Elf Jahre aus dem Leben von Frank Sinatra und Ava Gardner im Zwickauer TIM



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Premiere von „My Way“ bringt Hollywood der Fünfziger ins Zwickauer TIM


Glück und Krach mit Frank Sinatra und Ava Gardner


Zwickau, am 30. Oktober 2006. ZWICKAU – Ein Paar liebt sich, ein Paar streitet sich, vor der Tür lauern die Fotografen. 1950 hießen die noch so. Jörg Simmat und Marie-Lousie von Gottberg spielen das Leben von Frank Sinatra und Ava Gardner. In der intimen Atmosphäre des Zwickauer Kellertheaters Theater in der Mühle feierte am Montag „My Way – The True Story of Frank Sinatra & Ava Gardner“ von Andy Hallwax die deutsche Erstaufführung.
Nun erwartet wohl niemand, dass die Originalstimme von „The Voice“ live im Zwickauer Theater erklingt. Artig applaudiert das Publikum die Gesangsstücke im ausverkauften TIM. Und so bleibt die Geschichte zunächst gespieltes Leben. Zwickaus gewählter Publikumsliebling Jörg Simmat gibt Coolness a la Hollywood der Fünfziger mit Whiskeyglas in der Hand und lässiger Zigarette im Mundwinkel, Marie Louise Gottberg entfaltet mit geschlitzten Kleid und durchsichtiger Bluse Sexappeal, und die Nähe im Keller der ehemaligen Stadtmühle tut ihre Wirkung, die Atmosphäre des Spieles umfängt Besucher und Schauspieler auf angenehme Weise. Vier Musiker des Zwickauer Ensembles bleiben hinter transparenten Vorhang und unterhalten mit Saxophon, Frank Gareis, Kontrabaß, Thomas Böttcher, Schlagzeug, Anette Weisheit und Klavier, Rudolf Hild. Schnell löst sich die Erwartungshaltung gegenüber großen Namen, und es stellt sich Freude über das abwechslungsreiche Spiel von Simmat und Gottberg ein. Ein Besucher flachst: „Die Gottberg ist eine göttliche Schauspielerin, aber mit Singen sollte sie sich etwas zurückhalten.“ Das war nicht wirklich bös’ gemeint. Marie-Louise Gottberg gewinnt das Publikum mit dem Spiel einer exaltierten Diva. Simmat wirkt in der Premiere noch ein wenig angestrengt ob der großen Verantwortung, die ihm Sinatra aufbürdet. Trotzdem findet er sein eigenes Spiel. Dann plötzlich ist die Verbindung doch da: Die Melodie von „Love and Marriage“, wem klingt nicht sofort „Eine schrecklich nette Familie“ im Ohr, bringt den Hauch von Frankyboy persönlich ins TIM. Das steigert sich weiter mit „New York, New York“ und gipfelt mit „Straingers In The Night“. Am Ende kann das Zwickauer Publikum nicht genug von den Akteuren bekommen, immer wieder stimmen die Musiker zum Da Capo an. Eine geglückte Inszenierung von Christine Zart, die den schmalen Grat zwischen allzu großen Erwartungen und eigenen Spiel gefunden hat.
Premiere in Plauen am 9. November, nächste Vorstellungen in Zwickau am 16. und 29. November. Ticket-Service theater zwickau, Gewandhaus, Telefon 0375 834647.
Theo Stiegler

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