Vom 13. bis 15. August 2009: Die Sachsen Classic ist wieder unterwegs

siehe auch Die Ankündigung zur Sachsen-Classic
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Auf geht's zur ersten Etappe rund um Zwickau. Foto: Stiegler

Im noblen Blech automobiler Geschichte von den Zwanzigern des vorigen Jahrhunderts bis zur Generation der Youngtimer der Achtziger unterwegs auf Sachsens Straßen

Die „Sachsen Classic“ ruft begeisterte Menschen ans Steuer und an die Straße



ZWICKAU, 13. August 2009. Fast endlos schlängelt sich die schicke Autoschlange feinster Oldtimer und Youngtimer durch die Nebenstraßen des Zwickauer Umlandes. Die Oldtimerrallye „Sachsen Classic“ ist zum 7. Mal auf den Spuren sächsischen Automobilbaus unterwegs. In drei Etappen erleben die Teilnehmer, 180 Automobile sind unterwegs, die schöne Landschaft und die Sehenswürdigkeiten der sächsischen Mittelgebirge vom Vogtland bis zur Sächsischen Schweiz und dem Böhmischen Revier um Ceska Kamenice um über die Lausitz wieder in Dresden einzutreffen. Die automobilen Spuren führen dabei von der Wiege des sächsischen Automobilbaues im Zwickauer Automobilmuseum „August Horch“ bis in die Gläserne Manufaktur von Volkswagen in Dresden, wo traditionell das Ziel der „Sachsen Classic“ stattfindet.


Startauto im hundersten Jahr der Firma Audi war natürlich ein Audi: Audi 920 mit Jürgen Pönisch und Heine Neubert vom Automobilmuseum "August Horch"



Natürlich ist 100 Jahre nach der Gründung der Firma Audi, 16. Juli 1909, die Marke Audi der Mittelpunkt der feinen Karossen, und die Schlange wird von einem Audi 920 aus dem Jahr 1939 angeführt. Jürgen Pönisch ist Automobilfan und einer der besten Kenner der Zwickauer Automobilgeschichte. Er sitzt mit seinem Museumskollegen Heino Neuber abwechselnd hinter dem Steuer des letzten und gleichzeitig eines der erfolgreichsten Modelle der Marke Audi aus der Zwickauer Automobilschmiede.
Zwölf Autos aus Zwickau und Chemnitz aus den Hallen der Auto Union bilden die Spitze des Feldes. Audi, Horch und Wanderer bilden das Nobelsegment der 1932 gegründeten Auto Union.


Peugeot 504 Cabriolet aus dem Jahr 1971 - Axel Scheufelen sagt: „Das ist immer mein Traumauto gewesen“










Das Feld selbst ist ein Abbild der erfolgreichsten Automobilmarken Europas, 46 eigenständige Marken sind vertreten. Vom leichtgewichtigen Fiat 600 D reicht die Palette bis zum schwergewichtigen Horch 853, vom Kraftpaket Jensen CV4 mit 330 Pferdestärken bis zu den 26 PS starken Fiat 600.


Auf dem Markt der Vogtlandstadt Reichenbach ist Zeitgefühl verlangt: 100 Meter in 10 Sekunden, keine hunderstel Sekunde mehr, keine weniger.



Axel Scheufelen sagt: „Das ist immer mein Traumauto gewesen“, gemeint ist der Peugeot 504 Cabriolet aus dem Jahr 1971. Aber „je länger ich ihn besitze, um so mehr kommen mir Zweifel. Es ist ein Traumauto, das mit der Startnummer 144 auf die Tour geht. Scheufelen weiß: „Das Auto ist ein wenig wie eine schöne aber auch sehr anspruchsvolle Frau.“ Das vom Star-Designer Giovanni Battista Pininfarina gezeichnete Cabriolet kommt aus Turin, wo sich Pininfarina höchstselbst um den Bau der schicken Karossen kümmerte.






Copilot Marco Tempera, der am ersten Tag der Tour am Steuer sitzt, hat denn auch einen anstrengenden Job



Copilot Marco Tempera, der am ersten Tag der Tour am Steuer sitzt, hat denn auch einen anstrengenden Job, als das Auto über die reizvollen aber engen und kurvenreichen Straßen im Zwickauer Umland steuert, und hin und wieder gehört seine Aufmerksamkeit ganz dem Brummen des 104 PS starken Motors, das auch schnell mal erstummt, wenn der Fuß einen Augenblick zu lange vom Gas bleibt. Trotzdem „wunderschön“ finden die Freunde die Tour durch das Vorland der sächsischen Mittelgebirge. Die Tour führt durch die Altstadt von Reichenbach, der ersten Station von August Horch, wo er 1903 seine erstes sächsisches Unternehmen gründete.






Reichenbach im Vogtland

Auf dem Markt der Vogtlandstadt kommt es darauf an: 100 Meter müssen die Rallyeteilnehmer in 10 Sekunden zurücklegen, keine Hundertstel Sekunde schneller, keine weniger darf die elektronische Messung anzeigen. Die Signale in der Computeruhr werden ausgelöst, wenn der Vorderreifen die pneumatischen Schläuche, die am Anfang und am Ende der Messstrecke über die Straße liegen, drückt.
Rallyeprofis unterscheiden: Pneumatische Messung oder Lichtschranke. Fahrzeugschnauze oder Vorderreifen, das kann schon hundertstel Sekunden Unterschied ausmachen. Abweichungen bringen Strafpunkte, und nur die besten werden am Ende Sieger sein.

Sieger ist auf jedem Fall, wer die Tour genießt. Viele Kurven, viele Berge bedeuten den begeisterten Oldtimerfahrer eine besondere Herausforderung und das Kurbeln der Steuer ohne Lenkhilfe kostet auch richtig Kraft.
Auf den Rücksitzen des Cabriolets flattert der Wind lautstark um die Ohren. Zwar ist es im Fond eng, und der Platz ist nicht für etwas gewichtigere Personen gedacht, aber im weichen Leder und in gut gefederten Sitzen lässt es sich gemütlich einruckeln, und was geht dem Passagier die Not des Fahrers, den Motor bei Laune zu halten, an. „Aussteigen und anschieben“ heißt es da.


Überall haben es sich die Sachsen gemütlich gemacht: Herzlicher Empfang für die Oldtimer und Youngtimer auf Tour.



An den Straßenrändern haben es sich die autoverrückten Sachsen gemütlich gemacht. Stühle und Tische sind an den Straßenrand geräumt. Winkende Menschen vom Kindergarten bis zur kompletten Seniorenheimbesatzung harren aus, bis das letzte Fahrzeug vorüber ist. „Für die Senioren sind das sicher viele Autos, die sie in ihrer Jugend selber mit zusammengebaut haben“, vermutet Marcus Tempera. Wunderschönes Wetter mit viel Sonne und malerischen Wolken am Himmel unterstreichen die reizvolle Landschaft mit weitem Blick über die abwechslungsreiche Landschaft des Vorgebirges mit vielen Hügeln, Wiesen und Feldern, mit Dörfern und Kleinstädten, die sich in den letzten Jahren herausgemacht haben.
Die vielen winkenden Zuschauer an den Straßen und Plätzen begeistern auch die Rallyefahrer, die von der Wärme des Empfangs umfangen werden. In der Ortschaft Crossen verteilt eine Anwohnerin frische Sonnenblumen vom eigenen Feld an die Besatzungen der glänzenden Karossen. Marco Tempera zeigt sich begeistert von dem Empfang: „Toll!“.


Auf dem Sachsenring bei Hohenstein-Ernstthal - Vor vier Wochen tobte hier der Kessel - Motorrad Grand Prix mit dem großen Preis von Deutschland, Sieger Valentino Rossi, auch als Spaßvogel "Dottore" bekannt.



Das Erlebnis der besonderen Art: Zur Etappe „Sachsenring“ gehört das Erlebnis Sachsenring. Die traditionelle Rennstrecke öffnet sich für die Teilnehmer. Auf dem Traditionskurs, zum letzten Grand Prix „Dem großen Preis von Deutschland“ kamen wieder über 220000 Besucher um Valentino Rossi und dem Motorradrennzirkus zuzujubeln, werden zwei Wertungsrunden gefahren, nicht die Maximalgeschwindigkeit, sondern die genaue Übereinstimmung der Rundenzeiten, ist hier das Maß aller Dinge. „Ich glaube, die Sachsen und die Schwaben haben eines gemeinsam“, sagt Axel Scheufelen, „sie übertreffen sich gern an Genauigkeit.“ Schon am ersten Tag der Tour weiß der Unternehmensberater aus Baden-Württemberg: „Die Sachsen-Classic ist Klasse.“
Theo Stiegler
siehe auch Berichte und Fotos von vergangenen Jahren- 2005 2006 und - 2007
Einzelheiten und Starterlisten sind unter Informationen des Veranstalters zu finden.


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