Musical „Sugar – manche mögen’s heiß“ von Peter Stone und Jule Styne auf der Zwickauer Freilichtbühne

Ein Mädchen oder ein Junge – macht nichts „Nobody is perfect“

Hier geht´s zurück zur HOMEPAGE


Star der Girls-Band ist zweifellos Sugar Kane, aber sie sorgt auch für reichlich Verwirrung in den Köpfen ihrer Verehrer

Fotos: Awtukowitsch

Musical „Sugar – manche mögen’s heiß“ von Peter Stone und Jule Styne auf der Zwickauer Freilichtbühne

Ein Mädchen oder ein Junge – macht nichts „Nobody is perfect“


ZWICKAU – Manche mögen‘s heiß. Heiß ging’s her diese Woche auf der Freilichtbühne in Zwickau mit dem Saisonhöhepunkt des Theaters Plauen-Zwickau. Das Musical „Sugar – manche mögen‘s heiß“ nach Billy Wilders Filmkomödie bereitete den Zuschauern und auch den Ensemblemitgliedern sichtlich Spaß, und so tobt denn die Gesellschaft um die Damenband „Society Syncopators“ voller Schwung und Pep über die Bühne am Schwanenteich. Nach zwei Jahren Zwangspause erfreut sich das Zwickauer Publikum wieder an der beliebten Spielstätte am Schwanenteich. Unter der Regie von Tim Heilmann laufen die Akteure zur Hochform auf. Das Philharmonische Orchester, Stabführung André Cipowicz, spielte sichtlich entspannt und locker im Sound der Dreißiger auf.



Die beiden arbeitslosen Musiker Joe, Daniel Koch, und Jerry, Daniel Tille, schlüpfen in Frauenkleider und tauchen auf der Flucht vor den Gangstern in der Girl-Band Society Syncopators unter, fertig ist das Verwirrspiel vom Feinsten.











Man weiß gar nicht, wem man zuerst nennen soll. „Sugar“ die naive sexy Hauptdarstellerin, Natalya Bogdanis, mit der umwerfenden Interpretation der Rolle von Sugar Kane, die einst Marylin Monroe in den Filmhimmel katapultierte, oder Sweet Sue, der Chefin der Mädchenband, die von Ute Menzel mit dem ihr eigenen Charme und durchdringender Stimme das Freilichtbühnenrund allein unterhalten könnte . Dazu kommt, man möchte sagen Daniel im Quadrat, das Duo Joe, Daniel Koch, und Jerry, Daniel Tille, die die beiden stellungslosen Musiker aufs Köstlichste verkörpern. Die Unglücksraben werden zufällig Zeugen von einem Mafiamord, nun sind sie der Verfolgung durch die Gangster ausgesetzt. Dieter Maas gibt einen flippigen Mafiaboss in Nadelstreifen, Spats Palazzo, und erhält viel Beifall für Slapstick mit Gang.
Auf der Flucht vor der Mafia verstecken sich die Beiden in der Girlsband und schon sind die Verwirrungen programmiert. Die Verführungen der Sexydamen der Band überwältigen die unter Frauenkleidern getarnten Filous. Im Zug von Chicago nach Miami, Ausstattung Gretl Kautzsch, bieten sich die schönsten Gelegenheiten für Josephine und Daphne, so die Tarnnamen von Joe und Jerry, um den Mädchenduft der Band in vollen Zügen zu inhalieren, aber auch, um von einer Verlegenheit in die andere zu stolpern. Besonders Daniel Tille als Daphne schwebt auf Wolken und weiß gelegentlich nicht mehr, „was bin ich?“, ein Mädchen oder ein Junge. Für den „Millionär“ Sir Osgood Fielding, Marius Marx, kein Problem. Der alte Schwerenöter hat sich in Daphne verliebt, und da spielt es für ihn am Ende keine Rolle, dass ihm seine Angebetete offenbart: „Wir können nicht heiraten, ich bin doch ein Mann!“ Was Osgood Fielding mit einen der bekanntesten Filmsätze der Kinogeschichte vom Tisch wischt: „Nobody is perfect“.



Gangsterboss Spats Palazzo, Dieter Maas, glänzt mit seiner Gang im schönstem Slapstick und macht hier niemanden Angst.
Verdient erhält das Ensemble viel Beifall auf offener Szene und am Schluss, so dass die Veranstaltungen fast noch die magische Grenze von 22 Uhr überschreiten. Das ist die von den Gerichten errichtete Schallgrenze, schließlich hat die Justiz dem Nachbarn der Freilichtbühne seinen Nachtschlaf zugesichert.
Theo Stiegler

Millionär Osgood Fielding, Marius Marx, hat sich unsterblich in „Daphne“, Daniel Tille, verliebt, da macht es bitteschön auch nix, als diese ihm offenbart: Ich bin ein Mann! „Nobody is perfect!“
Fotos: Awtukowitsch.
zur Theater-Website Kartentelefon 0375 274114647

Mail to Stiegler




Besuche "Tannhäuser"counter
Besuche DerZwickauer counter
hier geht´s nach oben und
hier geht´s zurück zur Homepage