16. Theaterball des Theaters Plauen-Zwickau - „Mitternachtsspitzen“ im festlichen Saal von Zwickaus „Neuer Welt“

Gershwin gegen Kálmán – da siegt beim Zwickauer Publikum immer Kálmán

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Theaterball Plauen Zwickau: 23.3.2013: Nathalie Senf und Raphael Wittmer mit "Ja so ein Teufelsweib" aus Die Csardasfürstin von Emmerich Kalman. Foto: Theo Stiegler

16. Theaterball des Theaters Plauen-Zwickau - „Mitternachtsspitzen“ im festlichen Saal von Zwickaus „Neuer Welt“

Gershwin gegen Kálmán – da siegt beim Zwickauer Publikum immer Kálmán


ZWICKAU – Eine gute Gelegenheit, die Krawatte gegen die Fliege zu tauschen: Den alljährlichen Theaterball des Theaters Plauen Zwickau im festlichen Ambiente des Zwickauer Ballhauses „Neue Welt“ nutzen denn immer mehr Zwickauer auch, ihre Galagarderobe auszuführen. Generalintendant Roland May selber allerdings bevorzugt einen dünnen Binder. „Den Winter verbannen und endlich Frühling herbeizaubern“, das versprach der Chef des Hauses. Das Philharmonische Orchester des Theaters unter der Stabführung von Tobias Engeli hob denn auch mit der Cubanischen Ouvertüre von George Gershwin an. Allerdings ist Gershwin halt nicht Johann Strauß oder Emmerich Kálmán und der Schwung in den Zuschauerreihen hielt sich vorerst in artigen Grenzen, zumal Opernchef Stefan Bausch gleich ankündigen musste, dass die sympathische griechische Sängerin Chrissa Malianmani wegen Krankheit nicht als „Olympia“ aus Hoffmanns Erzählungen von Jacques Offenbach auftreten konnte. Wetterpech, draußen herrschten minus fünf Grad und die Raucher klapperten sich über eine Zigarettenlänge.
Der zündende Funke der Melodien sprang dann erst mit dem Ballett auf das Publikum über, und begeistert folgten die 500 Gäste des Balls dem Blumenwalzer aus „Der Nussknacker“ von Peter Tschaikowsky, den das Ballettensemble mit Grandesse auf die Bühne brachte. Ganz dem Geschmack des Zwickauer Publikums entsprechend ist Emmerich Kalmans „Csardasfürstin“, die erst vorige Woche in Zwickau Premiere hatte. Nathalie Senf und Raphael Wittmer begeisterten mit „Ja so ein Teufelsweib“ und sicherten so den musikalischen und optischen Höhepunkt des Galaprogramms.




Ballett mit Blumenwalzer aus Der Nussknacker - Anna Belioustava









Der Titel „Mitternachtsspitzen“, den das Theater dem 16. Theaterball gegeben hatte, wurde durch ein fast schon kurioses Ereignis ein wenig getrübt. Das argentinische Tanzpaar Mariana Casagrande und Daniel Oviedo, die auf dem Weg mit dem Zug von München nach Zwickau waren, wurden in Nürnberg von der deutschen Polizei aus der Eisenbahn gefischt und ins Gefängnis geworfen: Sie hatten vergessen, dass es in Old Germany Pflicht ist, Ausweispapiere immer bei sich zu haben. Operndirektor Stefan Bausch bedauerte dies. Die Tanzeinlage mit Argentinischen Tango musste entfallen. Das Publikum selbst war in fortgeschrittener Stunde längst einem offensichtlich sehr vergnüglichen Tanzrausch verfallen.
Für gute Tanzmusik war bestens gesorgt: Den Saal des Ballhauses mischte die Henry Bittner Band auf und das Foyer beherrschten abwechselnd „Die Muggefugg Symphoniker“ und „Saxnrock“ mit zündendenden Melodien die Szene. Live ist eben Live und vor allem wenn’s um gute Tanzmusik geht.
Theo Stiegler




Theaterball Plauen Zwickau: 23.3.2013: Kapellmeister Tobias Engeli und Damen vom Chor des Theaters
zur Theater-Website Kartentelefon 0375 274114647


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