Tanztheater "Schumann's Art" zu Ehren von Robert Schumann zum 150. Todestag uraufgeführt


Übrigens: zum Thema Deppenapostroph ist seit 1999, als der Spiegel einen schönen Aufsatz dazu veröffentlichte, eine Unzahl von Artikeln und Beiträgen erschienen. Goggle weist derzeit 26500 Eintragungen unter dem Stichwort "Deppenapostroph" aus.

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Johannes Brahms, David Bendl, Krzysztof Gradzki Schumann als Florestan, vorn Linda Kuhn als Clara und Bronislav Roznos, Schumann als Eusebius. Fotos:theater plauen-zwickau

Tanztheater „Schumann’s Art“ von Bronislav Roznos erlebt Uraufführung im Zwickauer Gewandhaus

Lang anhaltender Beifall belohnt Tänzer und Ballettmeister


ZWICKAU am 9. Juni 2006 - Vier Wände aus dünner Gaze symbolisieren den quadratischen Raum der Irrenanstalt Endenich in Bonn, in dem der Komponist Robert Schumann seine letzten zwei Lebensjahre von 1854 bis 1856 verbrachte. Der schizophrene Robert Schumann zwischen Wachen und Träumen. Das Tanztheater der vereinigten Bühnen Plauen Zwickau leistet mit der Uraufführung des Spieles „Schumann’s Art“ von Bronislav Roznos am Freitagabend seinen Beitrag zum 150. Todestag des großen Komponisten. Lang anhaltender Beifall belohnte die Tänzer für ihr zweistündiges Spiel vor ausverkauftem Haus in Zwickau. Die zwiegeteilte Figur des Robert Schumann in seinen letzten Lebensjahren löst Bronislav Roznos durch die Aufteilung der gespaltenen Persönlichkeit auf zwei Tänzer. Roznos selbst übernimmt den Part reifen Schumann, Eusebius, und überlässt den jungen Schumann, Florestan, seinen Partner Krzysztof Gradzki; der vor allen erobert mit leichten, eleganten Tanz im Laufe des Abends die Herzen der Zuschauer. Strenge schwarze Kostüme und sparsame Dekoration, Ausstattung Robert Schrag, schaffen klare Linien im Spiel. Eine Ausnahme vom Schwarz der Kostümeerhält nur Clara Schumann, die von der frisch anmutenden Linda Kuhn ausdrucksvoll gestaltet wird. Clara trägt zum schwarzen Kostüm einen roten Samtmantel. Der starke Ausdruck des Spiels lebt durch ausdrucksvollen Tanz, eine große Ensembleleistung der Tanz-Compagnie des Theaters Plauen Zwickau, untermalt durch blendendes, vom Computer gesteuertes Lichtspiel der Lasermaschinen.


Kellnerin Charitas weiht Schumann als Florestan in die Geheimnisse der Liebe ein. Fotos: Peter Awtukowitsch


Ein sehr hart angeschlagenes überlautes Klavier ist immer zu hören, wenn durch Schumanns „Träumerei“ das musikalische Leben des Komponisten thematisiert wird. Das Spiel endet in musikalischen Dissonanzen, wenn die Leiden Schumanns im Irrsinn gipfeln. Für die tänzerischen Passagen greift der Ballettmeister Roznos auf die Musik anderer Komponisten zurück, Filmmusik von Iglesias, Berghaus und Horner bilden den Backround für den Tanz. Jugend, Pubertät - Roznos verzichtet glücklicherweise auf derbe Ausdrucksmittel der sexuellen Aufklärung des jungen Schumann durch die freizügige Kellnerin Charitas, Kati Schmidt, – Werbung um die geliebte Clara und Komponistenleben mit Szenen der Bekanntschaft der Schumanns mit Johannes Brahms wechseln mit Szenen aus der Krankengeschichte des Komponisten. Nächste Aufführungen am 13. und 17. Juni, jeweils 19.30 Uhr. Ticket-Service theater zwickau, Gewandhaus, Telefon 0375 834647 Theo Stiegler
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Die nächste Vorstellung in Zwickau am 13. Juni 19.30 Uhr. Ticket-Service theater zwickau, Gewandhaus, Telefon 0375 834647. Theo Stiegler


Ticket-Service theater zwickau, Gewandhaus, Telefon 0375 834647, 08056 Zwickau oder Tourist-Information, Hauptstraße 6, 08056 Zwickau, Telefon 0375 19433. zur Stadthalle oder zum Theaterservice
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