Operette "Wiener Blut" am Gewandhaus in Zwickau

Publikum versinkt in Walzermusik und buntem Bühnentrubel
viel Beifall für gut gelauntes Ensemble


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Pepi Pleininger, Martina Haeger, und Diener Josef, Marcus Sandmann, singen nicht nur was das Zeug hält, sie legen auch eine flotte Sohle aufs Parkett.
Fotos: theater

Wiener Blut – Operette von Johann Strauß hatte Premiere in Zwickau

Es darf herzlich gelacht werden!



ZWICKAU, 9. Mai 2008 – „Ach hab’ ich wieder herzlich gelacht, man ist ja heutzutage froh über jede Gelegenheit, sich mal unbeschwert zu amüsieren“, sagt die ältere Dame, als die zahlreichen Premierenbesucher über die Freitreppe des Zwickauer Gewandhauses ins Freie strömen: Die Johann Strauß Operette „Wiener Blut“, die vergangenen Freitag Premiere hatte, hat die Lachmuskeln gekitzelt, und die Premierenbesucher haben es den Sängerinnen und Sängern mit stürmischen Applaus gedankt.
Dabei haben sich die Besucher vor allem von den Straußchen Walzermelodien, der Situationskomik und von den brillant gespielten Rollen einfangen lassen. Denn, wer wirklich die Handlung der Operette genau verfolgen will, der ist ob der verzwickten Handlungsstränge ziemlich im Stress, den man sich nicht wirklich antun muss. Fürs Amüsement jedenfalls ist dieses Wissen nicht nötig.


Gabriele, Maria Gessler, hatte ihren Gatten Balduin Graf Zedlau, Thomas Löffler, wegen allzu großer Naivität und fehlender Weltmännigkeit in die Wüste geschickt, inzwischen hat sich vieles geändert.



Graf Balduin Zedlau, Thomas Löffler, der Provinzler, wird von seiner lebenslustigen Gattin Gabriele wegen seines Mangels an Lebensart – er hat eben kein Wiener Blut – in die „Wüste“ geschickt. Da lernt der Edle schnell, was den Mann von Welt auszeichnet. Seine Villa in Wien wird inzwischen von seiner Geliebten, der Demoiselle Franziska Cagliari, Inga-Britt Andersson, einer bekannten Tänzerin am Kärtnertor-Theater in Wien, bewohnt, währenddessen schaut sich der wackere Liebhaber weiter um, und hat auch schon eine weitere Schöne auf seiner Abschussliste, Pepi Pleininger, eine Probiermamsell eines Modegeschäftes, Martina Haeger, hat natürlich schon einen Verlobten, Josef den Kammerdiener des Grafen, Marcus Sandmann. Dazu noch Väter, Gesandte, Diener und Zofen: Genug Stoff für zahlreiche Verwicklungen und Irrtümer, die von Gastregisseur Wolfgang Dosch, einen echten Wiener, facettenreich in Szene gesetzt werden.
Sichtlichen und hörbar großen Gefallen erzeugen dann Lieder wie der Titelsong „Wiener Blut, eigener Saft, voller Kraft, voller Glut“ der von Maria Gessler und Thomas Löffler zur vollen Entfaltung gebracht wird.
Bemerkenswert auch die Tanz- und Singtalente von Martina Haeger und Marcus Sandmann gleichzeitig genießen zu dürfen, wenn sie zu „Draust im Hietzing gibt’s an Ramasuri“ tanzen und singen.

Das Ballett setzt so manchen Farbtupfer ins turbulente Geschehen.



Sahnehäubchen auf dem Geschehen und Kontrapunkt zum Liebestaumel: Werner Rautenstengel, der nun den Part des kauzigen Alten am Zwickauer Musiktheater besetzt. Die Rolle des Karussellbesitzers und Vaters von Pepi bietet ihm zahlreiche Gelegenheiten, die Lacher auf seine Seite zu ziehen.
Reichlicher Szeneapplaus schlägt den fruchtbaren Bogen der Rückkopplung zwischen Zuschauerraum und Bühne.
Auch das Ballett der vereinigten Bühnen von Plauen und Zwickau entfaltet einen turbulenten und bunten, die Ausstattung lieferte Bernhard Niechotz, ein weiterer Gast am Gewandhaus, Augenschmaus.
Unter der Stabführung von Victor Puhl trägt das Orchester die Handlung gewissermaßen auf schwebenden Händen und wiegt das Publikum im Walzertakt.
Theo Stiegler

Fotos Peter Awtukowitsch

Ticket-Service theater zwickau, Gewandhaus, Telefon 0375 834647.

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