„Scheherazade“ als Ballett von Torsten Händler am Gewandhaus in Zwickau

Faszinierendes Märchenspiel aus tausend und einer Nacht begeistert das Publikum

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Mit dem Trick des wallenden Luftkissens gelingt es den Zwickauern auch den Teppich zum Fliegen zu bringen. Prinz Kamar, Daniel Veder, nutzt die Gelegenheit über die Bühne zu schweben. Fotos: Awtukowitsch

„Scheherazade“ als Ballett von Torsten Händler am Gewandhaus in Zwickau

Faszinierendes Märchenspiel aus tausend und einer Nacht begeistert das Publikum


ZWICKAU, am 12. Juni 2013 – Da sind sie, die Traumbilder orientalischer Märchen: Aladdin und die Wunderlampe, Sindbad der Seefahrer, Ali Baba und die 40 Räuber. Sie alle sind angetreten, das Leben der Scheherazade, Maki Taketa, zu retten. Sultan Schahriyar, Kojiro Zuzuki, hat die schreckliche Gewohnheit, seine Ehefrauen nach der ersten gemeinsamen Nacht zu ermorden. Wer hat die Märchen aus 1001 Nacht nicht schon oft gehört oder auch in Filmen gesehen. Scheherazade erzählt um ihr Leben, nur immer schön neugierig halten, heißt ihre Devise, mit der es ihr gelingt, den furchtbaren Herrscher davon abzuhalten, ihr am Morgen nach der gemeinsam verbrachten Nacht, den Hals umzudrehen.
Das Theater Plauen-Zwickau zeigt das Ballett „Scheherazade“ von Torsten Händler am Zwickauer Gewandhaus in einer Uraufführung.
Torsten Händler hat die Geschichte der Scheherazade mit seiner Ballettkompagnie in Szene gesetzt, und Maki Taketa als orientalische Prinzessin schwebt schwerelos über die Gewandhausbühne, sie verwandelt mit ihren Geschichten und Traumbildern den mürrischen, frustrierten und schwerfälligen Sultan in einen neugierigen und lebenshungrigen Mann, der natürlich am Ende nach tausend und einer Nacht voller Spannung nicht mehr von seiner faszinierenden Frau lassen kann. Da gelingt es Kojiro Suzuki als Sultan nicht nur durch elegante und kraftvolle Sprünge sein Innenleben und seine Metamorphose auszudrücken – auch sein Mienenspiel ist voller Ausdruck und Verwandlung in den anderthalb Stunden vor dem ausverkauften Gewandhaus in Zwickau ist beeindruckender Tanz und Theater ohne Worte.



Scheherazade, Maki Taketa, fesselt den Sultan zunehmend durch ihre Kunst des Märchenerzählens. Das kann sie auch ohne Worte. Mit ausdrucksvollem Tanz gewinnt sie den furchtbaren Herrscher für sich.









Das beeindruckte Publikum ist schon in der Pause voll des Lobes über die Inszenierung der orientalischen Märchenwelt. Vor den Augen des Publikums entfaltet sich der Zauber und die Pracht des Lebens am indischen Herrscherhaus. Ausstattung und Gewänder Manuela Geisler. Einfach und sehr wirkungsvoll glitzert im Bühnenhintergrund ein überdimensionales Luftkissen, das alles sein kann – Wolke, Welle, Betttuch oder Divankissen. Ganz nebenbei wird der Balg auch Höhle und Versteck für die Räuber, die Ali Baba, Camilla Schmidt, auf den Hals hat.
Am wirkungsvollsten allerdings ist der Glitzerwall als Kontrast für das Leben, das das Ensemble vor dem Hintergrund ausdrucksvoll tanzt. Ganz ohne Worte und unter der Musik von Borodin, Ravel und Rimski-Korsakow vollzieht sich unter der Stabführung von Kapellmeister Tobias Engeli die Wandlung des Herrschers. Die wechselnden farbigen und dynamischen Bilder der Märchenszenen bieten nicht nur dem Sultan Unterhaltung, begeistert zeigt sich das Publikum von der opulenten Szenerie der Märchenwelt aus tausend und einer Nacht. Lang anhaltenden Beifall belohnt die gelungene Premiere im Zwickauer Gewandhaus.
Händler als Ballettchef am Theater Plauen-Zwickau zieht zunehmend auch junges Publikum ins Theater. Tanzstücke wie „Die Welt am Abgrund“, „Der Nussknacker“, „Der Traum der Mücke“ und nun „Scheherazade“ bieten ein beeindruckendes Repertoire mit zunehmendem Erfolg beim Zwickauer und Plauener Publikum. Ausverkaufte Häuser sprechen für sich.
Theo Stiegler
01: Colombe Vananbelle als eine der vielen Ehefrauen des Sultans, Kojiro Suzuki, gelingt es nicht, den Herrscher aus seiner tödlichen Frustration zu befreien.
Theo Stiegler
Nächste Vorstellungen 21. April 2013 jeweils 15 Uhr, 19. Mai 18 Uhr, 1. Juni 19.30 UhrKartentelefon 0375 274114647




Schehrazade, Maki Taketa, betört ihren Gatten, den Sultan, Kojiro Suzuki, mit ihrer Kunst des Erzählens. Nach tausend und einer Nacht hat sie ihm auch drei Kinder geboren.
zur Theater-Website Kartentelefon 0375 274114647


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