Wie die Schwäne ins Zwickauer Stadtwappen kommen - Sage

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Drei Schwäne zieren das Stadtwappen von Zwickau, die auch die Schwanenstadt genannt wird.

Drei Schwäne zieren das Stadtwappen von Zwickau, die auch die Schwanenstadt genannt wird.

Drei Schwäne zieren das Stadtwappen von Zwickau, die auch die Schwanenstadt genannt wird. Der heutige Schwanenteich wurde von Zwickauer Bürgern um 1470 als künstliches Gewässer angelegt, zum Schutz, als Wasserreservoire und zum Fischen. Lange davor, so berichtet die Sage, gab es schon einen kleinen See, der Schwanenteich genannt wurde. An dem lebte ein alter Mann Benno mit einem Jüngling namens Friedbert, den die Kriegswirren hierher verschlagen hatten. Als der Alte sein letztes Stündlein läuten hörte, vertraute er seinem jungen Freund ein Geheimnis an. Einst als Ritter, hatte er seinen Diener im Zorn erschlagen und wurde von seinem Dienstherren verbannt. Nach langen Irrfahrten und Schiffbruch vor der griechischen Insel Naxos gelangte Benno an den Hof des Fürsten Zeno. Zunächst gut aufgenommen, war die Freundschaft passé, als Friedbert sich in die schöne Prinzessin Zoe verliebte und diese gern zur Frau gehabt hätte. Statt Braut gab's Kerkerhaft. Ein Freund half, und so war wenigstens die Freiheit wiedergewonnen. Doch die Liebe brannte. Einen winzigen Hoffnungsschimmer brachte das Wissen, Zoe war kein gewöhnliches Mädchen. Von einer Fee abstammend, hatte sie die Fähigkeit sich in einen Schwan zu verwandeln. Gemeinsam mit Freundinnen flögen sie als Schwäne zu einem Zaubergewässer und badeten dort als Jungfrauen, was ihnen ewige Schönheit bewahre, wußte Benno von einem Arzt. Drei solche Quellen seien auf der Erde und eine davon befinde sich in Europa, am Fuße eines kleinen Gebirges. Nach endlos langem Suchen hatte sich Benno just an dem Schwanenteich am Fuße des Erzgebirges niedergelassen und richtig eines Tages konnte er beobachten, wie drei Schwäne ins Schilf einfielen. Gleich darauf sprangen drei wunderschöne Mädchen nicht weit von der Schilfstelle ins Wasser, tollten unbeschwert beim Baden. Benno erkannte Zoe und unvorsichtigerweise rief er sie in seiner Freude beim Namen. Die Jungfrauen erschraken schlüpften in ihre Kleider und Benno hörte noch das Rauschen der Schwanenflügel. Nur einen Rubinring fand er an der Stelle, wo das Schilf von den Mädchen niedergetreten war. Benno starb als Greis, ohne jemals wieder die Schwäne zu erblicken. Friedbert vergaß die Geschichte nicht und voll Aufmerksamkeit saß er oft am Ufer. Eines Tages wurde sein Warten belohnt, die Jungfrauen badeten im See. Gewitzt durch die Erzählung des Alten suchte er erst die Stelle, wo die Schwäne sich niedergelassen hatten und fand drei Schleier. Einen davon nahm der Jüngling. Das Mädchen konnte sich nicht zurückverwandeln und mußte am See bleiben. Sie freundete sich mit Friedbert an und bald wollten sie auch Hochzeit halten. Kalliste, so hieß die Maid, war die Tochter eben jener Zoe aus Naxos und hatte trotz strengen Verbots durch die Mutter, den Flug ans Erzgebirge gewagt. Gemeinsam mit seiner Braut reiste Friedbert zu seinen Eltern, die im Schwabenlande wohnten. Das Verhängnis nahte. Den Schleier, den er bis dahin sorgfältig versteckt gehalten hatte, vertraute er seiner Mutter an, sagte ihr aber nichts von seinem Geheimnis. Die Mutter zeigte das zarte Gewebe Kalliste, die sich den Schleier überwarf und als Schwan vor dem erschrockenen Blicken von Friedberts Mutter davonflog. Der Zauber war stärker als die Liebe und hatte das Mädchen gezwungen. Nun blieb Friedbert nichts weiter übrig, als nach Naxos aufzubrechen, wollte er seine Braut jemals wiedersehen. Auf Naxos war die Schöne aber nicht gleich zu finden. Und erst als Friedbert durch allerlei Heldentaten am Hof zu Ehre n gekommen war, fiel der schönen Zoe der Rubinring, den Friedbert einst von Benno bekommen hatte, auf, denn Friedbert trug diesen stets als Andenken. Nun kam die ganze Geschichte an den Tag. Kalliste beweinte in einem Kloster ihre Liebe, von der sie durch den Zauber getrennt worden war. Schnell reiste Zoe mit Friedbert zum Kloster. Nun konnte die Hochzeit gefeiert werden und Zwickau hat seine drei Schwäne im Wappen davon behalten.
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