Theater Zwickau - Sommertheater im Schloss Osterstein: Augenzwinkern mit Comic-Helden Dig, Dag und Digedag im Zwickauer Schloss Osterstein – edle Helden und Bösewichter vom Feinsten

Viel Beifall zur Premiere für Ritter Rumpel als Drachenkämpfer und Herzensstürmer


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„Nein, nein und nochmals nein, ein edler Ritter ist kein Bauer!“ Ritteregel: „Benennt man ihn als Rübenbauer, wird der Ritter richtig sauer.“
Digedag, Roland Schroll, Dag, Maximilian Nowka, Dig, Sandrine Guiraud, unterstützen ihren Herren Ritter Runkel, Jörg Metzner, der seiner Braut Adelaide von Möhrenfeld, Andrea Reichel, wie ein trotziger Junge seinen Standpunkt klarmacht.
Fotos von Peter Awtukowitsch.


Theater Zwickau: Dig, Dag und Digedag und Ritter Runkel -
Wahre "Ostritter" siegen gegen Bösewicht Graf Kuckucksberg

Ritterregel: "Ein Ritter nur dann was nützt, wenn er nicht räubert, sondern schützt!"


ZWICKAU, 29. Juni 2007 – „Ein Ritter ungeharnischt taugt so gut wie gar nischt!“. Kaum zu Hause angekommen, wird dem edlen Ritter Runkel von Rübenstein, Jörg Metzner, der a la Don Quichotte aus dem Orient zurückkehrt, mir nichts, dir nichts, seine goldene Rüstung abgegaunert. Runkel mit seinen treuen Knappen Dig, Sandrine Guiraud, Dag, Maximilian Nowka, und Digedag, Roland Schroll, eroberten am vergangenen Freitag zunächst die Herzen der über 500 Besucher im Hof des Schlosses Osterstein und dann die Burg Kuckucksberg, um den Bösewicht und Betrüger Graf Kuckucksberg, Jörg Simmat, das Handwerk zu legen. Adelaide von Möhrenstein, die Braut von Heino Runkel, hatte tapfer neun Jahre auf ihren Verlobten gewartet, da versucht von Kuckucksberg sie zu belügen und will die Holde dann auch noch selber heiraten. Da hat er eine gute Verbündete, Mutter von Möhrenfeld, Marie-Louise von Gottberg, läuft als keifende Gräfin zur Hochform auf. Kuckucksberg ist doch immerhin Graf, und darunter soll für ihre edle Tochter nichts gehen. „Jetzt nicht!“, wird so etwas wie ein Schlachtruf, der dem geduckten Vater von Möhrenfeld, Helmar Stöß, entgegenschallt, so bald er auch nur versucht, den Mund aufzumachen, und „jetzt nicht!“ hört man fast die gebannten Zuschauerreihen begeistert das Echo murmeln. „Zu Hause hört man Ritter klagen, hat mancher einfach nichts zu sagen.“ Die Texte in den Mosaikheften wurden von Lothar Dräger verfasst. Ritterregeln gehörten mit zum Kult der Sechziger und Siebziger Jahre, sie tun auch heute ihre Wirkung, das Publikum quietscht vor Lachen.

Dig, Sandrine Guiraud, Ritter Runkel, Jörg Metzner, Dag, Maximilian Nowka: „Wir werden den Kuckucksberger schon ausräuchern!“.


Zunächst aber rettete ein Capeverkäufer die Zuschauer aus einer anderen Not, denn pünktlich mit dem Vorstellungsbeginn setzte am Freitag ein leichter Dauerregen ein. Nachdem die Besuchertribüne in Folie gehüllt war, leistete das Zwickauer Schauspielensemble Großartiges. So konnte der Regen der Vorstellung nichts anhaben: Es entspann sich das Ritterspiel nach der Comicserie von Hannes Hegen, und die tapferen Helden hatten zweieinhalb Stunden die heißen Herzen von Groß und Klein auf ihrer Seite. Das heißt, auch die Truppe der Kuckucksberger ist zum Schreien komisch, und mancher Zuschauer war versucht, trotz Folie, sich auf die Schenkel zu schlagen, wenn Kuckucksberg mit seinen Vasallen im Entenschritt auf die Bühne marschiert oder mit Fahrrädern und Luftrollern über die Bühne „reitet“, man achte auf die Details. Eine Meisterleistung der Ausstatter unter der Leitung von Robert Schrag: Die sympathischen Figuren des Mosaiks sind quasi zum Leben erwacht. Bunt und phantasievoll bieten Kostüme und Kulissen eine Augenweide, und den Rahmen zur vollen Entfaltung der etwas anderen Talente des Schauspielensembles, das in den Comicfiguren Witz und köstliche Action entwickelt. Der Hof der alten Wettinerfeste Osterstein erwacht unter der Inszenierung von Stefan Wolfram zu einem neuen Leben, wie er es wohl seit dem auf einem bekannten Zwickauer Gemälde festgehaltenen Fürstenschießen zu 1573 nicht mehr erlebt hat. So ist es nicht verwunderlich, dass neben viel Szenenapplaus am Ende die Tribüne in rhythmisches Klatschen und Füßegetrampel vor Begeisterung verfällt, der Regen war fürs Publikum vergessen, sicher nicht für die Garderobieren des Theaters, die aufgeweichte Rüstungen und Rocksäume, Turbane und Sitzkissen wieder herrichten müssen.


Mehrere Jahrhunderte war die illustre Fürstenfeste der Wettiner in der Stadtmitte von Zwickau zum Gefängnis verkommen, dann als Ruine verrottet; in den Nachwendejahren sorgte das Schloss hauptsächlich für Schlagzeilen über das Treiben von Immobilienspekulanten und Glücksrittern. Nun retten wirklich edle „Ostritter“, wie Runkel und seine Knappen mit ihren tapferen Taten auch den Ruf der imponierenden Kulisse. Mit dem Sommertheater des Theaters Plauen-Zwickau sehen viele Besucher mit Erstaunen, die Arbeiten an den drei Flügeln des teilweise 800 Jahre alten Bauwerkes und der imposanten Treppentürme haben schön restaurierte Mauern freigelegt, diese ragen wirkungsvoll hinter den Kulissenburgen „Rübenstein“, „Möhrenfeld“ und „Kuckucksberg“ empor. Einheimische Investoren und „Ostritter“ wie Runkel mit seinen Digedags machen den Zwickauern somit auch Hoffnung auf eine neue Perle in der Muldestadt.

Ritter Runkel, Jörg Metzner, und Adelaide von Möhrenfeld, Andrea Reichel, müssen viele Hindernisse aus dem Weg räumen, bevor sie offiziell heiraten dürfen, dass sieht Adelaide aber nicht so verbissen.

Wer hingeht, der sollte sich eine Stunde mehr Zeit nehmen, auch im Schlossgelände entfaltet sich ein reiches Rittertreiben, das die Besucher mit Gauklern, Bauchtänzerinnen, Marketendern und Reiterspielen auf die kommenden Höhepunkte vorbereitet. Theo Stiegler










Weitere Vorstellungen von „Ritter Runkels großer Stunde“ gibt's am 4.7., 11 Uhr, 6.7., 19.30 Uhr; 7.7., 18 Uhr; 11.7. 19.30 Uhr; 13.7., 19.30 Uhr; 15.7., 15 Uhr; 17.7., 11 Uhr; 20.7., 19.30 Uhr; 21.7., 19.30 Uhr.
Ticket-Service theater zwickau, Gewandhaus, Telefon 0375 834647.

Ritter Runkel, Jörg Metzner, Dig, Sandrine Guiraud, Graf von Kuckucksberg, Jörg Simmat: „Wer kann denn hier am dicksten auftragen?“











Vater Rübenstein, Dieter Maas, hört mit Staunen die Berichte von Ritter Runkel, Jörg Metzner, über die Heldentaten seines Sohnes, da biegen sich die Balken im Schloss Osterstein.

















Dig, Sandrine Guiraud, Scharlatanius, Michael Schramm, Ritter Runkel, Jörg Metzner, Adelaide von Möhrenfeld, Andrea Reichel, Dag, Maximilian Nowka: „Rumms, wir werden die Kuckucksburg schon knacken.“





Premiere: 29. Juni 2007, 19.30 Uhr im Hof des Schlosses Osterstein in Zwickau. Weitere Vorstellungen gibt's 1.7., 15 Uhr; 4.7., 11 Uhr, 6.7., 19.30 Uhr; 7.7., 18 Uhr; 11.7. 19.30 Uhr; 13.7., 19.30 Uhr; 15.7., 15 Uhr; 17.7., 11 Uhr; 20.7., 19.30 Uhr; 21.7., 19.30 Uhr.


Ticket-Service theater zwickau, Gewandhaus, Telefon 0375 834647.
siehe auch die Vorankündigung zum Sommertheater

zur Stadthalle oder zum Theaterservice


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