siehe auch Zahlen zu Volkswagen Sachsen Historie seit 1989 - 2002: Belegschaft von VW spendet - Ausstellung 20 Jahre VW aus Sachsen im Automobilmuseum
- Volkswagen in Mosel

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Fotos: Theo Stiegler

Autoschlange aus Mosel würde von Zwickau bis Neuseeland reichen



4000000 VWs aus Sachsen erreicht - VW-Sachsen-Chef verspricht: Alle drei Jahre eine weitere Million



ZWICKAU, 25. April 2012 – Am 21. Mai 1990 rollte erste Volkwagen, ein Polo, in Zwickau-Mosel vom Band. Gleichzeitig wurde der 3.000.000iste Trabant ausgeliefert. Das geschah damals noch unter der Ägide von VEB Sachsenring-Automobilwerke, die Volkswagen-Sachsen GmbH wurde erst ein dreiviertel Jahr später gegründet.
Volkswagensachsenchef Hans-Joachim Rothenpieler versprach den sächsischen Automobilbauern eine gute Zukunft. Dazu gehört das ehrgeizige Ziel, noch in diesem Jahr die Stückzahl von 300.000 Fahrzeugen pro Jahr aus Mosel zu durchbrechen.










Gestern konnten die 7000 Volkswagenwerker am Standort Mosel ihren 4.000.000sten Volkswagen für den Handel ausliefern.
Vor 400 geladenen Gästen und VW-Werkern rollte als viermillionstes Fahrzeug eine Passat Limousine mit einem 155 Kilowatt starken Motor der Baureihe 2,0 TSi vom Band. Außer dem Passat wird in Mosel auch noch der Golf produziert und die Karosserien der VW Edelmarken Phaeton und Bentley entstehen in dem Werksteilen, in denen einst die DDR den Trabant in Jahresstückzahlen von 150.000 Stück produzieren wollte.
Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich gratulierte Marleen Kremayer, die den 4.000.000isten VW vor die Gäste steuerte, stellvertretend für die 7000 Volkswagenwerker im Fahrzeugwerk Mosel.
Volkswagensachsenchef Hans-Joachim Rothenpieler versprach den sächsischen Automobilbauern eine gute Zukunft. Dazu gehört das ehrgeizige Ziel, noch in diesem Jahr die Stückzahl von 300.000 Fahrzeugen pro Jahr aus Mosel zu durchbrechen. Im Jahr 2000 war das ehrgizige Ziel noch 175.000 Autos pro Jahr. Nun ist die Zahl fast verdoppelt.
In drei Jahren soll die nächste Millionengrenze durchbrochen werden. Für die Trabantproduktion, brauchten die Sachsenringwerker noch 33 Jahre von 1957 bis 1990 bis zum Erreichen der Gesamtstückzahl von 3.000.000.
Der Sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich sieht die Leistung als sächsisches Erfolgsmodell und scherzt: „4.000.000 Volkswagen seit 1990 das ist bei 4 Millionen Sachsen einer für jeden.“
Für den Betriebsrat ist die Bilanz bildlich gesehen eine Autoschlange von Sachsen bis Neuseeland, die in Mosel gebaut wurde.
Das soll mit steigender Geschwindigkeit weitergehen, sagte Rothenpieler, der für die nächsten Jahre 1,5 Milliarden Euro Investitionen für Mosel in Aussicht stellt. Damit ist Mosel der einzige VW-Standort in dem zur Zeit nochkräftig neu investiert wird.
Theo Stiegler

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich gratuliert Marleen Krenmayer, die den neuen Passat als erste vorfahren durfte. Marleen Krenmayer gehört zu den Auszubildenden, die im Februar ihren Facharbeiter als Lagerlogistiker abschließen konnte und nun einen festen Job im Volkswagenwerk hat.



Pressematerial der Volkswagen Sachsen GmbH


Administration/Kommunikation
Kontakt: Dr. Gunter Sandmann
Telefon: 0 375 /55 28 20

Think Blue. Factory.

Mit 4.000.000 Autos aus Zwickau ist Volkswagen die Nummer eins im sächsischen Automobilbau


• Waltl: Volkswagen in Sachsen setzt Maßstäbe
• TilIich: Millionenfache Präzisionsarbeit durch hochqualifizierte Fachkräfte
• Rothenpieler: Noch nie hat ein Automobilbauer in Sachsen so viele Autos gebaut wie Volkswagen
• Rothe: Drehscheibenkonzept sichert Beschäftigung

Zwickau, 25. April 2012 — Als 4.000.000. Volkswagen aus Sachsen wurde heute in Zwickau eine Passat Limousine präsentiert. Seit Mai 1990 entstanden jeweils rund zwei Millionen Golf und Passat Limousinen bei Volkswagen Sachsen. Die Vorbereitungen fur die Produktion zukünftiger Fahrzeugmodelle auf der Basis des Modularen Querbaukastens „MQB“ sind im Zeitplan. Der Golf als erstes neues Fahrzeug wird noch in diesem Jahr in Zwickau anlaufen. Trotz des Fahrens unter Volllast entsteht dazu parallel ein Werk im Werk.

Das Jubiläumsfahrzeug, eine Passat Limousine in Light Brown Metallic
mit einem 155 kW starken 2,0 Liter 151 Motor, ist für den europäischen
Markt bestimmt. Zur hochwertigen Highline-Ausstattung des
Viermillionsten gehören unter anderem Navigationssystem,
Spurwechselassistent, Parkpilot, Climatronic, Adaptive
Fahrwerkregulierung und Bi-Xenonscheinwerfer mit Kurvenfahrlicht.

Für den Vorstand von Volkswagen gratulierte Hubert Waltl, Mitglied des Markenvorstands Volkswagen PKW und Vorsitzender des Aufsichtsrates von Volkswagen Sachsen. Waltl lobte die hohe Leistungsbereitschaft und die hohe Handwerkskunst der sächsischen Automobilbauer. In seiner Grußbotschaft hieß es: „Volkswagen setzt in Sachsens Fabriken echte Maßstäbe im Automobilbau. Besonders die aktuellen Entwicklungen im Bereich der Energieeffizienz unserer Fabriken sind beispielhaft.“ Dies werde vom Vorstand besonders geschätzt. Waltl dankte besonders auch der Sächsischen Staatsregierung für das Vertrauen.

Der Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, Stanislaw Tillich beglückwünschte die Belegschaft von Volkswagen in Sachsen sowie deren Partner zum Jubiläum. Er lobte das große Engagement des Konzerns im Freistaat. “Volkswagen nimmt einen bedeutenden Stellenwert bei der Entwicklung der Automobilbranche in Sachsen nach der Wiedervereinigung ein. Der viermillionste Volkswagen ‚made in Saxony‘ ist deshalb nicht nur für das Unternehmen, sondern zugleich für
das Autoland Sachsen mit seiner über einhundertjährigen Tradition ein Grund zum Feiern. Die Präsentation des Jubiläumsfahrzeugs bedeutet auch millionenfache Präzisionsarbeit unserer hochqualifizierten Fachkräfte. Ich gratuliere Volkswagen und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ganz herzlich zu diesem Erfolg, auf den wir alle gemeinsam stolz sein können“, so Tillich.

„Wir schreiben heute sächsische Automobilbaugeschichte. Noch nie hat ein Automobilbauer in Sachsen so viele Autos gebaut wie Volkswagen,“ freute sich der Chef von Volkswagen Sachsen, Hans-Joachim Rothenpieler, der als Sprecher der Geschäftsführung für die Standorte Zwickau, Chemnitz und Dresden verantwortlich zeichnet. Die bisherige Rekordmarke von etwas mehr als drei Millionen Trabis in rund 30 Jahren sei damit in nur 20 Jahren eindrucksvoll übertroffen worden. „Wenn wir das Tempo so beibehalten, können wir in 10 Jahren die 8 Millionen fast erreichen‘, gab sich Rothenpieler zuversichtlich. Das heutige Jubiläum bilde ein Schaufenster für die große Kompetenz und Leistungskraft der Belegschaften, auch der aller Lieferanten und Partner. Es sei aber auch der Beginn eines beispiellosen Umstrukturierungsprozesses. Allein im Fahrzeugwerk Zwickau würden für rund 1,6 Milliarden Euro bis 2014 nahezu alle Fertigungsanlagen umgebaut. Dies stelle die Voraussetzung dafür dar, dass die zukünftigen Modelle von Volkswagen auf der Basis des Modularen Querbaukastens auch in Zwickau gebaut werden könnten. „Wir starten mit dem Golf noch in diesem Jahr und setzen dies mit dem Golf Variant und dem Passat bis 2014 fort“, so Rothenpieler weiter. Es entstehe quasi ein neues Werk innerhalb der bisherigen Werkgrenzen und das bei laufender Produktion unter Volllast.

Der Vorsitzende des Gesamtbetriebsrates und Stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der Volkswagen Sachsen GmbH, Jens Rothe, lobte die Kolleginnen und Kollegen, die dieses Jubiläum mit ihrer täglichen Arbeit und ihrer Begeisterung für das Automobil in Zwickau überhaupt erst möglich gemacht hätten. Er dankte auch den Belegschaften bei den Lieferanten und Partnern des Fahrzeug

Volkswagen Sachsen 2011 mit Produktionszuwachs Rund zwei Milliarden Euro bis 2016 für sächsische Werke


Zwickau 1 Chemnitz, 13. Januar 2012 — Die Volkswagen Sachsen GmbH hat 2011 mehr Autos gebaut als 2010: lnsgesämt liefen im vergangenen Jahr rund 260.000 Fahrzeuge und 640.000 Motoren in den Werken Zwickau und Chemnitz vom Band, In diesem Jahr bereitet sich der Standort Zwickau auf den erfolgreichen Produktionsstart des Modularen Querbaukastens vor.
Mit 170.000 Golf und 92.000 Passat lag die Produktion der Volkswagen Sachsen GmbH insgesamt rund 10.000 Fahrzeuge über dem Vorjahresniveau. Die Anzahl der gefertigten Phaeton und Beritley Karosserien hat im Vergleich zu 2010 um ein Drittel auf etwa 17.000 zugenommen. Für 2012 wird in diesem Segment ein weiteres Wachstum erwartet.

Das Chemnitzer Motorenwerk hat an das hohe Niveau von 2010 angeknüpft. Es wurden rund 640.000 Motoren und 900.000 Ausgleichswellengetrieben sowie 75.000 Ventiltriebmodule für
•Motorenwerke des Konzerns hergestellt. Parallel begann die Umstellung der Motorenpalette auf eine neue Modellreihe. Für den neuen 3- -Zylindermotor des Volkswagen Up! ist Chemnitz Exklusivlieferant.

2011 hat Volkswagen 300 Millionen Euro in seine sächsischen Standorte investiert, mehr als doppelt so viel wie 2010. Rund 240 Millionen Euro entfielen dabei auf das Fahrzeugwerk Zwickau. Damit hat das Werk seine Fertigungsanlagen auf die Produktion des Modularen Querbaukastens vorbereitet. Bis 2016 sind Investitionen von bis zu zwei Milliarden Euro in die sächsischen Standorte geplant. Ab 2013 wird neben Golf und Passat mit dem Golf Variant erstmals ein drittes Modell in Zwickau gebaut.

Seit Aufnahme der Produktion im Jahr 1990 hat Volkswagen in Sachsen insgesamt 3,9 Millionen Volkswagen, nahezu 11 Millionen Motoren sowie 5,2 Millionen Ausgleichswellengetriebe für Motoren produziert. Zudem fertigte die Volkswagen Sachsen GmbH seit 2001 rund 120.000 Karosserien für den Phaeton und die Bentley Continental-Baureihe. Aktuell beschäftigt das Unternehmen 8.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon 1.250 am Standort Chemnitz.

Die Volkswagen Sachsen GmbH


Region Zwickau/Chemnitz - Automobiles Zentrum in Sachsen
Zwickau/Chemnitz, April 2012 - Mit der Gründung der Volkswagen Sachsen GmbH begann eine Erfolgsgeschichte von Volkswagen, die unmittelbar nach der Wiedervereinigung Deutschlands den Menschen in den neuen Bundesländern Hoffnung, Arbeitsplätze, soziale Sicherheit und die Möglichkeit innovativer Entfaltung im Automobilbau neu eröffnete.

Neben der temporären Nutzung teilweise vorhandener Fertigungsanlagen für Volkswagen Fahrzeuge in Mosel (heute Zwickau) und Volkswagen Motoren in Chemnitz entstanden an beiden Standorten neue international wettbewerbsfähige Fertigungsstätten für Fahrzeuge und Motoren.

Beide Standorte verfügen über validierte Umwelt-, Energie und
Qualitätsmanagementsysteme und sind nach DIN EN 180 9001 :2008
(md. KBA Ml) + VDA 6.1:2003 sowie nach der EG-V0 Nr. 1221/2009,
DIN EN 150 14001 :2009 und DIN EN 16001:2009 zertifiziert. Sie sind im
EMAS-Register eingetragen (Reg.-Nr.: DE-123-00001 und DE-123-00032) und veröffentlichen jährlich die gemeinsame Umwelterklärung. Die Standorte Zwickau und Chemnitz der Volkswagen Sachsen GmbH gehören der Umweltallianz Sachsen an.

Geleitet wird die GmbH durch drei Geschäftsführer, Hans-Joachim Rothenpieler, Technik und Sprecher, Arne Meiswinkel, Personal und Organisation — Arbeitsdirektor, sowie Karin Sonnenmoser, Finanz und Controlling. Der Gesamtbetriebsrat unter dem Vorsitz von Jens Rothe sowie Standortbetriebsräte vertreten die Interessen der Arbeitnehmer.
Der Aufsichtsrat steht unter dem Vorsitz von Hubert Waltl, Mitglied des Markenvorstands Volkswagen.

Charakteristisch für das Gesamtunternehmen ist die strukturelle Auslegung in Profit-Center und Cost-Center sowie die überdurchschnittlich hohe Qualifikation der Belegschaft.

Das Fahrzeugwerk Zwickau


Seit Mai 1990 werden im Zwickauer Stadtteil Mosel Volkswagen hergestellt. Schrittweise wurden alle klassischen Fertigungsbereiche wie Karosseriebau, Lackiererei und Fahrzeugendmontage aufgebaut und in Betrieb genommen. Außerdem verfügt das Fahrzeugwerk über ein Presswerk und Kompetenzzentren für Aluminium-Anbauteile und Sonderfahrzeugbau. Ein leistungsfähiges Pilotzentrum, inklusive Trainingsflor für die Belegschaft, dient zur Serienvorbereitung und -begleitung.

Im Presswerk werden Blechteile für den Volkswagen Konzernverbund hergestellt und an Fahrzeugwerke weltweit geliefert. Ausgangsmaterialien sind so genannte “Coils“ (Rollen aus Walzstahl unterschiedlicher Formate und Güten) oder zugelieferte Platinen. Täglich entstehen so aus rund 500 Tonnen Stahlblech bis zu 120.000 Blechpressteile, aus denen später Karosserien zusammengefügt werden. Die anfallenden Stanz- und Schnittabfälle werden automatisch paketiert und zu 100 % recycelt. Die Hallenfläche, inklusive Messzentrum, Logistikbereich und Werkzeuglager, beträgt rund 33.000 Quadratmeter.

Der Karosseriebau für Golf und Passat ist mit rund 133.000 Quadratmetern (etwa 20 Fußballfelder) der größte Fertigungsbereich am Standort. Mit mehr als 1.000 Robotern und 100 Laseraggregaten werden die Karosserien für Golf und Passat zusammengefügt. Der Mechanisierungsgrad beträgt rund 90 Prozent. Innovative Technologien, wie das Laserschweißen, Laserlöten und Clinchen, sind neben dem klassischen Punktschweißen in den Fertigungsprozess eingebunden. Das Handling der Karosserie- und Baugruppen erfolgt nahezu vollständig automatisiert durch Stauförderer, Elektrohängebahnen sowie durch moderne Skidshuttlesysteme. In 3-D Messzentren werden wesentliche Schritte von der Baugruppe bis zur fertigen Karosserie exakt überwacht und mittels eng gesteckter Qualitätsregelkreise wird auf den Fertigungsprozess eingewirkt. Die Prüfung der Verschweißungen erfolgt hauptsächlich zerstörungsfrei mit Ultraschall.

In der Lackiererei für Golf und Passat (drei Hallen mit einer Grundfläche von insgesamt rund 34.000 Quadratmetern) kommen lösemittelarme Lacke (Wasserlacke) zum Einsatz. Nach tiefgründiger Reinigung erfolgt der Lackaufbau in mehreren Stufen. Tauchbäder und modernste Lackieranlagen mit integrierten Ringleitungssystemen ermöglichen die individuelle Farbgebung für jede Karosserie. Eine automatische Hohlraumkonservierungsanlage sowie das Aufbringen von Dekorelementen, wie beispielsweise der Schriftzüge, auf die Karosserien beenden den Durchlauf in der Lackiererei. Gesteuert über einen Sequenzspeicher werden die Karosserien abschließend den beiden Montagehallen der Fahrzeugendmontage zugeführt.

Flexible Modulbauweise bestimmt die Abläufe in der Fahrzeugendmontage im Rahmen des Volkswagen Produktionssystems.
Die Gesamtkapazität beträgt täglich bis zu 1.350 Fahrzeuge.

Von 15 in Werksnähe angesiedelten Systemlieferanten gelangen insgesamt 32 vorgefertigte Module für Golf und Passat, just in sequenz, bis an den Einbauort der beiden Montagelinien. „Produktion in Partnerschaft“, unter diesem Titel steht das ganzheitliche Logistik-Konzept mit international einmaliger modularer Ausrichtung auf just in time-Basis. Dafür wurde die Volkswagen Sachsen GmbH durch die Bundesvereinigung Logistik e.V. mit dem „Deutschen Logistik-Preis 1998“ ausgezeichnet.

In rund 350 Montagetakten in zwei Hallen werden die bereits lackierten Karosserien zu fertigen Fahrzeugen endmontiert und umfangreichen Qualitäts-Checks unterzogen. Tragbare Prüfgeräte für die gesamte Fahrzeugelektrik und -elektronik ergänzen die klassischen Rollenprüfstandstests, Dichtheitsprüfungen und Einstellvorgänge für die Achsgeometrie und Scheinwerfer. Die Medienbefüllungen, z.B. mit Kühlmittel, Bremsflüssigkeit und Kraftstoff oder der Klimaanlage bzw. Scheibenreinigungsanlage erfolgen halbautomatisch. Alle sicherheitsrelevanten Arbeitsfolgen werden elektronisch erfasst und entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen der einzelnen Märkte dokumentiert. Die Montage der Fahrzeugscheiben geschieht per Roboter und moderne Handlingsgeräte unterstützen die Mitarbeiter bei der Montage der einzelnen Baugruppen und Bauteile. Triebsatz- und Türenvormontage erfolgen innerhalb der Fahrzeugmontagehallen auf gesonderten Vormontageflächen.

Golf und Passat werden in Links- und in Rechtslenkerversion montiert. Fahrzeuge aus Zwickau können mit Schalt- oder Automatikgetriebe ausgerüstet sein. Der Passat wird sowohl mit Front- als auch 4MOTION-Antrieb gebaut. Aus Zwickau werden nahezu alle internationalen Märkte beliefert. In einer eigenen Halle erhalten Exportfahrzeuge die marktbezogenen Sondereinbauten und werden entsprechend den gesetzlichen Auflagen im Empfängerland gekennzeichnet.

Die fertigen Fahrzeuge gelangen direkt vom Montageband in das Bahnverladezentrum. Im Jahr 2011 wurden rund 260.000 Automobile gebaut. Inzwischen haben 4 Millionen Volkswagen die sächsischen Montagebänder verlassen.
In Zwickau werden seit 2001 Karosserien für die automobile Luxusklasse gebaut und lackiert. Die Endmontage dieser Fahrzeuge erfolgt in der Gläsernen Manufaktur Dresden bzw. im englischen Crewe. Im Jahr 2011 haben insgesamt rund 17.000 Karosserien den Standort Zwickau verlassen.

Motorenwerk Chemnitz


In Chemnitz werden seit 1988 Volkswagen Motoren gebaut. Das Chemnitzer Motorenwerk der Volkswagen Sachsen GmbH ist Lieferant für die Fahrzeugwerke des Volkswagen Konzerns. Moderne Drei- und Vierzylinder Otto-Motoren in TSI-Technik und Motorenbaugruppen, wie das Ausgleichswellengetriebe für Dieselmotoren sowie integrierte Ventiltriebmodule etc. bestimmen das Produktionssortiment des Standortes.

Das Werk ist in die mechanische Bearbeitung, die Motoren- und Baugruppenmontage und Service-Bereiche gegliedert. In der mechanischen Bearbeitung bestimmen Hightech-Bearbeitungszentren und nahezu vollautomatische komplexe Linienführungen den Produktionsablauf. Prüf- und Sortierabläufe mit direkter Rückkopplung auf die einzelnen Bearbeitungszentren sind in die Anlagen integriert.

Die Baugruppen- und Motorenmontage wurde seit 1998 umfassend flexibilisiert. Bildschirmgeführte Arbeitsplätze ermöglichen höchste Flexibilität. Kameraüberwachte Endkontrollen und modernste Motorenprüfverfahren, wie der integrierte Kalttest, sichern die hohe Qualität der Chemnitzer Motoren und Ausgleichswellengetriebe.

Die Einbindung regionaler Dienstleistungsunternehmen für logistische Abläufe, die Werkzeuganstellung und die Instandhaltung ermöglicht die konsequente Umsetzung schlanker Organisationsstrukturen als Basis für lean production in modernen Produktionsunternehmen.

2011 wurden insgesamt rund 640.000 Motoren hergestellt und in Fahrzeugwerke des Volkswagen Konzernverbundes geliefert. Insgesamt sind in Chemnitz nahezu 11 Millionen Volkswagen Motoren hergestellt worden.

Das Motorenwerk Chemnitz wurde im Rahmen des 18. Kongresses zum Wettbewerb „Die Fabrik des Jahres / Deutscher GEO-Award 2009“ in Ludwigsburg in der Kategorie „Hervorragendes Innovationsmanagement“ als Sieger ausgezeichnet und wurde 2011 erneut als „Fabrik des Jahres“ geehrt. Dieser gilt als härtester Benchmark-Wettbewerb für die produzierende Industrie.

Human Ressources


Für die rund 8.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Standorte Zwickau (6.850) und Chemnitz (1.250) stehen vielfältige Personalkonzepte zur Verfügung. Die konsequente Berufsausbildung von rund 100 jungen Menschen jährlich, ein gezieltes Schulungs- und Trainingsprogramm für Mitarbeiter, das fachliche und überfachliche Angebote gleichermaßen beinhaltet, und moderne Studienförder- sowie Traineeprogramme, gekoppelt mit Führungsnachwuchsprogrammen, bilden die Kernelemente der Personalarbeit der Volkswagen Sachsen GmbH. Rund 99 Prozent der Belegschaft besitzen eine fachbezogene Berufsausbildung, einen Meister- bzw. Hochschul-, Fachschul- oder universitären Abschluss. Das Durchschnittsalter beträgt 43 Jahre, der Frauenanteil rund 9 Prozent.

Für die Volkswagen Sachsen GmbH kommt ein firmenbezogener Verbandstarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie von Berlin und Brandenburg (VME) zur Anwendung. Ergänzt werden die tariflichen Regelungen durch Betriebsvereinbarungen für einen VolkswagenSachsen-Pensions-Fonds und eine adäquate Beteiligungsrente.

Heute sind über 38.000 Arbeitsplätze (einschließlich derer in vor- und nachgelagerten Bereichen) durch die Aktivitäten von Volkswagen in den neuen Bundesländern entstanden (davon 15.000 Handel und Service und rund 15.000 in Zulieferbetrieben und Dienstleistungsunternehmen für den Volkswagen Konzern).

Historie


Im Dezember 1989 führten bestehende Geschäftsbeziehungen der Volkswagen AG mit der damaligen IFA (Industrievereinigung Fahrzeugbau der ehemaligen DDR) zur Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens, der VW-IFA PKW GmbH, an dem beide Unternehmen mit 50 Prozent beteiligt waren. Ziel dieser Gesellschaft war die Anfertigung einer Studie über mögliche gemeinsame Aktivitäten in Sachsen. Nach den ursprünglichen Plänen sollte ein Auto der Polo-Klasse als Trabant-Nachfolger in den fast fertigen neuen Werkanlagen der Sachsenring GmbH in Mosel (heute Zwickau) gebaut werden.

Anfang 1990 zeichnete sich ab, dass sich mit der Wirtschafts- und Währungsunion und dem Wiedervereinigungsprozess in den Neuen Bundesländern ein offener Markt für alle Produkte aus den westlichen Ländern entwickeln würde. In den Neuen Bundesländern stieg die Nachfrage nach modernen westlichen Automobilen stark an. Es war deutlich zu erkennen, dass der Bedarf nach Fahrzeugen des Volkswagen-Konzerns mit den vorhandenen Kapazitäten nicht befriedigt werden konnte. Der Bau einer modernen Fertigungsstätte wurde erforderlich.

Unter Beachtung des hohen Qualifikationsniveaus der Mitarbeiter in Sachsen sowie der damit verbundenen Möglichkeit, neue Konzepte der Arbeitsorganisation sowie der Produktionsprozessgestaltung umzusetzen, wurde im Oktober 1990 eine Grundsatzvereinbarung zwischen der Volkswagen AG, der Treuhandanstalt Berlin und der damaligen IFA PKW AG abgeschlossen. Am 26. September 1990 wurde der Grundstein für eine neue Fahrzeugfertigung in Mosel (heute Zwickau) gelegt.

Am 19.12.1990 folgte die Gründung der Sächsischen Automobilbau GmbH, einer Gesellschaft, an der die Treuhandanstalt Berlin und die Volkswagen AG (87,5 Prozent THA — 12,5 Prozent Volkswagen AG/ab 01.01.1993 - 100 Prozent Volkswagen AG) beteiligt waren. Diese Gesellschaft wurde temporär bis 1996 weitergeführt. Am 17. Dezember 1996 wurde die Fahrzeugproduktion in diesen Anlagen eingestellt, da es sich nur um eine Übergangslösung bis zur Fertigstellung des neuen Automobilwerkes handelte.

Ebenfalls 1990, am 12. Dezember, wurde das Gemeinschaftsunternehmen Volkswagen JFA PKW GmbH in die Volkswagen Sachsen GmbH, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Volkswagen AG, umfirmiert. Unter dem Dach der Volkswagen.
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