Im weißen Rössl - Operette in drei Akten von Ralph Benatzky

Das Theater Plauen-Zwickau spielt auf der Behelfsbühne im Malsaal

Frenetischer Beifall für eine gelungene Operettenpremiere vor kleinem Publikum


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Swing im Malsaal: Das Ensemble zeigt sich in der Ausweichspielstätte des Theaters Plauen Zwickau in bester Laune. Im weißen Rössl gibt's viel zu Feiern. Foto: Theater

Im weißen Rössl - Operette in drei Akten von Ralph Benatzky

Das Theater Plauen-Zwickau spielt auf der Behelfsbühne im Malsaal

Frenetischer Beifall für eine gelungene Operettenpremiere vor kleinem Publikum


ZWICKAU - „Es muss was Wunderbares sein, von Dir geliebt zu werden“, Oberkellner Leopold, Sebastian Seitz, schmilzt vor Hingebung an seine Chefin Josepha, Juliane Schenk, dahin. Die Wirtin und Hotelchefin vom Weißen Rössel am Wolfgangsee allerdings hat andere Probleme, als sich den Kuhaugen ihres Oberkellners hinzugeben. Sie wartet auf ihren Lieblingsgast Otto Stiehler, John Pumphrey, einem Advokaten aus Berlin. Ausgerechnet der ist der Erzfeind vom Fabrikanten Gieseke, Karsten Schröter, der mit Tochter Ottilie, Amelie Müller, anreist. Als dann auch noch Stiehlers Mandant Sigismund Sülzheimer, Marcus Sandmann, der Konkurrent von Gieseke auftaucht, ist der Kuddelmuddel angerichtet.

Nun hat Sigismund - „Was kann der Sigismund dafür, dass er so schön ist?“ -, wenig Interesse für die Unterwäschefabrikation seines Papas, dafür interessiert er sich umso mehr für die Tochter des Philanthropen Professor Hinzelmann, Holger Rieck, Klärchen, Manja Ilgen.











Nun hat Sigismund - „Was kann der Sigismund dafür, dass er so schön ist?“ -, wenig Interesse für die Unterwäschefabrikation seines Papas, dafür interessiert er sich umso mehr für die Tochter des Philanthropen Professor Hinzelmann, Holger Rieck, Klärchen, Manja Ilgen. Ilgen, eine beliebte Sängerin des Zwickauer Ensembles, nur eben für eine Opernsängerin reichlich 1,9 Meter groß, so geht sie sonst im Chor ein wenig unter. Diesmal bildet sie mit Markus Sandmann, 1,70 Meter einen Kontrast, den die Regie weidlich ausnutzt. Sie haben als künftiges Liebespaar mehr Probleme als nur ihre Höhenunterschiede auszugleichen. Das bietet köstlich komische Momente.
Trotz engster Platzverhältnisse im Malsaal gelingt es dem Ensemble, eine tolle Atmosphäre hinzulegen. Der Neuzugang Sebastian Seitz hat als Bariton auf der Stelle die Herzen der 140 Premierenbesucher erobert. Und die kalte Schulter kann ihn nicht von seiner Schwärmerei abbringen. Als er dann aber anfängt, Absichten seiner Chefin bezüglich des Advokaten Siedler zu sabotieren, bleibt ihr erstmal nichts weiter übrig als ihren triefäugigen Oberkellner vor die Tür zu setzen.
Na, zum Glück hat sich Kaiser Franz Joseph, Judith Schubert in einer Hosenrolle, zur Kur angesagt. Die Zwänge des hohen Besuches richten denn so manchen Konflikt, und auch Josepha erkennt die Vorzüge ihres gefeuerten Poldies. Er kriegt einen besseren Posten. Nach viel Szenenapplaus folgt ein frenetischer Beifall, der die fast drei Stunden Operettengenuss reichlich belohnt.
Nicht zu vergessen, die Regie führte Jürgen Pöckel, die musikalische Leitung hatte Martin Eckenweber und die trotz Enge anmutende und witzige Ausstattung lag in den Händen von Roy Spahn.

Theo Stiegler
Die nächsten Aufführungen gibt es am
16.11.2016, 18.00 Uhr
und am
19.11.2016, 19.30 Uhr
16.12.2016, 19.30 Uhr
Kartentelefon [0375] 27 411.4647 / .4648


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