Tschick – Jugendstück nach dem Roman von Wolfgang Herrndorf am Zwickauer TIM

Umjubelte Abenteuer auf imaginärer Fahrt mit einem geklauten Lada

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Unter der Regie von Yves Hinrichs gestaltet die kleine Truppe ein Schauspiel, das auf amüsante Weise die Probleme Jugendlicher aber auch die der Eltern durchspielt und dabei den Zeigefinger in der Tasche lässt. Fotos: Peter Awtukowitsch.

Tschick – Jugendstück nach dem Roman von Wolfgang Herrndorf am Zwickauer TIM

Umjubelte Abenteuer auf imaginärer Fahrt mit einem geklauten Lada


ZWICKAU, am 30. April 2014 – Sie sind Außenseiter: Das Reichensöhnchen Maik, Maximilian Beier, und der Immigrantensohn Tschick, Robert Grimm, und ihre Lebenswelten treffen sich sonst nur in der Schule. Mit dem Beginn der Ferien setzt der Frust bei Maik ein.
Als Tschick mit einem geklauten Lada bei Maik auftaucht, nimmt das Abenteuer an Fahrt auf.
Für das Roadmovie genügen dem Zwickauer Theater zwei alte Reifen, die von den Jugendlichen Maik und Tschick als Lada für die rasante Fahrt durch imaginäre Landschaften und Orte sehr illustrativ genutzt werden. Brumm, brumm!


Maximilian Beier gibt den leicht gehemmten Sohn eines hoffnungslos spießigen Vaters, der nie da ist und auch viel Aufmerksamkeit auf seine Geliebte verschwendet. Ute Menzel glänzt mit der Nummer einer hoffnungslos versoffenen Mutter









Das Jugendstück Tschick nach Volker Herrendorfs Roman hatte am Mittwoch eine viel umjubelte Premiere am Zwickauer Theater in der Mühle, TIM.
Teens spielen für Teens. Acht Jugendliche aus der Region, drei Jungens und fünf Mädchen, beweisen ungeahnte Talente als Schauspieler, Musiker und gelangen zu fast schon akrobatischen Leistungen vor dem mehrheitlich mit Jugendlichen besetzten Zuschauerreihen, für die das Theater auch den letzten Zentimeter des Raumes im TIM ausgereizt hat. Das Stück war ausverkauft seit langem.
Der Teenager Maik hat über Jahre ein fast fototreues Bild von seiner heimlichen Flamme gemalt, aber nun ist seine Hoffnung, die Schöne mit dem Kunstwerk zu beeindrucken futsch. Als scheinbarer Langweiler ist er nicht zur Party der Jahrgangsschönsten eingeladen. Tschick ist da nicht so feinfühlig, „dann gehen wir eben uneingeladen hin!“ Robert Grimm ist ein Naturtalent im Darstellen des schnodderischen Außenseiters mit Immigrantenhintergrund. Maximilian Beier gibt den leicht gehemmten Sohn eines hoffnungslos spießigen Vaters, der nie da ist und auch viel Aufmerksamkeit auf seine Geliebte verschwendet. Ute Menzel glänzt mit der Nummer einer hoffnungslos versoffenen Mutter. Michael Schramm gibt als Vater von Maik einen stupiden und wenig erfolgreichen Immobilienmakler, der aber auch alle Klischees deutschen Spießertums mit Vehements auszuspielen weiß.
Knapp anderthalb Stunden Turbulenz lassen keine Sekunde Langeweile aufkommen. Unter der Regie von Yves Hinrichs gestaltet die kleine Truppe ein Schauspiel, das auf amüsante Weise die Probleme Jugendlicher aber auch die der Eltern durchspielt und dabei den Zeigefinger in der Tasche lässt.
Theo Stiegler

Ticket-Service theater zwickau, Gewandhaus, Telefon 0375 274114647, 08056 Zwickau oder Tourist-Information, Hauptstraße 6, 08056 Zwickau, Telefon 0375 19433. zur Stadthalle oder zum Theaterservice

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