Rezensionen aus der Zwickauer Kulturszene


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Foto aus der öffentlichen Probe zur Zauberflöte im Gewandhaus in Zwickau

Zauberflöte auch im Hörsaal noch zauberhaft

Zwickau (sti). Vor über 200 Jahren komponierte Wolfgang Amadeus Mozart "Die Zauberflöte". Bis heute haben die Lieder ihren frischen Klang behalten und ein jeder kann die Arie des Papageno "Ein Mädchen oder Weibchen wünscht Papageno sich ..."vor sich hin trällern. Viel mehr Schwierigkeiten bereitet den meisten schon die Fabel der Zauberflöte. Was passiert eigentlich in dem Märchenspiel? Das Theater Plauen-Zwickau hat die bekannteste und beliebteste Mozartoper auf den Spielplan gesetzt, und am kommenden Freitag ist Premiere im Gewandhaus. Regisseur Jochen Biganzoli versteht die Oper als ein Märchenspiel, wo Jugendliche auf dem Weg in die Erwachsenenwelt heranreifen und konzentriert sich auf die musikalische Aussage, die Mozart dem Werk mit auf dem Weg gegeben hat. Jugendliche vor der ersten Erfahrung der Liebe, das sagt ja auch die oben erwähnte Arie. Der Prinz Tamino wird von der Königin der Nacht ausgeschickt, um ihre Tochter aus dem Reich des Serastro zu befreien. Der hat die Prinzessin entführt, da geht´s wohl eher um Machtfragen im Märchenreich und politische Intrigen, würde man heute sagen. Für Biganzoli ist die Oper zeitlos. Nun hat vor 200 Jahren eine gewisse Verwirrung stattgefunden. Die Figuren tauschten im Laufe der Werkentstehung ihre Prägung: Die ursprünglich "gute" Königin der Nacht bekam schließlich den Part der Bösen und Serastro wechselte ins Gute. Auf dem Weg ins Reich des Serastro bestehen Tamino und sein Begleiter Papageno die verschiedensten Proben. Auf der öffentlichen Probe vergangenen Donnerstag fielen die ersten Geheimnisse der Regie: Das Reich des Serastro entpuppt sich als Studierzimmer mit Formeln auf den Schiefertafeln und emsig lernenden Studiosi. Dabei ist sich Dramaturg Thomas Gsteiger sicher: Jeder Mozartfreund wird die Oper in dieser Fassung erkennen und lieben. Das geht auch ohne Märchenwald. Das Konzept der Aufführung sei nicht modernistisch, sondern zeitlos und dem Stoff angemessen. Für die Musikfreunde zeigte die Probe: Die Zauberflöte pur. Katrin Kapplusch singt die Tamina, Salvator Guzmann den Tamino und, leider zur öffentlichen Probe nicht anwesend, die den Zwickauern bestens bekannte Ikumu Mizushima wird die Rolle der Königin der Nacht übernehmen. Die Musikfreunde dürfen sich über eine brillante Besetzung freuen. Programm im Zwickauer Gewandhaus by, by beim DerZwickauer.
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