Wolfgang Stumph trifft 15 Jahre nach Go Trabi Go auf seinen Trabant Schorsch wieder


siehe auch Automobilmuseum August Horch und 100 Jahre Automobile aus Zwickau oder Odyssee eines Horch 480 oder Horchwerke unter der Militärkommandantur oder - zur offiziellen Museumsseite - Neueröffnung des Museums am 11. September 2004 - Erweiterung der Ausstellung am 28. September 2005 - Karosseriebauer Kurt Berge, 100 Jahre alt und 50 Jahre Karosseriebauer bei Gläser, besucht das Museum - 365 Orte in Deutschland mit Ideen
- Der Trabi wird 50 - Bestellungen zum Buch "Der Trabant wird 50!" hier

Hier geht´s zurück zur HOMEPAGE

Wolfgang Stumph im Horch Phaeton, Baujahr 1911. "Da ist ja die Schaltung noch außen. Klasse!" Foto: Stiegler

Das Zwickauer Automobilmuseum regt zum Träumen an

Wolfgang Stumph schwelgt in Go Trabi Go-Erinnerungen,


ZWICKAU am 19. Juni 2006 - Wolfgang Stumph thront hoch über allen, jedenfalls sein Konterfei als Graffiti am Umspannwerk der Zwickauer Wohnbaugesellschaft im Zwickauer Plattenbauviertel Eckersbach. Die Jungs vom Zwickauer Graffiti-Verein Kontraste haben die nackte Wand des Industriebaus mit Darstellungen aus der Zwickauer Automobilbaugeschichte kunstvoll verziert. August Horch ist da, Horchautos und Audi aus allen Generationen seit 1904 und natürlich auch der Trabant. Und niemand hat den Trabant so berühmt gemacht, wie eben Wolfgang Stumph im Film „Go Trabi Go“. Gestern fand der Wolfgang Stumph den Weg nach Zwickau, um sein Bild eigenhändig zu signieren. Aber vorher nutzte der Schauspieler und Kabarettist die Gelegenheit, die Wurzeln des Kultautos zu besuchen. Im Zwickauer Automobilmuseum August Horch ist die ganze Geschichte von Anfang an zu sehen. Die Geschichte der „Vier Ringe“, die heute die Marke Audi zieren, stand einst für Horch, Audi, Wanderer und DKW. Autos und wie sie gebaut wurden, Motoren und Rennsportgeschichte, Maschinen und Mode der Dreißiger alles beginnt in der Ausstellung vor den Augen der Besucher zu leben. Lebendig gestaltete Szenen versetzen an eine Tankstelle oder vor den Eingang eines Berliner Luxushotels. Motoren und Chassis, Werkzeugmaschinen und Prüfstände, Stumph zeigt sich begeistert: „Ich habe ja selbst mal Maschinenbau studiert“, träumt er beim Anblick eines 16-Zylinder-Rennsportmotors, an dem noch die Automobilbaulegende Ferdinand Porsche Hand anlegte. Aber so richtig begannen die Augen des Schauspielers zu leuchten, als das Kapitel berühmte Filmautos erreicht wurde. Nur kurz streift sein Blick in der Sonderausstellung den berühmten Audi RSQ in Stromlinie aus dem Hollywoodfilm „I, robot“, dann gibt’s kein Halten mehr: Der Original-Trabi aus „Go Trabi Go“ steht mit Dachzelt und Campingtisch bereit, „Gäste zu empfangen“. Und was dem normalen Museumsbesucher verwehrt sein dürfte, Stumph kletterte unter dem Beifall der Menge ins „Stübchen auf dem Dach“ und sonnte sich im Blitzlichtgewitter der Fotografen. Exakt 15 Jahre nach den Dreharbeiten zum Film am Gardasee erinnert sich Stumpi, wie seinerzeit Szene für Szene entstand, wie er seiner Filmtochter Jaqueline am Ende richtig eine „geknallt hatte“, weil alle Proben zur Ohrfeigenszene vorher unnatürlich ausfielen. Selber hat der Mime drei Trabis gefahren. 1978 war die große Stunde und die erste Limousine wurde angeschafft. Noch in letzter Stunde, 1989, kam die „Große Stunde“ bei Stumphs, der IFA-Fahrzeughandel lieferte für 14000 Mark einen Trabant-Kombi. Zwei Jahre später: „Von meiner Gage für den Film Go Trabi Go konnte ich mir dann endlich einen Volkswagen-Passat kaufen, einen Gebrauchten“, sagt der Schauspieler und lacht. „Vom Trabi habe ich noch einen Keilriemen und zwei Zylinderkopfdichtungen zu Hause, die wollte ich eigentlich mitbringen.“ Und sofort fängt Stumph an zu erzählen, wie er selber Keilriemen am Trabi gewechselt hat. „Am besten du fährst mit einem Rad auf eine Bordkante, dann kommst du gut von unten ran.“ Nylonstrümpfe habe er im Trabi nicht ausgezogen, jedenfalls nicht als Keilriemenersatz, will Stumpi die Legende von der Strumpfhose als Keilriemen nicht bestätigen, zum Kapitel Sex im Trabi schien im allerdings eine ganze Menge einzufallen, aber weiter bis zum „Wenn du beide Fenster runterkurbelst“, kam er nicht, dann gab´s schon wieder den nächsten Hingucker im Museum zu sehen. Theo Stiegler

1990 drehte Wolfgang Stumph am Gardasee den Film "Go Trabi Go". Jetzt traf er auf den Trabi "Schorsch" im Museum in Zwickau, wo derzeit die Ausstellung Autos der Filmgeschichte zu sehen ist."
Theo Stiegler

Mail to Stiegler




Besuche Wolfgang Stumpf im Automobilmuseum August Horch counter
Besuche "Der Zwickauer" counter
hier geht´s nach oben und
hier geht´s zurück zur Homepage