2011: 10 000 000 Motoren aus dem Chemnitzer Motorenwerk von Volkswagen

siehe auch Zahlen zu Volkswagen Sachsen Historie seit 1989 - 2002: Belegschaft von VW spendet - Ausstellung 20 Jahre VW aus Sachsen im Automobilmuseum
- Volkswagen in Mosel

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Jeden fünften Handgriff im modernen Motorenwerk von Volkswagen in Chemnitz übernimmt heute ein Roboter oder ein Fügeautomat. Fotos: Theo Stiegler

Im Chemnitzer Motorenwerk lässt Volkswagen 4-Zylinder-Motoren von 120 bis 180 PS fertigen. Auf zwei Linien entstehen sowohl Diesel- als auch Benzinmotoren.

Durchbruch nach jahrelangem Stillstand in der DDR-Pkw-Produktion mit Hilfe von Volkswagen begann im Jahr 1983

Nach jahrelangem Stillstand in der Automobilindustrie in der DDR kam es in den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts endlich zu einer folgenreichen Entscheidung. Über die entscheidende Sitzung des ZK der DDR am 13. Mai 1983 unter der Leitung von Günther Mittag protokollierte der damalige Werkleiter von Sachsenring Zwickau, Günter Hipp: "Der Alpha-Motor von Volkswagen soll an die DDR für 75 Millionen Mark verkauft werden. Laut VW sollen nach 18 Monaten 270.000 bis 280.000 Motoren produzierbar sein. VW ist bereit , jährlich 100.000 bis 120.000 Motoren als Gegengeschäft zurückzukaufen." Das war der Startschuss für den Aufbau der Motorenproduktion für Trabant und Wartburg im damaligen Karl-Marx-Stadt an der Kauffahrtei, dem Ort, an dem im Juni 1932 aus den Marken "Horch", "Audi", "Wanderer" und "DKW" die Auto Union gegründet wurde. Bis 1988 wurde dort die Fertigung von Volkswagen-Motoren auf der Basis des Polomotors aufgebaut. Carl H. Hahn, ehemaliger Vorstandvorsitzender der Volkswagen AG nennt dies bis heute die entscheidende Voraussetzung für den Einstieg von Volkswagen in Sachsen im Jahr 1990. "Wir waren schon hier, wir kannten schon die Arbeit der Sachsen". Am Standort Chemmnitz allerdings wurden nur kurz Motoren in den alten Motorenwerk gefertigt. Das gesamte Werk wurde abgerissen, der Boden mehrere Meter tief abgegraben und per chemisch-biologischen Verfahren von alten Ölrückständen gereinigt. Auf dem Gelände wurde ein völlig neues Motorenwerk errichtet.
Über den Fortgang berichtet die Pressemitteilung von VW Sachsen am 30. März 2011

Produktionsjubiläum: 10 Millionen Volkswagen Motoren aus Chemnitz


Zwickau/Chemnitz, 30. März 2011 – Der 10.000.000. Volkswagen Motor aus Sachsen, ein 1,4 Liter TSI Motor mit 132 kW lief heute in Chemnitz vom Band. Konzern- und Markenvorstand werten die hohe Fachkompetenz sowie das ausgezeichnete Innovationsmanagement der rund 1.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Motorenwerkes Chemnitz als wertvollen Standortfaktor für Sachsen.
Seit 1988 werden in Chemnitz Volkswagen Motoren gebaut. Beginnend mit den FSI Motoren wurden alle modernen neuen Motorengenerationen von Volkswagen erstmals in Chemnitz in die Großserie überführt. Gemeinsam mit regionalen Partnern der Wissenschaft und Aggregateentwicklung hat sich das Motorenwerk Chemnitz zu einem Innovationstreiber für Volkswagen entwickelt und wurde dafür mit dem Titel „Fabrik des Jahres“ 2009 ausgezeichnet.
„Ich bin beeindruckt von der hohen Fachkompetenz der Chemnitzer Belegschaft im Bereich des Motorenbaus. Diese Mannschaft wird für ihre Zuverlässigkeit und Anlaufkompetenz im gesamten Volkswagen Konzern geschätzt“, so Dr. Michael Macht, Mitglied des Vorstands der Volkswagen AG für den Geschäftsbereich Konzern Produktion, in Chemnitz.
Prof. Dr. Werner Neubauer, Mitglied des Markenvorstands Volkswagen Komponente und Mitglied des Aufsichtsrates von Volkswagen Sachsen, würdigte im Besonderen das Engagement der Chemnitzer bei der Entwicklung neuer Technologien im Aggregatebau: „Seit mehr als 10 Jahren werden alle neuen Motoren in Chemnitz in die Großserie überführt. So ist es nur konsequent, dass auch die nächste Generation der 4-Zylinder-Otto-Motoren ab dem kommenden Jahr zuerst in Chemnitz gebaut wird. Für Chemnitz bedeutet das nachhaltige Standort- und Beschäftigungssicherung.“
„Dieses Werk hat sich von einer ehemals verlängerten Werkbank zu einem modernen Aggregatewerk für Motoren und Motorenkomponenten entwickelt“, sagte Heinrich Nottbohm, Leiter des Chemnitzer Motorenwerkes. Er fügte hinzu: „Damit dies so bleibt, bereiten wir uns aktuell auf neue Projekte vor und haben allein im vergangenen Jahr 65 Millionen Euro in den Standort Chemnitz investiert. Für das laufende Jahr beträgt das Investitionsvolumen weitere 45 Millionen Euro.“ Dieses Investment ist im Schwerpunkt für neue Kurbelwellen-Fertigungsanlagen, ein neues Zylinderkopfhaubenmodul sowie eine neue Montagelinie vorgesehen.
„Die Quelle unseres Erfolges ist unsere großartige Mannschaft. Darüber hinaus haben wir uns für gute und stabile tarifvertragliche Rahmenbedingungen stark gemacht, die Flexibilität und Produktivität gleichermaßen ermöglichen“, betonte René Utoff, Betriebsratsvorsitzender Motorenwerk Chemnitz.

Silvio Bach mit letzten Handgriffen am fast fertigen Motor

Erste Handgriffe am Motor legt Steffen Scheibe an

Maxi Mücklisch an der Linie, an der wenigen Minuten der 10 000 000. Motor montiert wird.

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