"Streik löst Arbeitslosigkeit aus und schadet der Region"


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"In Verantwortung für uns und Westsachsen"


Die Oberbürgermeister und Bürgermeister der Städte Crimmitschau' Glauchau, Meerane, Werdau und Zwickau, die im Rahmen des Städtevertrages Regionsmarketing Südwestsachsen zusammenarbeiten, sehen die gegenwärtige Streiksituation in Sachsen mit allergrößter Sorge.In einer Bürgermeisterberatung am 20. Juni wurde ein offener Brief verfasst, in dem sich die Oberbürgermeister und Bürgermeister an die Mitglieder der IG Metall wenden: In Verantwortung für uns und Westsachsen. Offener Brief an die Mitglieder der IG Metall: Sehr geehrte Mitglieder der IG Metall, um es vorweg zu nehmen:
Wir verstehen Ihr Anliegen, die Ost-West-Lücke bei den Arbeits- und Lebensverhältnissen zu schließen. Wir akzeptieren jedoch nicht den Zeitpunkt und die Art und Weise wie dies erfolgen soll. Wir sind der Auffassung, dass Ihr Verhalten unsere Region zutiefst schädigt. Ihr Verhalten richtet sich letztlich gegen Ihre eigenen Interessen, da Sie die Städte und Gemeinden und die Unternehmen -und damit alle Menschen in unserer Region - in eine äußerst schwierige Lage bringen, die so schon schlimm genug ist. Wir meinen, dass Sie uns mit Ihrem kurzfristigen Denken in der Entwicklung zurückwerfen und uns allen großen Schaden zufügen. Warum?
1. Der Streik löst Arbeitslosigkeit aus. Arbeitsplätze werden hier abgebaut und woanders wieder aufgebaut. Unsere Unternehmen sind gefährdet.
2. Sie „verstreiken" die Wettbewerbsvorteile der Industrie-Standorte im Osten und fördern z.B. die Umorientierung von Unternehmen und Arbeitsplätzen in die künftigen EU-Nachbarländer.
3. Die Belastungen mit Steuern, Gebühren und Abgaben sind für uns alle an einem Punkt angekommen, der die Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigt. Und nun setzen Sie mit Streik für eine Verkürzung der Arbeitszeit eine weitere Belastung obendrauf. Diagnose: Herzinfarkt. Die Region stirbt.
4. Produktivität, Arbeitsmarktlage und Kapitalausstattung sind auch Maßstab für die Regelungen der Arbeitszeit. Die Position des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, die wirtschaftlichen Voraussetzungen für eine veränderte Arbeitszeitgestaltung halbjährlich unter diesen Gesichtspunkten zu prüfen, ist vernünftig und richtig;
5. Wir arbeiten jeden Tag mit ganzer Kraft, um das Schiff "Region Westsachsen" auf Kurs zu halten. Wenn uns nun - durch ihre Aktion -die Unternehmen wegbrechen, kommen wir in stürmische See. Wir appellieren an Sie ALLE,.das Augenmaß für das Mögliche zu wahren. Widerstehen Sie bitte der Versuchung. mehr haben zu wollen, als Ihre und unsere Leistungen hergeben.

Beschaffer von Arbeits- und Ausbildungsplätzen

Die Unternehmen unserer Region sind wesentliche Beschaffer von Arbeits- und Ausbildungsplätzen. Ihre Leistungsfähigkeit zu unterstützen, ist eine wesentliche Aufgabe. Mit Bitternis gratulieren wir Ihnen zu Ihrer "großartigen wirtschafts- und industriepolitischen Leistung", die zeigt, dass Ihnen die Interessen der Allgemeinheit vollkommen egal sind. Das Soziale, die Solidarität bleibt auf der Strecke. Kehren Sie bitte dahin zurück, so Sie gebraucht werden: an Ihrem Arbeitsplatz in Ihrem Unternehmen, in Ihrer Gemeinde oder Stadt. Die (richtige) Zeit wird kommen, wo Antworten auf die Frage einer Arbeitszeitverkürzung gegeben sind. Lassen Sie die Zeit für sich arbeiten. Bekanntlich wächst das Gras auch nicht schneller, wenn man daran zieht.
Dietmar Vettermann Oberbürgermeister Stadt Zwickau
Professor Lothar Ungerer Bürgermeister der Stadt Meerane
Volkmar Dietrich Oberbürgermeister der Stadt Werdau
Karl Otto Stetter Oberbürgermeister der Stadt Glauchau
Urich Wolf Bürgermeister der Stadt Crimmitschau
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