Russische Folklore und Deftiges von der Wolga, Sauna und Papajaga begeistern Publikum

Wildenfelser Weltenbummel macht Station im russischen Riesenreich


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„Kalinka, kalinka, kalinka maya, f sadu yagoda malinka, malinka maya“, sang Michail Dealowschi voller Inbrunst

Russische Folklore und Deftiges von der Wolga, Sauna und Papajaga begeistern Publikum

Wildenfelser Weltenbummel macht Station im russischen Riesenreich


WILDENFELS am 1. August 2009 – Den Duft der großen weiten Welt schnuppern, na wenigstens die Lieder hören, die kulinarischen Genüsse auf der Zunge spüren und ein wenig landestypische Bräuche kennen lernen: Einmal im Jahr verwandelt sich der Schlosshof auf Schloss Wildenfels für die Westsachsen um Zwickau und weiter her in ein fremdes Land. Der „Wildenfelser Weltenbummel“, der nun schon zum sechsten Mal durch die Fest tobte, hat sich inzwischen als Geheimtipp herumgesprochen, und schon vor Wochen waren die Karten für das diesjährige Spektakel ausverkauft.
Am Sonnabend lud die Zwickauer Stadthallenmannschaft zur russischen Nacht auf Schloss Wildenfels und auch Petrus machte mit. Ein warmes Lüftchen, ein paar Regentröpfchen, nicht viele, nur so zum Spaß und ohne richtig nass zu machen, bürgten für den besten Rahmen für ein entspanntes Fest.
Hinter Burggraben und hellbardensicheren Torflügeln gab es zum Empfang Krimsekt und Kaviarhäppchen zur Einstimmung für einen sommerlich warmen Abend mit russischer Folklore und Borschtsch, Pelmeni und russischen Getränken in der traumhaften Kulisse der Jahrhunderte alten Schlossmauern.
„Kalinka, kalinka, kalinka maya, f sadu yagoda malinka, malinka maya“, sang Michail Dealowschi voller Inbrunst und alle im Schlosshof schmelzen und rocken im Takt des wohl bekanntesten russischen Volksliedes. Der in Leipzig lebende Sänger zog das Publikum im Laufe des Abends mit seinen teils temperamentvollen, teils schwermütigen Liedern in seinen Bann, mit denen er nach seinen Aussagen auch Michael Gorbatschow begeistert hat. Reichlich Beifall des Publikums belohnte den Sänger und stimulierte weitere Temperamentausbrüche.



Die Sängerin Marina Stroganoff gab den reizvollen Kontrast zur russischen Folklore mit Jazzliedern, Balladen und Chansons auch aus dem heutigen Russland. Lasziv und schmiegsam im roten Kleid fesselte sie die Männerwelt.


Da der hintere Schlosshof der Wildenfelser Feste auf dem Felssporn separates Geschehen zulässt, durften sich dort die Gourmets über den ganzen Abend verwöhnen lassen. Borschtsch und Lachs von der Wolga, Fischtöpfe vom Schwarzen Meer, Beef Stroganoff und Schaschlik lockten mit verführerischen Düften. Die „Russische Stube“ aus Zwickau verbürgte sich für echte Lebensmittel und originale Zubereitung der russischen Köstlichkeiten vom deftigen Hammelgericht bis zum leckeren Hähnchenfleisch, von Blintschiki-Eierkuchen mit Schinken bis zum berühmten Fleischtäschchen Pelmeni. Zum Deftigen gab’s original russische Getränke, Wodka natürlich an der Vodkaria, so die passende Bezeichnung zur Bar, Kwas und original russisches Bier. Wein aus Moldawien und Sekt von der Krim. Russland nicht ganz so eng und streng in den Grenzen von heute gesehen, sondern mehr wie nach der Eroberungswelle durch Katharina der Großen, wie auch eine schlosswandgroße Landkarte aus dem Fundus des Zwickauer Theaters verdeutlichte.




Wer wollte, konnte sich in der Kunst der Herstellung von Pelmeni unterweisen lassen. Im Barocksaal des Schlosses zeigte eine Köchin das Teigtreiben, Füllen und Falten der Teigspeise, die natürlich jeder auch mitnehmen durfte.



Wer wollte, konnte sich in der Kunst der Herstellung von Pelmeni unterweisen lassen. Im Barocksaal des Schlosses zeigte eine Köchin das Teigtreiben, Füllen und Falten der Teigspeise, die natürlich jeder auch mitnehmen durfte.





Das Zwickauer Paar Ellen Rochlitzer und Dirk Geisler zögerten denn auch nicht lange. Schnell waren die Kleider weggeworfen und die beiden lachten schelmisch aus dem warmen Badezuber. Toll fanden die beiden den Abend auf Schloss Wildenfels


Selbst eine russische Sauna stand im Schlossgarten, sorgsam von der Hexe Papajaga bewacht, konnten sich die Gäste im Zuber mit warmem Wasser entspannen und mit einem Gläschen Sekt verwöhnen lassen. Das Zwickauer Paar Ellen Rochlitzer und Dirk Geisler zögerten denn auch nicht lange. Schnell waren die Kleider weggeworfen und die beiden lachten schelmisch aus dem warmen Badezuber. Toll fanden die beiden den Abend auf Schloss Wildenfels und nur eine Kleinigkeit störte sie: „Die allgegenwärtigen Bänden ums Handgelenk, die a la All Inklusive die Eintrittskarten ersetzten, die finden wir nicht so angenehm.“
Die Schlangentänzerin „Josphine B.“, so die Ankündigung im Programm, versetzte das Publikum in Erstaunen. Keine noch so komplizierte Verrenkung und Pose, in die sich der Körper der jungen schlanken Frau am Ende nicht doch noch verbiegen ließ. Eine Zuschauerin: „Ich habe solche Shows schon öfter gesehen, aber das setzt allen die Krone auf.“ Ein extra Bravo für die junge, aus Russland stammende Artistin.
Am Ende wieder ein gelungener Ausflug der Weltenbummler von der Zwickauer Kultour-Truppe, und die meisten Vorbestellungen auf kommende Weltenbummel sind schon gebongt. Da heißt es nur, wieder ein Jahr warten.
Theo Stiegler




Der Schlosshof des Schlosses Wildenfels sieht im Laufe des Jahres viele Veranstaltungen. Einmal verwandelt er sich in ein Spezialitätenlokal, diesmal war es ein russisches Nationalitätenrestaurant.




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