Robert Schumann und eine Schau auf seine künstlerischen Freunde im Zwickauer Museum


Der Komponist mal anders - Zum Staunen und Schwärmen im
200-ertsten Geburtsjahr des Romantikers



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Poesie, Geist und Gemüt im Musiksalon - Installation von Janet Grau zum 200ersten Geburtag des Komponisten Robert Schumann.
Fotos: Theo Stiegler



Robert Schumann und eine Schau auf seine künstlerischen Freunde im Zwickauer Museum


Der Komponist mal anders - Zum Staunen und Schwärmen im
200-ertsten Geburtsjahr des Romantikers


ZWICKAU im Sommer 2010 – Vorhang auf, die Vorstellung kann beginnen. Janet Grund hat Robert Schumann und seine Künstlerfreunde über 150 Jahre im Zwickauer Museum inszeniert. Seit Sonntag hat das Spektakel geöffnet. Da begrüßen uns zunächst eine Reihe unbedarfter Menschen auf dem Bildschirm, wie sie Schumann in einer Endlosschleife summen, brummen, singen und spielen, die meisten haben die Melodie der „Träumerei“ im Ohr und auf der Zunge. Die Performance-Künstlerin Janet Grund hat sie per Video eingefangen, wie sie sich im Robert-Schumann-Museum von der Frage „Kennen Sie Schumann?“ überraschen ließen.

Schumanns Toccata C-Dur, opus 7, 1834 seinem Freund Ludwig Schunk gewidmet, hier mal in Farben und Formen umgestzt durch den Maler Thomas Grochowiak.




Das ist die Ouvertüre zur Ausstellung, die zunächst die Museumskuratorin Petra Lewey in Schwärmerei verfallen lässt: „Man kann sich vollends in das Leben von Robert Schumann, wie es die Freunde, Künstler und Fans über 150 Jahre gesehen haben, vertiefen.“ Die Ausstellung ist vergnüglich, bunt und lebensfroh. Lewey, die Wissenschaftlerin, weiß zwar: „Kitsch und Werbematerial hat eigentlich nicht viel mit dem Anspruch eines Kunstmuseums zu tun, aber dem Rahmen passt es schon.“
Und so reicht die Palette der Exponate vom japanischen Etui mit Räucherstäbchen drin und Schumannporträt darauf bis zur anspruchsvollen Serie von Lithographien von Max Pechstein, die genau genommen eine Reflektion von Reflektionen ist. Um 1910 schuf der Zwickauer Maler die Bildserie zur Russischen Balletttruppe „Ballet Russes“, die 1909 ganz Europa mit den Szenen zu Schumanns Klavierzyklus „Carneval“ in Entzücken versetzte.
Alles in den Räumen des Museums atmet Schumann. Petra Lewey: „Je länger wir suchten, um so mehr Material fanden wir, unmöglich das Leben von Robert Schumann und seine künstlerischen Spuren weltweit einzufangen.“ Trotzdem zeigt die Ausstellung eine eindrucksvolle Reise über drei Jahrhunderte und über alle Kontinente mit Robert Schumann, das reicht von der amerikanischen Zahnpastareklame, für die Schumann herhalten muss, über Bildpostkarten des Jugendstils, bis hin zum Wohnambiente der Musikerfamilie im Biedermeierzimmer mit Bierkrügen und Sammeltellern aus Porzellan, von mit Kissen bestückten Kuschelecken für Musikgenießer, die Kissen zeigen sämtlich Drucke mit Szenen aus 150 Jahren Schumannverehrung, Biedermeier, Jugendstil und Moderne begegnen sich in Schumannmotiven: Janet Grund hat mit Gymnasiasten des Clara-Wieck-Gymnasiums eine neue Serie von Bildpostkarten zu Schumann-Liedern und Zyklen geschaffen, die eine moderne und jugendliche Sicht auf Szenen der Romantik zeigen, die schon vielfach im 19. Jahrhundert Anlass für romantisch gestaltete Postkarten mit Schumannbildern, Liedernoten und Liedtexten waren. Die alten Karten sorgten Anfang des 20. Jahrhunderts in ihrer poetischen und schwärmerischen Darstellung für eine weltweite Verbreitung der Werke von Robert Schumann, sie sind noch heute Gegenstand von Sammelleidenschaften.
Theo Stiegler

Janet Grau: Lieder und Liebe 2010 - zu erleben 2010 im Städtischen Museum Zwickau.

Nächste Vorstellung zur Theater-Website . Karten 0375 274114647.
Ticket-Service im Gewandhaus 0375 27411 46 47 oder 0375 27411 46 48 und zur Theater-Website


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