25 Jahre Volkswagen-Auto aus Sachsen


Matthias Müller wird neuer Volkswagenchef

2000: Zehn Jahre Volkswagen Sachsen - 2010: 20 Jahre Volkswagen Sachsen - 25 Jahre Volkswagen Sachsen

- November 2012 - Volkswagenlenker Ferdinand Piëch lehrt künftig als Professor an der Zwickauer Hochschule - April 2012: VW Sachsen feiert 4000000 Volkswagen aus Sachsen - VW Sachsen feiert 20 Jahre in Sachsen mit fulminantem Familienfest - Das Volkswagenmotorenwerk in Chemnitz - 20 000 000 Motoren bis März 2011 - Historie seit 1989 - 2002: Belegschaft von VW spendet
- Ausstellung 20 Jahre VW aus Sachsen im Automobilmuseum - - Offizielle Darstellung von VW Sachen - siehe auch Zahlen zu Volkswagen Sachsen - Oberbürgermeisterin von Zwickau fährt Passat aus Zwickau
- Volkswagen jetzt auch Hauptsponsor für das Zwickauer Stadtfest - Sächsische Polizei fährt jetzt Golf

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Das Volkswagenwerk in der Muldenaue bei Zwickau

Erster Golf im Februar 1991 präsentiert von Gerd G. Heuß

Modernste Automobilproduktion bei Zwickau

Eine Viertelmillion Volkswagen jährlich aus Zwickau, der Nutzen ist spürbar bis in den Blumenladen Bei Gesprächen über Volkswagen Sachsen versäumt es Rainer Eichhorn, bis 2001 Oberbürgermeister von Zwickau, niemals die Gelegenheit, in seine Fotokiste zu langen: Gleich neben der Sitzecke im Arbeitszimmer des Zwickauer Oberbürgermeisters liegen die Fotos griffbereit: Oberbürgermeister Rainer Eichhorn mit Carl H. Hahn im Zimmer des Vorstandchefs von Volkswagen in Wolfsburg Anfang der neunziger Jahre oder Oberbürgermeister Rainer Eichhorn im trauten Familienkreis des Porscheenkels und heutigen Vorstandschefs von Volkswagen, Ferdinand Piëch. Die Verbindung hatte Eichhorn schon geknüpft als Piëch noch Audichef in Ingolstädter war.

Eine Region an einem Strang

Die Ansiedlung des größten deutschen Automobilherstellers, Volkswagen, in Westsachsen 1990 hat die Menschen auf die Beine gebracht. Da sei von einer Eingemeindung des Dorfes Mosel nach Zwickau noch nicht mal die Rede gewesen, malt Eichhorn gern das Bild des regionalen Denkens, das in Westsachsen dominierte. Als die Anzeichen für eine ernsthafte Ansiedlung von Volkswagen deutlich wurden, herrschte über alle Schranken hinweg Einigkeit: Das ist die Rettung des sächsischen Automobilbaus. Unter dem Titel "Eine Region formiert sich" wurden kommunale Arbeitsgruppen gebildet, die im Umfeld von Volkswagen Wirtschaftsförderung über die Stadt- und Gemeinde- und Kreisgrenzen hinweg erfolgreich betrieben. Automobilbautradition seit 1904 Seit 1904 August Horch den Automobilbau nach Zwickau brachte, war die Muldestadt eine der Hochburgen deutschen Fahrzeugbaus. Horch, Audi, Wanderer, DKW und die 1932 in Chemnitz gegründete Auto Union mit ihren legendären Silberpfeilen, die zwischen 1934 bis 1937 die Rennpisten beherrschten, waren in aller Munde. Auch nach 1945 blieb Zwickau Automobilbauerstadt: 30 Jahre Trabantproduktion hinterließen aber mehr Chaos als Know how.

Erste Kontakte in den Achtzigern

Seit 1984 gab es den Willen zu einer Zusammenarbeit des damaligen Trabantherstellers Sachsenring Zwickau mit Volkswagen. Die selbstgebaute Sackgasse des Beharrens auf der Zweitaktmotorentechnik ließ sich nicht mehr aus eigener Kraft überwinden. Für Chemnitz wurde eine Motorenproduktion gemeinsam mit Volkswagen auf der Basis des Polomotors geplant und zwischen 1984 und 1988 eingerichtet.

Zunächst kamen die Franzosen

Schon Ende der siebziger Jahre hatte diese Zusammenarbeit auf der Tagesordnung gestanden. Damals entschied das Politbüro noch: Mit Volkswagen könnten sich zu viele Emotionen der DDR-Bevölkerung verbinden. Der französische Citroën-Konzern erhielt den Zuschlag für den Bau eines Gelenkwellenwerkes in der Muldenaue bei Mosel. Die Befürchtungen der DDR-Oberen bestanden zu Recht. Die Menschen der Region haben Volkswagen angenommen, und man könnte manchmal glauben, der Stammsitz von VW wäre Zwickau. Natürlich fahren in Zwickau und den umliegenden Kreisen die Menschen vorzugsweise Volkswagen.

Erste Volkswagen aus Sachsen

Mit der politischen Wende wurde in mehreren, schnellen Schritten das Engagement unter der Leitung des damaligen Vorstandsvorsitzenden Carl H. Hahn von Wolfsburg aus vertieft. Aus der vertraglichen Zusammenarbeit wurde 1990 ein Joint Venture, dem aber schon im Dezember ´90 die Gründung der Sächsischen Automobilbau GmbH unter Volkswagenregie folgte.

Carl H. Hahn - 1990 Vorstandsvorstitzender der Volkswagen AG. Hahn wurde im sächsischen Chemnitz geboren. Sein Vater war Prokurist bei Jörgen Skafte Rassmussen und wesentlich an der Gründung der Auto Union 1932 beteiligt.

















Praktisch geschah folgendes: In dem Werk, das Sachsenring noch zwischen 1987 und 1990 auf der grünen Wiese in der Muldenaue bei Mosel bauen ließ, um die Trabantproduktion mit Volkswagen Motor kapazitiv aufzubessern, lief bis September 1990 der Trabant mit dem Viertaktmotor aus Chemnitz vom Band. Aber bereits im Mai 1990 wurden gleichlaufend die ersten Polomodelle auf diesen Bändern montiert.






Am 21. Mai 1990 rollten in Mosel gleichzeitig der 1. VW-Polo und der 1. Viertakt-Trabant von den Bändern. Der Trabant kam zu spät und schon im August 1990 wurde die Mischproduktion zwischen Polo und Trabant in Mosel beendet. Foto: Automobilmuseum.



Nagelneues Werk für eine Viertelmillion Autos

Eine weitere tiefgreifende Entscheidung wurde getroffen: Schon im September 1990 wurde der Grundstein für ein eigenes Werk der Volkswagen Sachsen GmbH neben der damaligen noch neuen Trabantfabrik durch den damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl gelegt: Ein komplettes Automobilwerk mit Presswerk, Karosseriebau, Lackiererei und Montagehallen für 250.000 Automobile Jahresproduktion war kurzfristig auf den Reißbrettern entstanden und sollte bis 1994 die Produktion aufnehmen.

Provisorium zum Übergang

Eigentlich mehr als Trainingsfabrik für die sächsischen Automobilbauer lief die Poloproduktion im damals auch neuen "Trabantwerk" in Mosel weiter. Schnell fiel die Entscheidung, anstelle des Polo tritt der Golf. Carl H. Hahn damals: "Die Menschen in den neuen Bundesländern sind, scheint´s, zu lange mit kleinen Autos gefahren. Der Bedarf richtet sich auf den Golf". Für die ersten Volkswagen wurden noch die Karosserien aus Wolfsburg angeliefert.

Golf wird zum Renner

Mit der Golfproduktion begannen die Zwickauer auf dem Gelände des Sachsenringwerkes mit dem Rohbau der Karosserien für Volkswagen. Der letzte Trabant wurde am 30. April 1991 in Zwickau gefertigt. Schnell war die neue Halle für den Karosserieneubau in Mosel aus dem Boden geschossen. Aus dem anfänglichen Provisorium der Produktion in den alten Hallen war schnell eine ernst zu nehmende Golfmontage geworden.

Atemberaubende Entwicklungen

Das atemberaubende Tempo der ersten Aufbaujahre war nur möglich, weil in Sachsen alle an einem Strang zogen.

Gerd G. Heuß leitete den Aufbau des Volkswagenwerkes bei Mosel und des Motorenwerkes in Chemnitz in den entscheidenden Jahren von 1990 bis 1999. Für die vielen Genehmigungsverfahren wurde vom Chemnitzer Regierungspräsidum ein Arbeitsstab eingerichtet, der sich wöchentlich bei Volkswagen traf. Alle Genehmigungsverfahren zum Aufbau der Infrastruktur liefen korrekt, wie der damalige Regierungspräsident Stefan Altensleben gern betonte. Aber sie liefen anders: Alle Genehmigungsbehörden saßen an einem Tisch. Papiere, für die es in normalen deutschen Genehmigungsverfahren monate- und jahrelange Wege von Antragsteller zur Behörde, wieder zurück, nachbessern, ändern, hin und her gibt, wurden in Mosel an einem Tisch und in Stunden abgewickelt.

Geschwindigkeit und Qualität

Dass die Qualität der Genehmigungsverfahren nicht darunter litt, wird heute deutlich: Volkswagen in Zwickau/Mosel schafft alle Zertifikate für europäische Normen der Umweltverträglichkeit spielend, zeigt sich als modernes, für die Zukunft gebautes Werk. Das Zusammenspiel der Behörden zur Unterstützung der Ansiedlung war nicht ganz freiwillig: Volkswagen hatte zur Bedingung gemacht, dass alle Versorgungssysteme von der Energie über Wasser, Telefon und Autobahnanschluss bis 1994 fertig sein müssten. Unabhängig von der Automobilproduktion entstanden in kürzesten Zeiträumen modernste Infrastrukturen.

Infrastruktur für die ganze Region

Die Stadt Zwickau erhielt einem Autobahnzubringer mit vier Spuren an die Bundesautobahn A4. Der langjährige Chef des Mosler Werkes, Gerd G. Heuß, erinnert sich, wie in den Anfangsmonaten die Telefonverbindung nach Wolfsburg ging: Nachmittags fuhr einer mit dem Auto und dem Funktelefon auf die Berge um Zwickau und erledigte die dringenden Telefonate. Das änderte sich schnell, und mit dem Aufbau der Infrastruktur für das Werk wurden für die ganze Region die Bedingungen schnell besser.

Bewusstsein langjähriger Sicherheit

Eine andere Schwierigkeit tat sich auf: Mit der Tarifentwicklung hatten die alten Sachsenringwerker im Treuhandbetrieb eine schnelleren Lohnanstieg als in Mosel erlebt, und als der Bedarf an Facharbeitern in Mosel wuchs, entstanden dort plötzlich Engpässe. Erst, als das Bewusstsein für ein langfristiges Denken geweckt wurde, wuchs die Bereitschaft zum Wechsel. Rechtzeitig. Mit dem Jahr 1993 stand plötzlich wieder alles auf der Kippe.

1993: Streckung bei den Investitionen

Die Automobilkrise hatte Europa und Mosel kalt erwischt. Zwar waren die Fabrikanlagen komplett von außen im Rohbau fertig anzusehen. Der Ausbau mit Fertigungsanlagen im Inneren der Lackiererei und den Montagehallen wurde mit Vorstandsbeschluss von Volkswagen per Januar 1993 gestoppt. Ein langes und zähes Ringen um den Weiterbau wurde durch viele Schrecksekunden oftmals auf eine harte Probe gestellt. Das Presswerk und die werksinterne Infrastruktur wurden dennoch weiter aufgebaut. Erst 1995 kam das Signal für den Weiterbau der neuen Produktionsanlagen für Lack und Montage, für die Vergabe von Produktionsanteilen des neuen Passat nach Mosel.

Dann zählte schon die Leistung

Eine wichtige Rolle für diese Entscheidung wird der bis 1995 erbrachten Arbeitsleistung und Produktionsorganisation in Mosel zugemessen. Von Anfang an eroberten sich die sächsischen Arbeiter den Ruf, eine besonders hohe Qualität zu liefern. Durch ein ausgefeiltes Auditverfahren und eine besondere Philosophie wurde dies erreicht. Teams von rund zwölf Mitarbeitern zeichnen für die von ihnen gelieferten Arbeiten verantwortlich. Ein scheinbarer Widerspruch wurde und wird widerlegt: Hohe Arbeitsleistung und hohe Qualität sind gleichzeitig möglich. Damit wird mit großer Effizienz in Zwickau/Mosel und in der Chemnitzer Motorenfertigung ein Ergebnis erzielt, dass im Konzernmaßstab nicht laut propagiert wird, dem man aber gern zuschreibt: Ferdinand Piëch sieht im sächsischen Volkswagenwerk einen Musterbetrieb.


Ferdinand K. Piëch war es, der 1995 als Vorstandvorsitzender der Volkswagen AG die Investitionen am Standort Mosel wieder in Gang brachte. Mit der Entscheidung den neuen Passat ab 1996 auch in Sachsen bauen zu lassen, wurden die Weichen auf Zukunft gestellt.









Modernste Arbeitsorganisation

Das ist auch eine Organisationsleistung: Im Werk Mosel werden nur etwa ein Fünftel aller Arbeiten an einem Golf oder Passat erledigt. Vier Fünftel der Arbeitsumfänge wird in den eher kleinen Betrieben vor den Toren des Volkswagenwerkes und bei Lieferanten aus der ganzen Welt erledigt. Das komplette Cockpit mit allen Kabeln, Instrumenten, Pedalen für Bremse, Kupplung und Gas sowie Lenkung und Lüftung und Klimagerät wird als Ganzes, als Modul, in einem Betrieb des Automobilzulieferers VDO im Zwickauer Ortsteil Crossen gefertigt und auf die Minute genau an den Einbauort geliefert.

Just-in-time ins Drei-Minuten-Fenster

Dabei gilt es zu beachten: Nahezu jedes Modul ist anders. Schalter für Sitzheizung oder nicht, Radio Beta oder Gamma, Grundkörper grau oder schwarz, es werden etwa 5000 verschiedene Modulvarianten angepasst an den Kundenwunsch geliefert. Da Mosel erst vier Stunden vor Einbau weiß, welches Cockpit gebraucht wird, haben die Frauen und Männer an den Montagestrecken in Crossen nur wenig Zeit, die richtigen Sortimente zusammenzustellen, anzubauen, zu prüfen und auf den Lkw zu laden, der die passenden Module rechtzeitig an der richtigen Stelle im Mosler Werk andockt.

Vier Stunden von der "Taufe" bis zum Einbau

Vier Stunden bleiben nur Zeit, weil erst mit dem Einschwenken der Karosserie aus der Lackiererei der Computer die Abrufe für die Modulhersteller vergibt. Das ist der Augenblick, wo alle Modulhersteller, neben VDO noch weitere 14, per vernetzten Computern einen Ausdruck erhalten, der die Konfiguration des benötigten Moduls enthält.

Wie eine Schweizer Uhr

Für diese logistische Leistung unter dem Titel „Produktion in Partnerschaft“ erhielt das Moseler Volkswagenwerk 1998 den „Deutschen Logistikpreis“. Der damalige Sprecher der Geschäftsführung, Gerd G. Heuß, sagte dazu: In fünf Jahren Just-in-time Produktion habe es nicht einen Stillstand in der Produktion auf Grund von fehlenden Baugruppen gegeben. Das System läuft mit der Präzision und der Zuverlässigkeit einer Schweizer Uhr. Wesentlicher Faktor hier sei aber, die motivierte Arbeit jedes einzelnen Werkers. Mit dieser Leistung ist die besondere Effektivität der Arbeiten in Mosel verbunden. Während noch im europäischen Maßstab und über die Markengrenzen hinweg durchschnittlich 30 Mannstunden für die Montage eines Pkws der Golfklasse angesetzt werden müssen, rechnet man in Zwickau/Mosel mit 20 minus x. Seit 1997 laufen hier auf zwei parallelen Montagestraßen Passat und Golf im Zwei-Minuten-Takt von den Bändern.

Gerüstet für den globalen Wettbewerb

1998 wurden in Mosel erstmals mehr als eine Viertelmillion Autos produziert. Mit dieser Effektivität ist aber auch die Zuversicht der Belegschaft verbunden: Wir sind gerüstet für den globalen Wettbewerb. Über 25.000 Menschen der westsächsischen Region rechnet Volkswagen, haben ihren Arbeitsplatz bei oder durch Volkswagen. Rainer Eichhorn hat für sich den ersten in Mosel vom Band gelaufenen Passat gekauft. Da hat sich des Oberbürgermeisters Situation inzwischen wesentlich gebessert: Mit dem ersten Polo aus Mosel als Dienstwagen sei er als Oberbürgermeister 1990 noch hundert mal kontrolliert worden, als er zu einem Oberbürgermeistertreffen deutscher Großstädte in Berlin einfuhr. Auch das Pro-Kopf-Einkommen der Westsachsen und Zwickauer wird vom Statistischen Landesamt für Sachsen in Kamenz als über dem Landesschnitt liegend ausgewiesen. Die Aussage: Auch die Blumenverkäuferin in Zwickau wird die Anwesenheit von Volkswagen spüren, die ein Politiker 1990 getan hat, wird inzwischen von niemand mehr angezweifelt.

Bereits am 10. September 1992 konnten die Volkswagenmitarbeiter den 100000. Golf ausliefern

1991 wurde der Golf in den Hallen montiert, die ursprünglich seit 1997 für den Trabant erbaut wurden.

Der Einmillionste Golf lief am 28. Februar 2005 von der Linie.

Justage der Türen in der Karosseriefertigung im November 2005

Anbau der vorderen Kotflügel an den Passat B6

Montage der Karosserie

Das Verbinden von Karosserie und Antriebssatz heißt in der Automobilindustrie Hochzeit

Das Modul Cockpit vorm Einbau an der Linie

Montage des Cockpits"

Triebsatzmontage im Volkswagenwerk Mosel

Passat vor der Auslieferung

Vormontage des Moduls Cockpit beim Automobilzuliefer VDO in Zwickau-Crossen.

Familientag im Sommer 2005.

Die Lackiererei mit ihren Abluftkaminen ist das weithin sichtbare Outfit des Moseler Volkswagenwerkes.

Golf und Passat können bei Volkswagen Mosel im Mix montiert werden.

Pressedarstellung der

Die Volkswagen Sachsen GmbH



- Region Zwickau/Chemnitz - Automobiles Zentrum in Sachsen

Zwickau/Chemnitz, März 2011, mit der Gründung der Volkswagen Sachsen GmbH begann eine Erfolgsgeschichte von Volkswagen, die unmittelbar nach der Wiedervereinigung Deutschlands den Menschen in den neuen Bundesländern Hoffnung, Arbeitsplätze, soziale Sicherheit und die Möglichkeit innovativer Entfaltung im Automobilbau neu eröffnete.

.Neben der temporären Nutzung teilweise vorhandener Fertigungsanlagen für Volkswagen Fahrzeuge in Mosel (heute Zwickau) und Volkswagen Motoren in Chemnitz entstanden an beiden Standorten neue international wettbewerbsfähige Fertigungsstätten für Fahrzeuge und Motoren.

Beide Standorte verfügen über validierte Umwelt- und Qualitätsmanagementsysteme und sind nach DIN EN ISO 9001:2000/ VDA 6.1 und nach der EG-Verordnung Nr. 761/2001 zertifiziert. Sie sind im EMAS-Register eingetragen und haben eine Umwelterklärung veröffentlicht. Die Standorte Zwickau und Chemnitz der Volkswagen Sachsen GmbH gehören der Umweltallianz Sachsen an.

Geleitet wird die GmbH durch drei Geschäftsführer. Hans-Joachim Rothenpieler, Technik und Sprecher, Arne Meiswinkel, Personalwesen und Arbeitsdirektor, sowie Karin Sonnenmoser, Finanz und Controlling.
Der Gesamtbetriebsrat unter dem Vorsitz von Jens Rothe sowieStandortbetriebsräte vertreten die Interessen der Arbeitnehmer. Der Aufsichtsrat steht unter dem Vorsitz von Hubert WaltI, Mitglied des Markenvorstands Volkswagen.

Charakteristisch für das Gesamtunternehmen ist die strukturelle Auslegung in Profit-Center und Cost-Center sowie die überdurchschnittlich hohe Qualifikation der Belegschaft.

Das Fahrzeugwerk Zwickau



Seit Mai1990 werden im Zwickauer Stadtteil Mosel Volkswagen hergestellt. Schrittweise wurden alle klassischen Fertigungsbereiche wie Karosseriebau, Lackiererei und Fahrzeugendmontage aufgebaut und in Betrieb genommen. Außerdem verfügt das Fahrzeugwerk über ein Presswerk und Kompetenzzentren für Aluminium-Anbauteile und Sonderfahrzeugbau. Ein leistungsfähiges Pilotzentrum, inklusive Trainingsflor für die Belegschaft, dient zur Serienvorbereitung und -begleitung.

Im Presswerk werden Blechteile für den Volkswagen Konzernverbund hergestellt und an Fahrzeugwerke weltweit geliefert. Ausgangsmaterialien sind so genannte “Coils“ (Rollen aus Walzstahl unterschiedlicher Formate und Güten) oder zugelieferte Platinen. Täglich entstehen so aus rund 500 Tonnen Stahlblech bis zu 120.000 Blechpressteile, aus denen später Karosserien zusammengefügt werden. Die anfallenden Stanz- und Schnittabfälle werden automatisch paketiert und zu 100 % recycelt. Die Hallenfläche, inklusive Messzentrum, Logistikbereich und Werkzeuglager, beträgt rund 33.000 Quadratmeter.

Der Karosseriebau für Golf und Passat ist mit rund 98.000 Quadratmetern (15 Fußballfelder) der größte Fertigungsbereich am Standort. Mit rund 1.000 Robotern, 90 Laseraggregaten und komplexen Fertigungszentren werden die Karosserien für Golf und Passat zusammengefügt. Der Mechanisierungsgrad beträgt rund 9Q Prozent. Innovative Technologien, wie das Laserschweißen, Laserlöten, Clinchen und Rollfalzen sind neben dem klassischen Punktschweißen in den Fertigungsprozess eingebunden. Das Handling der Karosserie- und Baugruppen erfolgt durch speicherprogrammierbare Elektrohängebahnen mit flexiblen Karosserieaufnahmen sowie durch moderne Skidshuttlesysteme. In 3-D Messzentren werden die einzelnen Schritte von der Baugruppe bis zur fertigen Karosserie exakt überwacht und mittels eng gesteckter Qualitätsregelkreise auf den Fertigungsprozess eingewirkt. Die Prüfung der Verschweißungen erfolgt hauptsächlich zerstörungsfrei.

In der Lackiererei für Golf und Passat (drei Hallen mit einer ‘Grundfläche von insgesamt rund 34.000 Quadratmetern) kommen lösemittelarme Lacke (Wasserlacke) zum Einsatz. Nach tiefgründiger Reinigung erfolgt der Lackaufbau in mehreren Stufen. Tauchbäder und modernste Lackieranlagen mit integrierten Ringleitungssystemen ermöglichen die individuelle Farbgebung für jede Karosserie. Eine automatische Hohlraumkonservierungsanlage sowie das Aufbringen von Dekorelementen, wie beispielsweise der Schriftzüge, auf die Karosserien beenden den Durchlauf in der Lackiererei. Gesteuert über einen Sequenzspeicher werden die Karosserien anschließend der Fahrzeugendmontage zugeführt.

Flexible Modulbauweise bestimmt die Abläufe in der Fahrzeugendmontage im Rahmen des Volkswagen Produktionssystems. Die Gesamtkapazität beträgt täglich bis zu 1.350 Fahrzeuge. Von 14 in Werksnähe angesiedelten Systemlieferanten gelangen jeweils 14 vorgefertigte Module, just in sequenz, bis an den Einbauort der beiden
Montagelinien. „Produktion in Partnerschaft“, unter diesem Titel steht das ganzheitliche Logistik-Konzept mit international einmaliger modularer Ausrichtung auf just-in-time-Basis. Dafür wurde die Volkswagen Sachsen GmbH durch die Bundesvereinigung Logistik e.V. mit dem „Deutschen Logistik-Preis 1998“ ausgezeichnet.

In rund 350 Montagetakten werden die bereits lackierten Karosserien zu fertigen Fahrzeugen endmontiert und umfangreichen Qualitäts-Checks unterzogen. Tragbare Prüfgeräte für die gesamte Fahrzeugelektrik und -elektronik ergänzen die klassischen Rollenprüfstandstests, Dichtheitsprüfungen und Einstellvorgänge für die Achsgeometrie und Scheinwerfer. Die Befüllungen mit Kühlmittel, Bremsflüssigkeit und Kraftstoff oder der Klimaanlage bzw. Scheibenreinigungsanlage erfolgen automatisch und computergesteuert je nach den Bedingungen im Empfängerland. Alle Verschraubungen und sonstigen Arbeitsfolgen werden über elektronische Wagenbegleitkarten erfasst und entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen der einzelnen Märkte dokumentiert. Die Montage der Fahrzeugscheiben geschieht per Roboter und modernste Handlinggeräte unterstützen die Mitarbeiter bei der Montage der einzelnen Baugruppen und Bauteile. Triebsatz- und Türenvormontage erfolgen innerhalb der Fahrzeugmontagehallen auf gesonderten Linien.

Golf und Passat werden in Links- und in Rechtslenkerversion montiert. Fahrzeuge aus Zwickau können mit Schalt- oder Automatikgetriebe ausgerüstet sein. Der Passat wird sowohl mit Front- als auch 4MOTION-Antrieb gebaut. Aus Zwickau werden nahezu alle internationalen Märkte beliefert. In einer eigenen Halle erhalten Exportfahrzeuge. die Markt bezogenen Sondereinbauten und werden entsprechend den gesetzlichen Auflagen im Empfängerland gekennzeichnet.

Die fertigen Fahrzeuge gelangen direkt vom Montageband in das Bahnverladezentrum. Im Jahr 2010 wurden rund 250.000 Automobile gebaut. Inzwischen haben über 3,7 Millionen Volkswagen die sächsischen Montagebänder verlassen.

In Zwickau werden seit 2003 Karosserien für die automobile Luxusklasse gebaut und lackiert. Die Endmontage dieser Fahrzeuge erfolgt in der Gläsernen Manufaktur Dresden bzw. im englischen Crewe. Im Jahr 2010-haben insgesamt rund 12.000 Karosserien den Standort Zwickau verlassen.

Motorenwerk Chemnitz



In Chemnitz werden seit 1988 Volkswagen Motoren gebaut. Das Chemnitzer Motorenwerk der Volkswagen Sachsen GmbH ist Lieferant für die Fahrzeugwerke des Volkswagen Konzerns. Moderne Otto-Motoren in TSI-Technik und Motorenbaugruppen, wie das Ausgleichswellengetriebe für Dieselmotoren sowie monolithische Haubenmodule, bestimmen das Produktionssortiment des Standortes.

Das Werk ist in die mechanische Bearbeitung, die Motoren- und Baugruppenmontage und Service-Bereiche gegliedert. In der mechanischen Bearbeitung bestimmen Hightech-Bearbeitungszentren und nahezu vollautomatische komplexe Linienführungen den Produktionsablauf. Prüf- und Sortierabläufe mit direkter Rückkopplung auf die einzelnen Bearbeitungszentren sind in die Anlagen integriert.

Die Baugruppen- und Motorenmontage wurde seit 1998 umfassend
flexibilisiert. Bildschirmgeführte Arbeitsplätze ermöglichen höchste
Flexibilität. Kameraüberwachte Endkontrollen und modernste Motorenprüfverfahren, wie der integrierte kalt-Test, sichern die hohe Qualität der Chemnitzer Motoren und Ausgleichswellengetriebe.

Die Einbindung regionaler Dienstleistungsunternehmen für logistische Abläufe, die Werkzeuganstellung und die Instandhaltung ermöglicht die konsequente Umsetzung schlanker Organisationsstrukturen als Basis für lean production in modernen Produktionsunternehmen.

2010 wurden insgesamt rund 650.000 Motoren hergestellt ‘und in Fahrzeugwerke des Volkswagenkonzernverbundes geliefert. Insgesamt sind in Chemnitz 10 Millionen Volkswagen Motoren hergestellt worden.
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Das Motorenwerk Chemnitz wurde im Rahmen des 18. Kongresses zum Wettbewerb „Die Fabrik des Jahres / Deutscher GEO-Award 2009“ in Ludwigsburg in der Kategorie „Hervorragendes lnnovationsmanagement“ als Sieger ausgezeichnet. Dieser gilt als härtester BenchmarkWettbewerb für die produzierende Industrie.
Für die rund 7.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Standorte Zwickau (6.200) und Chemnitz (1.100) stehen vielfältige Personalkonzepte zur Verfügung. Die konsequente Berufsausbildung von rund 80 jungen Menschen jährlich, ein gezieltes Schulungs- und Trainingsprogramm für Mitarbeiter, das fachliche und überfachliche Angebote gleichermaßen beinhaltet, und moderne Studienförder- sowie Traineeprogramme, gekoppelt mit Führungsnachwuchsprogrammen, bilden die Kernelemente der Personalarbeit der Volkswagen Sachsen GmbH. Rund 98 Prozent der Belegschaft besitzen eine fachbezogene Berufsausbildung, einen Meister- bzw. Hochschul-, Fachschul- oder universitären Abschluss. Das Durchschnittsalter beträgt 43 Jahre, der Frauenanteil rund 9 Prozent.

Für die Volkswagen Sachsen GmbH kommt ein firmenbezogener Verbandstarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie von Berlin und Brandenburg (VME) zur Anwendung. Ergänzt werden die tariflichenRegelungen durch Betriebsvereinbarungen für einen Volkswagen- Sachsen-Pensions-Fonds und eine adäquate Beteiligungsrente.

Heute sind rund 37.700 Arbeitsplätze (einschließlich derer in vor- und‘ nachgelagerten Bereichen) durch die Aktivitäten von Volkswagen in den neuen Bundesländern entstanden (davon 15.000 Handel und Service und rund 15.000 in Zulieferbetrieben und Dienstleistungsunternehmen für den Volkswagen Konzern).

Historie



Im Dezember 1989 führten bestehende Geschäftsbeziehungen der Volkswagen AG mit der damaligen IFA (lndustrievereinigung Fahrzeugbau der ehemaligen DDR) zur Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens, der VW-IFA PKW GmbH, an dem beide Unternehmen mit 50 Prozent beteiligt waren. Ziel dieser Gesellschaft war die Anfertigung einer Studie über mögliche gemeinsame Aktivitäten in Sachsen. Nach den Ursprünglichen Plänen sollte ein Auto der Polo-Klasse als Trabant-Nachfolger in den fast fertigen neuen Werkanlagen der Sachsenring GmbH in Mosel (heute Zwickau) gebaut werden.

Anfang 1990 zeichnete sich ab, dass sich mit der Wirtschafts- und Währungsunion und dem Wiedervereinigungsprozess in den Neuen Bundesländern ein offener Markt für alle Produkte aus den westlichen Ländern entwickeln würde. In den Neuen Bundesländern stieg die Nachfrage nach modernen westlichen Automobilen stark an. Es war deutlich zu erkennen, dass der Bedarf nach Fahrzeugen des Volkswagen Konzerns mit den vorhandenen Kapazitäten nicht befriedigt werden konnte. Der Bau einer modernen Fertigungsstätte wurde erforderlich.
Unter Beachtung des hohen Qualifikationsniveaus der Mitarbeiter in Sachsen sowie der damit verbundenen Möglichkeit, neue Konzepte der Arbeitsorganisation sowie der Produktionsprozessgestaltung umzusetzen, wurde im Oktober 1990 eine Grundsatzvereinbarung zwischen der Volkswagen AG, der Treuhandanstalt Berlin und der damaligen IFA PKW AG abgeschlossen. Am 26. September 1990 wurde der Grundstein für eine neue Fahrzeugfertigung in Mosel (heute Zwickau) gelegt.

Am 19.12.1990 folgte die Gründung der Sächsischen Automobilbau GmbH, einer Gesellschaft, an der die Treuhandanstalt Berlin und die Volkswagen AG (87,5 Prozent THA - 12,5 Prozent Volkswägen AG / ab 01.01.1993 — 100 Prozent Volkswagen AG) beteiligt waren. Diese Gesellschaft wurde temporär bis 1996 weitergeführt. Am 17. Dezember 1996 wurde die Fahrzeugproduktion in diesen Anlagen eingestellt, da es sich nur um eine Übergangslösung bis zur Fertigstellung des neuen Automobilwerkes handelte.

Ebenfalls 1990, am 12. Dezember, wurde das Gemeinschaftsunternehmen Volkswagen IFA PKW GmbH in die Volkswagen Sachsen GmbH, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Volkswagen AG, umfirmiert. Unter dem Dach der Volkswagen Sachsen GmbH wurden zwei neue moderne Werke in Zwickau und Chemnitz aufgebaut.

Volkswagen Sachsen GmbH
Administration/Kommunikation
Kontakt: Dr. Gunter Sandmann
Telefon: 0 375 / 55 28 20
E-Mail: gunter.sandmann@volkswagen.de
Internet: www.volkswagen-sachsen.de
Presstext der Volkswagen Sachsen GmbH

25 Jahre Volkswagen Sachsen: Familientag als Höhepunkt des Jubiläums

• Fiebig: „Dieses Fest ist unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, deren Familien, unseren Freunden, Partnern und Nachbarn gewidmet.“ • Rothe: „Der Familientag ist Spiegelbild einer in 25 Jahren gewachsenen starken Belegschaft und Ausdruck unseres Dankes.“
Zwickau/Chemnitz/Dresden, 6. September 2015,– Die Volkswagen Sachsen GmbH hat mit dem großen Familientag ihr 25-jähriges Jubiläum gefeiert. Rund 60.000 Gäste erlebten zum Höhepunkt des Jubiläumsjahres ein Feuerwerk aus Technik, Information, Spiel und Musik. So öffnete das Fahrzeugwerk Zwickau den Gästen nahezu alle Fertigungsbereiche. Auch das Motorenwerk Chemnitz und die Gläserne Manufaktur Dresden präsentierten sich in Zwickau. Den Kindern wurde ein breites Programm automobiler und spielerischer Erlebniswelt geboten. Unterhaltung auf drei Bühnen und erstmals ein großes Abschlussfeuerwerk gaben dem Jubiläumsfest einen würdigen Rahmen.






Die Mitarbeiter aus Zwickau, Chemnitz und Dresden sowie deren Angehörige und Freunde nutzten die Chance zur Werkbesichtigung Foto: Volkswagen Pressefoto



Großes Interesse an moderner Fertigung und ausgelassene Partystimmung bei Alt und Jung – rund 60.000 Gäste folgten der Einladung von Geschäftsführung und Gesamtbetriebsrat in das Fahrzeugwerk Zwickau. Mit dem Familientag hat das 25-jährige Jubiläum der Volkswagen Sachsen GmbH heute einen würdigen und den Menschen gewidmeten Höhepunkt gefunden. Musikalisch wurde auf drei Bühnen für jeden Geschmack etwas geboten. Mitarbeiterbands fanden ebenso Zuspruch wie die traditionell in Zwickau etablierte Band SK5. Den musikalischen Abschluss bildete der Auftritt von Laith Al Deen mit seiner Band.
An mehr als 150 Informations- und Aktionsständen konnten die Gäste Attraktionen ausprobieren und wertvolle Informationen sammeln. Die Mitarbeiter aus Zwickau, Chemnitz und Dresden sowie deren Angehörige und Freunde nutzten die Chance zur Werkbesichtigung oder testeten einzelne Ausstellungsstücke. Um Staus auf den Zubringerstraßen und Autobahnen zu vermeiden, wurden die Gäste von fünf externen Großparkplätzen in der Region mit Bussen zum Werk und wieder zurück geshuttelt.
Um geeigneten Nachwuchs für Volkswagen zu begeistern, präsentierte sich das Volkswagen Bildungsinstitut sowie die Jugend- und Auszubildendenvertretung des Betriebsrates gemeinsam mit den Partnerhochschulen und Universitäten den heutigen Schülern und Azubis von morgen.
Auch für die Jüngsten wurde jede Menge geboten. Sie konnten sich unter anderem auf abenteuerlichen Hüpfburgen, einem Riesentrampolin oder vielen Rutschen austoben. Sport und Spiel, Basteln und Malen standen auf der Beliebtheitsskala ganz oben.
Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich, der selbst nicht dabei sein konnte, würdigte in einer Videobotschaft die Bedeutung von Volkswagen für den Freistaat Sachsen: „VW Sachsen, das ist der Beginn des Wiederaufstiegs des Autolandes Sachsen vor reichlich 25 Jahren mit der Entscheidung, hier zu investieren. Heute ist Volkswagen Sachsen das Flaggschiff in der sächsischen Unternehmenslandschaft mit Produkten, die hier für die ganze Welt hergestellt werden.“ Er betonte, wie sehr man die Verbundenheit von Volkswagen mit der Region und dem Freistaat, aber auch den Stolz auf das, was die Mitarbeiter hier täglich leisten, spürt. „Hier wird ein Stück des Autolandes Sachsen und des Erfolges Sachsens verwirklicht…so wie hier in Zwickau, so geht sächsisch“, so der Ministerpräsident.
Prof. Dr. Siegfried Fiebig, Generalbevollmächtigter der Volkswagen AG und Sprecher der Geschäftsführung der Volkswagen Sachsen GmbH, bedankte sich bei den Gästen und sagte: „Wir arbeiten in Sachsen an drei Standorten, aber mit einem gemeinsamen Team, jeden Tag aktiv daran, dass unser Jubiläumsjahr 2015 zum besten Jahr in der Geschichte des Unternehmens wird. Unser heutiges Familienfest ist unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, deren Familien, unseren Freunden, Partnern und Nachbarn gewidmet.“ Er fügte hinzu, dass der heutige Familientag nach innen wie nach außen gleichermaßen wirksam sei und ein wertvolles Signal aus der Region heraus sende. „Damit werden Zwickau und Sachsen für die Menschen noch stärker sicht- und erlebbar. Unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, aber auch allen unseren Partnern und treuen Begleitern können wir auf diese Weise Danke sagen und etwas zurückgeben. Schließlich leisten sie einen entscheidenden Beitrag zu unserem Erfolg.“ Der Volkswagen Sachsen Chef wertete die exzellente Zusammenarbeit mit den lokalen Lieferanten, den sächsischen Hochschulen und Universitäten als einen wesentlichen Standortvorteil. „Ich freue mich, dass sich heute alle als eine starke und kompetente Gemeinschaft unseren Gästen präsentieren.“
Auch Jens Rothe, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrates von Volkswagen Sachsen und stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates, stellte die besondere Bedeutung des Familientags heraus: „Heute stehen die Menschen und eben mal nicht die Stückzahlen oder die Performance im Mittelpunkt. Dieser Tag ist wertvoller Bestandteil unserer Unternehmenskultur. Zum ersten Familientag 1991 waren etwa 600 Gäste dabei. Heute sind es 100 Mal so viele. Der Familientag ist Ausdruck einer in 25 Jahren konsequent gewachsenen starken Belegschaft und ein erlebbares Zeichen unseres Dankes. Er stärkt das Gemeinschaftsgefühl und fördert Gespräche unter Freunden und Kollegen“, so Rothe. Der Betriebsratschef unterstrich erneut die große Bedeutung der Mitbestimmung und Mitverantwortung bei Volkswagen. Auch wir als Betriebsrat haben uns gemeinsam mit dem Unternehmen in den vergangenen 25 Jahren stetig weiterentwickelt und im Sinne der Kolleginnen und Kollegen viel erreicht. „Ein starkes Unternehmen ist auch Garant für zukunftsfähige Arbeitsplätze in den Werken und weit darüber hinaus. Daher feiern wir in diesem Jahr gemeinsam mit unseren Partnern und den Nachbarn – auch das ist gelebte Teamkultur“, ergänzte Rothe.

Volkswagen Sachsen GmbH Pressesprecher Dr. Gunter Sandmann Telefon: 0 375 / 55-2820 E-Mail: gunter.sandmann@volkswagen.de www.volkswagen-media-services.com

aus dem Presse-Abo Volkswagen Media Service

Wolfsburg, 25. September 2015

Matthias Müller zum Vorstandsvorsitzenden des Volkswagen Konzerns berufen

• Den Vorstandsvorsitz der Porsche AG behält Müller bis zur Benennung eines Nachfolgers bei
Matthias Müller (62) wird mit sofortiger Wirkung zum Vorstandsvorsitzenden der Volkswagen AG berufen. Das hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am heutigen Freitag in Wolfsburg beschlossen. Zurzeit ist Müller Vorstandsvorsitzender der Porsche AG in Stuttgart. Diese Funktion wird er bis zur Benennung eines Nachfolgers weiterführen.
Der geschäftsführende Vorsitzende des Aufsichtsrates der Volkswagen AG, Berthold Huber, betont: „Matthias Müller ist eine Persönlichkeit von großer strategischer, unternehmerischer und sozialer Kompetenz. Er kennt den Konzern und seine Marken, wird seine neue Aufgabe unmittelbar und mit ganzer Kraft angehen. Dabei schätzen wir ausdrücklich seinen kritischen und konstruktiven Blick."
Bernd Osterloh, Vorsitzender des Konzernbetriebsrates, stellt fest: „Der Volkswagen Konzern braucht bei der Besetzung der Unternehmensspitze keine Schnellschüsse. Matthias Müller kennen und schätzen wir für seine Entschlossenheit und Durchsetzungskraft. Er ist kein Einzelkämpfer, sondern Teamplayer. Das braucht Volkswagen jetzt."

Matthias Müller: Pressefoto VW AG.







Matthias Müller erklärt: „Meine vordringlichste Aufgabe wird es sein, Vertrauen für den Volkswagen Konzern zurückzugewinnen – durch schonungslose Aufklärung und maximale Transparenz, aber auch, indem wir die richtigen Lehren aus der aktuellen Situation ziehen. Volkswagen wird unter meiner Führung alles daran setzen, die strengsten Compliance- und Governance-Standards der gesamten Branche zu entwickeln und umzusetzen. Wenn uns dies alles gelingt, dann hat der Volkswagen Konzern mit seiner Innovationskraft, seinen starken Marken und vor allem seiner kompetenten, hochmotivierten Mannschaft die Chance, langfristig gestärkt aus dieser Krise hervorzugehen."
Matthias Müller wurde am 9. Juni 1953 in Chemnitz (Sachsen) geboren. Er absolvierte nach seinem Abitur in Ingolstadt eine Ausbildung zum Werkzeugmacher bei der Audi AG und studierte an der Fachhochschule in München Informatik. Nach seinem Abschluss als Diplom-Informatiker setzte Müller 1978 seine berufliche Laufbahn bei der Audi AG in Ingolstadt fort, übernahm dort 1984 die Verantwortung für die Abteilung System-Analyse und wurde 1993 Leiter des Projektmanagements für den Audi A3. 1995 übernahm er die Leitung des Produktmanagements der Audi AG sowie von SEAT und Lamborghini.
Als Leiter des Produktmanagements des Volkswagen Konzerns und der Marke Volkswagen wechselte Müller 2007 nach Wolfsburg und wurde dort zum Generalbevollmächtigten des Konzerns ernannt. Seit 2010 ist er Vorstandsvorsitzender der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG sowie Vorstandsmitglied der Porsche Automobil Holding SE. In seiner Funktion als Vorstandsvorsitzender der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG wurde Müller zum 1. März 2015 in den Vorstand der Volkswagen AG berufen.

Der bestehende Vorstandsvertrag der Volkswagen AG mit Matthias Müller wird in seiner neuen Funktion als Vorstandsvorsitzender weitergeführt. Dieser Vertrag läuft bis Ende Februar 2020.
Matthias Müller folgt auf Prof. Dr. Martin Winterkorn, der am Mittwoch seinen Rücktritt angeboten hatte.

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