmal stimmt alles. Witz strahlt die Ausstattung aus, Klaus Weber hat diese wieder liebevoll bis ins letzte Detail ausgefeilt. Da wechselt im rechten Augenblick der Bühnen-Mond die Farbe, das Storchenpaar auf dem Dach wird ins Scheinwerferlicht gerückt, während das ungarische Landschaftsbild im Hintergrund schon fast die Qualität eines Gemäldes erricht. Das Orchester, diesmal gut sichtbar vor der Bühne platziert, ist durch Konzertmeister Victor Puhl bestens eingestimmt. Der Franzose Puhl entfaltet als Dirigent akrobatisches Temperament, dass man glaubt, Wilhelm Busch hat Puhl als Modell für seine Karikaturen „Der Virtuos“ gehabt. Unter diesen Voraussetzungen entwickelt sich die Handlung um den auf seine Besitzungen im ungarischen Banat Temesvar zurückkehrenden Sándor als fulminantes Spektakel, wie es von seiner Ausdehnung eben nur die Dimensionen der Stadthalle erlauben. Vielfarbig und turbulent gelingt es Rainer Wenke mit dem Ensemble Musiktheater der vereinigten Bühnen von Plauen und Zwickau, den Singakademien aus Plauen und Zwickau und einem verstärkten Ballett den Riesenraum des Zwickauer Stadthallenrundes bis in den letzten Winkel zu füllen. Das Publikum honoriert die Vorstellung mit lang anhaltenden Schlussapplaus. Weitere Vorstellungen am 13. September, 19.30 Uhr, 15. September, 19.30 Uhr, 17. September, 15 Uhr. Ticket-Service theater zwickau, Gewandhaus, Telefon 0375 834647, 08056 Zwickau oder Tourist-Information, Hauptstraße 6, 08056 Zwickau, Telefon 0375 19433.


„Als flotter Geist, doch früh verwaist, hab' ich die halbe Welt durchreist, Factotum war ich erst, und wie! bei einer grande ménagerie! Vom Wallfisch bis zum Goldfasan ist mir das Thierreich unterthan: Es schmeichelt mir die Klapperschlange“, schmettert Guido Hackhausen als Sándor Bárinkay . Foto: theater









Theo Stiegler
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