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Vom Aufsichtsrat enthauptetes Theater liefert ersten Pfusch: Kultusministerium lässt „zu dünnes“ Konzept durchfallen und streicht Fördermittel

Findeiß: "Noch korrigierbar - Theater nicht ernsthaft gefährdet"



ZWICKAU, 30. Mai 2008 – Die Horrormeldung hieß: „Das Theater Plauen Zwickau ist in seiner Existenz gefährdet“! Das Kultusministerium in Dresden hält 200.000 Euro Fördermittel für die Westsächsische Kulturstätte zurück. Eigentlich war das Geld für den Ausgleich bei den Personalkosten gedacht, der zusätzliche Bedarf entsteht durch erhöhte Tarife und damit gestiegene Personalkosten.



Bürgermeisterin Pia Findeiß




Dazu sagte die Zwickauer Bürgermeisterin für Kultur und Soziales, Pia Findeiß, am gestrigen Nachmittag: „Die Meldung ist so nicht richtig. Zwar hat das Ministerium das Geld gestoppt, aber weg ist es deswegen noch nicht.“ Die Ursache für die Bremse, die aus Dresden kommt, ist mit Querelen um die Besetzung der Intendantenstelle am Theater entstanden. Offenbar war die Vorraussetzung für die Gelder aus Dresden ein neues Konzept für die Spielstätte und über den Kulturraum Westsachsen. Das, was nun im Ministerium vorliegt, „wurde dort“, so die Bürgermeisterin, „als zu dünn“ empfunden. Offenbar war das vom Aufsichtsrat enthauptete Theater nicht in der Lage, seine Arbeit ordentlich zu machen.
Nachdem nun durch den Aufsichtsrat des Theaters und durch die Stadträte von Plauen und Zwickau ein neuer Intendant bestätigt wurde, wird es dessen vordingliche Aufgabe sein, das neue Konzept vorzulegen, dass sollte im Kultusministerium wenigstens eine „befriedigende“ Note erteilen erhalten.
„Die Misere lässt sich noch korrigieren“, ist sich die Zwickauer Bürgermeisterin Pia Findeiß sicher. Aber Eile tut Not. Sonst sind die Fördermittel, um die es hier geht, wirklich weg. „Auch dann ist das Theater nicht am Ende“, sagt Findeiß. Im Verhältnis zum Gesamtetat des Theaters handele es sich um eine relativ kleine Summe, und noch gelte die Aussage der Oberbürgermeister der Städte Plauen und Zwickau: „Das Theater muss auf jedem Fall erhalten bleiben.“
Theo Stiegler
Theo Stiegler
Pressemitteilung aus dem Rathaus
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STADTVERWALTUNG ZWICKAU
Medieninfo Nr. 175 vom 3. Juni 2008
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"DISKUSSION ZUR ZUKUNFT DES THEATERS MUSS SACHLICH UND UNAUFGEREGT ERFOLGEN"
Pia Findeiß reagiert auf offenen Brief von Stadtrat Fischer


Mit Unverständnis reagiert Dr. Pia Findeiß, Bürgermeisterin für Soziales und Kultur, auf die Vorwürfe, die Stadtrat Sven Fischer in Bezug auf die Finanzierung des Theaters heute gegen Sie erhob.
Weder sei sie alleinige Zielscheibe der Kritik des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst (SMWK) noch habe sie dem Stadtrat etwas verschwiegen, weist die Bürgermeisterin die Vorhaltungen zurück.
Wichtig sei jedoch, sich in Zwickau und in Zusammenarbeit mit der Stadt Plauen sowie mit dem Kulturräumen über die Zukunft des Theaters Plauen-Zwickau zu verständigen.
"Diese Diskussion zur Zukunft des Theaters muss sachlich und unaufgeregt und damit jenseits des Wahlkampfes erfolgen!", so Pia Findeiß, die den offenen Brief Fischers nicht direkt erhalten hatte.

Unhaltbar sei dementsprechend der Vorwurf von Stadtrat Fischer, Sie habe die vom SMWK gemachte Auflage verschwiegen, wonach die in Aussicht gestellte Förderung aus dem Strukturfond an die Auflage gebunden sei, ein Konzept zur strukturellen Veränderung des Theaters vorzulegen.
Auf diesen Umstand habe sie bereits in der nicht-öffentlichen Sitzung des Finanz- und Liegenschaftsausschusses am 5. Dezember 2007 hingewiesen. Zu dieser Sitzung war Herr Fischer persönlich anwesend.

Festzuhalten ist des weiteren, dass nicht sie als Bürgermeisterin die "Zielscheibe" der Vorwürfe aus Dresden sei.
Zum einen war das Schreiben des SMWK an die beiden Gesellschafter und an die beiden Kulturräume gerichtet. Zum anderen müssten zwar die Gesellschafter strategische Entscheidungen treffen und tragen.
Klar ist aus Ihrer Sicht aber auch, dass die konzeptionellen Grundlagen hierfür die Geschäftführung zu erarbeiten haben.
Immerhin sind Geschäftführer generell die gesetzlichen Vertreter der jeweiligen Gesellschafter und damit für den Fortbestand des Unternehmens verantwortlich.
Vor diesem Hintergrund sei aus ihrer Sicht auch die Meinung des SMWK zu relativieren.

Falsch seien schließlich Meldungen und Meinungen, wonach das Theater vor dem finanziellen Ruin stehe oder das SMWK die Förderung abgelehnt habe. Pia Findeiß stellt klar, dass das Ministerium weiterhin die Förderung in Aussicht gestellt habe, wenn das besagte Konzept vorgelegt werde.

Bürgermeisterin Dr. Pia Findeiß betont schließlich, dass das Thema der Finanzierung und der Zukunftsfähigkeit des Theaters ein komplexes Thema sei, das nicht allein von der finanziellen Unterstützung aus dem Strukturfonds abhänge.
Ein mindestens ebenso wichtiges Thema ist die Auflösung der Haustarifverträge - die Bedingung an die der Zwickauer Stadtrat die Verlängerung des Grundlagenvertrages geknüpft hatte.
"Unser Mitgesellschafter Plauen lehnte die Auflösung dieser Verträge bisher ab."

Aus diesen Gründen sei deutlich, dass sich die dauerhafte Finanzierung des Theaters nach wie vor im Fluss befinde.
"Wichtig ist", betont die Bürgermeisterin, "die verschiedenen Fragen und Themenkomplexe unaufgeregt und sachlich mit allen Beteiligten zu diskutieren.
In der Öffentlichkeit geäußerte unsachliche Vorwürfe nützen dem Theater nicht, sie schaden ihm vielmehr!"
Erst danach sollte sinnvollerweise über Zwischenfinanzierungen im Stadtrat entschieden werden.


Mathias Merz
Leiter Presse- und Oberbürgermeisterbüro, Stadtverwaltung Zwickau

Ticket-Service theater zwickau, Gewandhaus, Telefon 0375 834647.

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