Die letzte Tournee ist das noch lange nicht

Udo Jürgens mit 80 kein bisschen müde 2014 in der Stadthalle Zwickau

- Udo mit 66 in Zwickau - Musentempel und Sportstätte Stadthalle seit 2000 - Programm der Stadthalle und mehr

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"Alles aus Liebe": Liebe Zwickauer, ich bin Euch noch was schuldig. Foto: Stiegler

Die letzte Tournee ist das noch lange nicht

Udo Jürgens mit 80 kein bisschen müde 2014 in der Stadthalle Zwickau


ZWICKAU, im November 2014 – Schon auf dem Weg zur Zwickauer Stadthalle fällt auf: Lange Autoschlangen stauen sich vor dem Musentempel. Viele fremde Kennzeichen von Leipzig bis Dresden deuten auf Ungewöhnliches: Udo Jürgens kommt mit seiner „Mitten im Leben“ Tour nach Zwickau.
3700 Menschen in der ausverkauften Zwickauer Stadthalle sind aus dem Häuschen, der ewig junge Udo Jürgens reißt die Zuschauer von der ersten Minute an von den Stühlen: „Alles aus Liebe“ ist sein Auftakt. Udo ist in Erzähllaune. Er erinnert sich, dass er vor Jahren (2012) zu seinem dritten Gastspiel in Zwickau auf der Bühne zusammengebrochen war und mit dem Privatflieger in die Schweiz ins Hospiz geflogen wurde. „Ich bin Euch was schuldig“, entschuldigt er sich bei Zwickauer Publikum. Udo Jürgens sprüht Lebenslust und lässt 3 Stunden mitreißendes Entertainment folgen.
In Plauderton durchstreift Jürgens das Internet und findet den Gläsernen Menschen: „Sie lesen Deine E-Mails noch bevor Du sie siehst. Furchtbar unmoralisch ist es unter Generalverdacht der Diktatoren zu stehen“. Udo Jürgens versteht es, das alles ohne erhobenen Zeigefinger zu sagen und darüber zu singen und alle lauschen ihn, und applaudieren noch bevor er den „Der gläserne Mensch“ seziert, es folgt der „Gekaufte Drache“ in dem sich der 80ig-Jährige offenbar an die Kindheit erinnert, wo er lieber mit seinem Vater Drachen gebaut hätte, anstatt dass dieser in seiner Fabrik Millionen scheffelte. Die Fans in den Reihen wissen Bescheid und nicken.
Zeit für einen Ohrwurm, daran lässt es Jürgens in den nun folgenden Stunden nicht fehlen: „Griechischer Wein“, „Ich war noch niemals in New York“ und „Immer wieder geht die Sonne auf“ und das Publikum applaudiert stehend.
Udo Jürgens holt sich die hinreißend attraktive schwarze Sängerin Dorothea Loren an die Seite, um „Brücken zu schlagen“ und stellt gleich darauf fest „Es war ein super Sommer!“, um sich dann wieder in Nachdenklichkeit über den Mann zu ergehen: „Wer hält sich für den Größten, seit sich diese Erde dreht, wer spaltet die Atome, bis der ganze Laden untergeht“, der Mann ist das Problem.
Und als das Pepe Lienhard-Orchester nach der Verabschiedung hinter der Bühne verschwindet, ist noch lange nicht Schluss, bis zum Abschiedssong: „Der letzte Ton gesungen, der letzte Akkord verklungen, ... , ich zieh in der Garderobe den Bademantel aus“ vergehen noch etliche Minuten stehender Ovationen für den Mann, der mit 80 noch immer sein Publikum aufmischt. So steht den die Tour „Mitten im Leben“ zu recht unter dem Motto „Seine letzte Tournee ist das noch lange nicht.“
Theo Stiegler
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