Robert-Schumann-Preis 2007 - Anton Kuerti dankt mit hinreißenden Konzert

siehe auch Robert Schumann - Zwickaus großer Sohn wird von der Muldestadt geehrt Hier geht´s zurück zur Homepage


Der Oberbürgermeister der Schumannstadt Dietmar Vettermann überreichte am Sonnabend, 25. August 2007, den Schumannpreis an den kanadischen Pianisten Anton Kuerti.








Anschließend an die Preisverleihung gaben der Preisträger Anton Kuerti und der Laudator Kolja Lessing eine hinreißende Probe ihres Könnens, sie spielten die "Zweite große Sonate für Violine und Klavier d-Moll op.121" von Robert Schumann.



















Treffen zweier Freunde am Rande der Preisverleihung - Kammersänger und Schumannpreisträger Peter Schreier und Anton Kuerti nutzten die Gelegenheit zu einem Wiedersehen in Zwickau. Fotos: Stiegler


Anton Kuerti erhält den Schumann-Preis 2007 und trifft alte Freunde


ZWICKAU - 26. August 2007. Am vergangenen Sonnabend überreichte der Zwickauer Oberbürgermeister Dietmar Vettermann den diesjährigen Robert-Schumann-Preis an den kanadischen Pianisten Anton Kuerti, 69.
Nachdem bereits zum Auftakt der diesjährigen Zwickauer Musiktage die kanadische Musikwissenschaftlerin Margit L. McCorkle den Robert-Schumann-Preis 2007 überreicht bekam, unterbrach ihr Mit-Preisträger Anton Kuerti eine Englandtournee für einen Abstecher nach Zwickau, um im Schumannhaus seinen Preis entgegenzunehmen.

Nachdem der Stuttgarter Musikprofessor, Pianist und Violonist Kolja Lessing als Laudator viel Lob über die besonders einfühlsame Interpretation Kuertis gesagt hatte, zeigte sich der Geehrte gerührt: „Es ist eine hohe Ehre den Preis mit den Namen des von mir so hoch geehrten Musikers zu erhalten. Man ist fast beschämt, ob der vielen ehrenden Worte, besonders wenn man versprochen hat, das Gesagte sofort unter Beweis zu stellen“. Kuerti sagte es und griff in die Tasten. Es war nicht zuviel versprochen: Einfühlsam und leidenschaftlich spielte er die C-Dur Fantasie op. 17 und dann gemeinsam mit seinem Laudator, dem Pianisten und Geiger Kolja Lessing - Professor an der Stuttgarter Musikhochschule und selbst bekannter "Schumannianer" -, die Schumann-Violinsonate d-Moll op. 121. Schnell verrinnt eine Stunde im Rausch der Sinne. Mal leise und einfühlsam, mal im Trommel prasselnder Töne, immer publikumsnah auf eindringlichen Schwingungen der Saiten des Steinway&Sohn-Flügels daherkommend, genossen die Besucher das Fest der Schumannschen Musik, mit dem sie der neue Schumann-Preisträger verwöhnte. Mit minutenlangem Beifall bedankten sich die Besucher im vollbesetzten Konzertsaal des Robert-Schumann-Hauses.
Gerd Nauhaus, langjähriger Chef des Schumannhauses und Vorsitzender der Schumanngesellschaft spricht über Kuerti: „Eine Maxime seines vollendeten, aber unspektakulären und verinnerlichten Spiels stellt Anton Kuerti so dar: ‚Die wichtige Sache ist: nicht pedantisch und diktatorisch mit der Musik umzugehen, sondern sie intelligent und verstehbar zu gestalten’." Am Ende waren es dann doch zwei Schumannpreisträger, die sich am Sonnabend im Schumannhaus trafen: Im gut gefüllten Zuschauerraum war Kammersänger Peter Schreier, selbst Schumannpreisträger, als Gast zu entdecken. Selbst ein großer Verehrer der Musik des Zwickauer Komponisten Schumann, nahm Schreier die Zwickauer Preisverleihung gern zum Anlass, seinen Freund Kuerti, den er aus den Konzertsälen der Weltstädte New York und London kennt, im sächsischen Zwickau wieder zu sehen.
Kuerti, seit vielen Jahren im kanadischen Toronto ansässig, kam im Anschluss an eine England-Tournee nach Zwickau, er war nicht zum ersten Mal in der Muldestadt. Nauhaus weiß: Bereits vor 30 Jahren gastierte der Meisterpianist einmal im Sinfoniekonzert unter dem Dirigat von Schumann-Preisträger Albrecht Hofmann. Anton Kuertis Familie stammt aus Wien, wo er 1938 geboren wurde, die österreichische Heimat aber wegen des Einmarschs der Nazis fast unverzüglich verlassen musste. In den USA erhielt der begabte Musiker seine Ausbildung in Komposition (mit 12 Jahren schrieb er das erste eigene Musikstück) und Klavierspiel.
Theo Stiegler


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