Umgebung von Zwickau - Der Sachsenring in Hohenstein-Ernstthal - Motorrad Grand Prix

Der Veltins Grand Prix 2004 - Motorrad Grand Prix 2004 Vorschau - Klasse bis 250 ccm - Klasse bis 125 ccm - Geschichte
Vertragsverlängerung 2016 - bis 2021 ist im Kasten siehe auch Der Sachsenring oder Die Rennstrecke Termine auf dem Sachsenring

Hier geht´s zurück zur HOMEPAGE

Völlig neu gebaute Rennstrecke "Sachsenring" vor den Toren der Stadt Hohenstein-Ernstthal.Foto: Andreas Krüger.

Grand Prix Rennen auf dem Sachsenring. Foto: Walther

11. August 2016 Deutscher Motorrad-Grand-Prix weiter auf dem Sachsenring

SRM und ADAC einigen sich auf einen neuen Fünfjahresvertrag


München/Hohenstein-Ernstthal. Die Zukunft des deutschen Motorrad-Grand-Prix auf dem Sachsenring ist gesichert. Die Sachsenring Management GmbH und der ADAC haben sich auf einen neuen Fünfjahresvertrag zur Austragung eines der größten deutschen Sportevents geeinigt, das an den Rennwochenenden in den vergangenen Jahren im Schnitt mehr als 200.000 Besucher begeistern konnte. Bereits im Rahmen des deutschen Motorrad-Grand-Prix im Juli hatten sich MotoGP-Rechteinhaber DORNA Sports und der ADAC auf eine Fortführung des deutschen WM-Laufs um weitere fünf Jahre verständigt. Der Motorrad-Grand-Prix von Deutschland wird seit 1998 auf dem Sachsenring ausgetragen.
„Der Sachsenring ist sicherlich der ideale Austragungsort für einen deutschen Motorrad-Grand-Prix. Daher freue ich mich sehr, dass der WM-Lauf dort auch in den kommenden Jahren stattfindet“, sagt ADAC-Sportpräsident Hermann Tomczyk. „Seit dem Jahr 1998 ist das Rennen eine Erfolgsgeschichte. Dank der engagierten Arbeit von allen Beteiligten dürfen wir uns nun im kommenden Jahr gemeinsam auf die 20. Austragung des deutschen Motorrad-Grand-Prix auf dem Sachsenring freuen. Mein Dank gilt auch DORNA Sports für ihre Geduld in den Verhandlungen der vergangenen Monate und allen Beteiligten auf unserer Seite, die mit hohen Engagement an der Zukunft des deutschen WM-Laufs gearbeitet haben.“
„Ich freue mich sehr, dass auch in den nächsten fünf Jahren der traditionsreiche Sachsenring wieder Austragungsort einer so hochkarätigen Motorsportveranstaltung wie dem Motorrad-Grand-Prix von Deutschland ist“, sagt der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich. „Die vergangenen Jahre haben gezeigt, wie man ein weltweit beachtetes und medienwirksames Event in Hohenstein-Ernstthal erfolgreich organisiert – mit auch im internationalen Vergleich rekordverdächtigen Zuschauerzahlen. Die Sächsische Staatsregierung unterstützt deshalb ausdrücklich sämtliche Bemühungen aller Beteiligten, diesen Publikumsmagnet und Wirtschaftsfaktor auch weiterhin im Freistaat zu halten“, betont Tillich.
ADAC Pressestelle Hansastraße 19 80686 München
Tel.: (089) 7676-0 presse@adac.de www.presse.adac.de
Leitung Pressestelle Alexander Machowetz
„Der deutsche Motorrad-Grand-Prix auf dem Sachsenring ist eine spektakuläre Veranstaltung mit tollen Fans und ein wichtiger Bestandteil des MotoGP-Kalenders“, sagt Carmelo Ezpeleta, CEO von MotoGP-Rechteinhaber DORNA Sports. „Wir begrüßen sehr, dass der deutsche Motorrad-Grand Prix auch in den kommenden Jahren auf dem Sachsenring ausgetragen wird.“
„Die SRM und ich selbst freuen uns sehr, dass unsere harte Arbeit der letzten fünf Jahre nicht vergebens war", sagt Wolfgang Streubel, Geschäftsführer der Sachsenring-Rennstrecken-Management GmbH. „Der Kampf um den MotorradGrand-Prix auf dem Sachsenring hat sich gelohnt und Deutschlands größte Motorsportveranstaltung bleibt uns für weitere fünf Jahre erhalten. Wir sind erleichtert und allen dankbar, die uns hierbei unterstützt haben und uns ihr Vertrauen schenken. Auf die Aufgabe, den einzigen deutschen Motorrad-WM-Lauf weiterhin als Veranstalter auszutragen, blicken wir positiv voraus. Unser Dank gilt hierbei auch unseren zahlreichen Fans und Besuchern des Sachsenrings, die auch in diesem Jahr wieder ihre Verbundenheit zur Traditionsstrecke bewiesen haben. Auch für die nun kommenden fünf Jahre bauen wir auf die Unterstützung unserer Partner und Besucher. 2017 feiern wir nicht nur 20 Jahre Motorrad-WM auf dem Sachsenring, sondern auch 90 Jahre Sachsenring-Geschichte. Dass wir dies nun mit der MotoGP feiern können, ist ein tolles Gefühl."
Pressekontakt: Oliver Runschke, Kommunikation Motorsport und Klassik Tel.: +49 (0) 89 7676 6965 E-Mail: oliver.runschke@adac.de www.adac.de/motorsport
Diese Presseinformation finden Sie online unter presse.adac.de. Folgen Sie uns auch unter twitter.com/adac.

Pressemitteilung 7/06 13. April 2006


Motorsportveranstaltungen auf dem Sachsenring 2006


Der ADAC Sachsen wird im Jahr 2006 folgende Motorsportveranstaltungen
auf dem Sachsenring durchführen:
24./25.05.2006 Motorradtesttage
14.-16.07.2006 betandwin.com Motorrad Grand Prix Deutschland
02.-03.09.2006 Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft
16.-17.09.2006 Porsche Sports Cup.
Informationen und das Anmeldeformular zu den Motorradtesttagen erhalten
Sie unter www.sachsenringticket.de oder 03723/499961.
ADAC Sachsen e.V.
Sportabteilung
Striesener Straße 37
01307 Dresden
(03 51) 44 33-0
Fax (03 51) 44 33 390
Dr. Lutz Oeser
(Leitung)
-190
Matthias Vassmers
-193
ADAC im Internet
Hhttp://www.adac.de

Pressemitteilung des adac-sachsen 06/06 vom 30.3.2006

Der Meister kommt - Attraktives Rahmenprogramm zum Motorrad


Grand Prix auf dem Sachsenring
Der Sachsenring wird zum MotoGP zur einmaligen Erlebnis-Zone: schon am Donnerstag
können die Besucher die WM-Piloten beim Pitwalk und dem Benefizfussballspiel
live erleben. Am Freitag- und Samstagabend ist in der Karthalle Partytime.
Rockkonzerte, unter anderem mit dem Meister -Guildo Horn-, Grand Prix Fahrerpräsentation
und Stuntshows werden die Fans begeistern.
Donnerstag, 13. Juli
14.00 – 16.00 Uhr Pit Walk - MotoGP Riders hautnah in der Boxengasse
17.30 Uhr MotoGP Kick off – Benefizfussballspiel Grand Prix Stars
gegen Promi-Team (Stadion auf dem Pfaffenberg)
präsentieren:
präsentieren
Freitag, 14. Juli
19.00 Uhr DJ Happy Vibes
19.30 Uhr Guildo Horn & Die Orthopädischen Strümpfe
22.00 Uhr SK5 (Schwarzkittelfive)
21.20 Uhr Höhenfeuerwerk am Sachsenring
Samstag, 15. Juli
18.30 Uhr DJ Happy Vibes
19.00 Uhr GP Fahrer-Präsentation
20.00 Uhr Ray Wilson (Genesis)
21.30 Uhr N EURO
22.30 Uhr DR. Kinski AC’DC
Der Eintritt zu den Konzerten ist
frei!
ab Donnerstag, 13. Juli
Volksfest Ankerberg Schausteller, Attraktionen, Party pur mit Show,
Rock und Open Air Disco
ADAC Sachsen e.V.
Sportabteilung
Striesener Straße 37
01307 Dresden
(03 51) 44 33-0
Fax (03 51) 44 33 390
Dr. Lutz Oeser
(Leitung)
-190
Matthias Vassmers
-193
ADAC im Internet
Hhttp://www.adac.de

Pressemitteilung 1/06 16. Januar 2006

betandwin.com Sachsenring Motorrad Grand Prix 2006 -Vorverkaufsstand

Für den Motorrad Grand Prix 2006 auf dem Sachsenring vom 14.07.- 16.07.2006 sind mittlerweile über 100.000 Tickets verkauft. Damit liegt man leicht über den Vorverkaufszahlen des Jahres 2005 zum gleichen Zeitpunkt.
Für die Tribünen im alten Tribünenabschnitt (außer VIP-Tribünen) sind nur noch Resttickets erhältlich. Die Tribünenkapazität wurde gegenüber 2005 bereits um wenige Sitzplätze erhöht.
Gegenwärtig laufen beim ADAC Sachsen Überlegungen, einen weiteren Tribünenstandort im alten Streckenabschnitt zu erschließen. Damit würde der Sachsenring zum Motorrad Grand Prix über eine Sitzplatzkapazität von 61.000 verfügen.
Tickets können noch erworben werden unter 01805/303435*, in den Vorverkaufsstellen des ADAC Sachsen oder über die Homepage des Veranstalters www.sachsenringticket.de.

Pressemitteilung des adac vom 15. März 2006

Sachsenring mit IDM-Lauf am 02./03.09.2006


Die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft (IDM), Europas führende
nationale Straßenmeisterschaft gastiert am 2. und 3. September auf dem sächsischen Traditionskurs. Asphalt-Piloten aus 18 Nationen nutzen die IDM als Sprungbrett in den Grand Prix-Sport. Der amtierende 125ccm- Weltmeister Thomas Lüthi (CH) sowie Dirk Heidolf (D), Sandro Cortese ) und Michael Ranseder (A) oder IDM-Sieger Stefan Bradl (D) konnten in der IDM Motorsporterfahrung sammeln.
Bei Starterfeldern von bis zu 50 Fahrern sind Spannung, Action pur und aufregende Kämpfe um die Deutsche Meisterschaft in den IDM-Klassen SUPERBIKE, Supersport, 125ccm und Sidecar garantiert.
Ein Sachsenring-Comeback wird es für den MZ-Cup, der sein 10jähriges Jubiläum feiert, geben. Die Klassen ADAC Junior Cup, Hyosung GT 650 Cup und Yamaha R6 Cup runden die Meisterschaft nicht weniger attraktiv ab. Die Besucher erwartet darüber hinaus ein offenes Fahrerlager, Pitwalk und ein attraktives Rahmenprogramm.
Zu den Test- und Einstellfahrten am 01.09.06 wird kein Eintritt erhoben.
Für die restlichen Tage gelten folgende Eintrittspreise:
Samstag 10,- Euro
Sonntag 20,- Euro
Wochenende 25,- Euro.
Kinder unter 14 Jahren haben freien Eintritt.
Das Wochenendticket kostet im Vorverkauf lediglich 20 Euro.
Der ADAC Sachsen bietet ab dem 20. März Tickets für das IDM-Event am
2./3. September 2006 an. Diese können erworben werden über das Internet
(www.sachsenringticket.de) und die ADAC Geschäftsstellen sowie die
Vorverkaufsstellen am Sachsenring.
ADAC Sachsen e.V.
Sportabteilung
Striesener Straße 37
01307 Dresden
(03 51) 44 33-0
Fax (03 51) 44 33 390
Dr. Lutz Oeser
(Leitung)
-190
Matthias Vassmers
-193
ADAC im Internet
Hhttp://www.adac.de

Motorrad-Grand-Prix vom 16. bis 18. Juli 2004 lockt 208.000 Menschen an den Sachsenring

Biaggi mischt die Spitze wieder auf

Von Theo Stiegler (18. Juli 2004)
(Hohenstein-Ernstthal). Die Rennsportgemeinde hat ihn wieder: Max Biaggi, meldet sich in der ersten Reihe der Grand-Prix-Piloten zurück. Der Italiener Biaggi hat seinen ersten Grand Prix 2004 auf dem Sachsenring am Sonntag knapp vor dem Brasilianer Alex Barros gewonnen, Der dreifache Weltmeister kommt damit in der Punkteliste um den Weltmeister 2004 bei 138 Zählern an. Die Motorrad-Fans auf dem Sachsenring zeigten sich begeistert von der Fahrt des Italieners. Heißsporn Valentino Rossi fuhr zwar überzeugend, musste aber am Ende auf aufgeweichten Reifen zurückstecken und wurde "nur³ Vierter, führt in den Punkten noch mit 139. Steve Jenkner startete ein tolles Rennen, landete am Ende auf Platz elf. Mit etwa 208000 Besuchern überzeugt der Sachsenring die Grand-Prix-Szene und hält damit den Welt-Rekord an verkauften Tickets. Obwohl die hiesigen Matadoren unter Erwartung blieben, steht die Fangemeinschaft des Motorradsports treu zu heißen Reifen und sattem Motoren-Sound aus 250 PS-starken Triebwerken.

Man weiß nicht so recht, wie man´s nehmen soll: Micky-Maus-Kurs nennen Grand-Piloten der ersten Reihe wie Rossi und Biaggi den Sachsenring. Dabei sind sie aber nicht ohne Respekt gegenüber der sächsischen Krawattenschleife, die keine Tausendstelsekunde Unaufmerksamkeit duldet. Ranglistenzweiter Sete Gibernau musste dies in der achten Runde schmerzlich zur Kenntnis nehmen. Der jetzt Dritte im Welt-Klassement, 126 Zähler, flog ebenso ins Kiesbett wie Carlos Checa, der sich gerade e an dritter Stelle hinter den führenden Biaggi und Rossi ins Szene gebracht hatte. Alle Fahrer wissen, der Sachsenring ist das Podium fahrerrischen Könnens. Keinen Moment der Ruhe mit aufgerichtetem Gasgeben, keine Gerade zum Luftholen gibt es auf dem Kurs in Sachsen. Kurve reiht sich an Kurve, auf und ab geht die Strecke, so dass oftmals Vertrauen ins Gedächtnis den direkten Blick über die nächste Welle ersetzen muss. Stoff geben oder abbremsen ohne zu sehen, was kommt, erfordert äußerste Konzentration. Offenbar hat diese Herausforderung diesmal am besten Max Biaggi gemeistert. Rossi setzte sich zwar in der Mitte des Rennens der Grand-Prix-Maschinen mit 250 PS an die Spitze, fing aber bald an unruhig in den Kurven zu flattern, der richtige Grip seiner Reifen war offenbar weg, und so musste "Dottore", wie sich Rossi gern selber in Szene setzt, Meter um Meter frei geben. Während Biaggi, jetzt wieder an der Spitze des Hochgeschwindigkeitszuges, sich den 1.Platz bis ins Ziel nicht mehr streitig machen ließ, kamen die Honda-Werksfahrer Alex Barros und Nicky Hayden Stück um Stück näher und nur mit Aufmerksamkeit und Erfahrung gelang es Biaggi, seine Position über die letzten Metern zu retten. Druckvoll saß ihm der Brasilianer Barros im Nacken. Alex Hofmann, einziger Deutscher in der Königsklasse, profitierte von den Ausfällen und konnte sich am Ende unter den Top-ten auf der 10 platzieren. Während für den Italiener Roberto Locatelli in der Achtelliterklasse alles glücklich lief, musste Lokalmatador Steve Jenkner eine Straftour durch die Boxengasse ziehen. Eine übersehene gelbe Flagge und ein Überholvorgang - weg war jede Chance.
Auch Dirk Heidolf wird mit dem Veltins-Grand-Prix 2004 nicht zufrieden sein: Der Hohenstein-Ernstthaler Fahrer musste nach einer Runde durchs Kiesbett in der Viertelliterklasse mit dem 18. Platz vorlieb nehmen. Den Sieg fuhr bei den 250igern der Spanier Daniel Petrosa sicher nach Hause. Zufrieden mit ihren Einsätzen bei den "Großen³ zeigten die Nachwuchshoffnungen aus der Region: Die Wildcardfahrer Patrick Unger aus Hohenstein-Ernstthal und Georg Fröhlich aus Wechselburg erreichten den 21. und den 23. Platz in der Achtelliterklasse. Georg Fröhlich ist als einziger Deutscher nun auch am Folgewochenende im englischen Donnington als Wildcardfahrer im Einsatz. Rider Nation Motorcycle Total Time Pos Km/h Gap Team
VELTINS MOTORRAD GP DEUTSCHLAND
Computerised results and timing service
3671 m.
Sachsenring
125cc
Race
Classification after 27 laps = 99.117 km
20
15 APRILIA Roberto LOCATELLI ITA 1 40'03.511 148.458 25 Safilo Carrera - LCR
3 APRILIA Hector BARBERA SPA 2 40'03.676 148.448 0.165 20 Seedorf Racing
22 APRILIA Pablo NIETO SPA 3 40'04.217 148.414 0.706 16 Master - Repsol Team 125cc
34 HONDA Andrea DOVIZIOSO ITA 4 40'04.226 148.414 0.715 13 Kopron Team Scot
36 KTM Mika KALLIO FIN 5 40'04.584 148.392 1.073 11 Red Bull KTM
48 DERBI Jorge LORENZO SPA 6 40'04.687 148.385 1.176 10 Caja Madrid Derbi Racing
19 APRILIA Alvaro BAUTISTA SPA 7 40'04.794 148.379 1.283 9 Seedorf Racing
6 APRILIA Mirko GIANSANTI ITA 8 40'04.970 148.368 1.459 8 Matteoni Racing
10 HONDA Julian SIMON SPA 9 40'13.147 147.865 9.636 7 Angaia Racing
58 APRILIA Marco SIMONCELLI ITA 10 40'15.332 147.731 11.821 6 Rauch Bravo
21 APRILIA Steve JENKNER GER 11 40'21.478 147.356 17.967 5 Rauch Bravo
24 HONDA Simone CORSI ITA 12 40'23.818 147.214 20.307 4 Kopron Team Scot
42 APRILIA Gioele PELLINO ITA 13 40'35.309 146.519 31.798 3 Abruzzo Racing Team
33 APRILIA Sergio GADEA SPA 14 40'35.438 146.512 31.927 2 Master - Repsol Team 125cc
7 GILERA Stefano PERUGINI ITA 15 40'41.067 146.174 37.556 1 Metis Gilera Racing Team
14 MALAGUTI Gabor TALMACSI HUN 16 40'41.231 146.164 37.720 Semprucci Malaguti
52 HONDA Lukas PESEK CZE 17 40'41.422 146.153 37.911 Ajo Motorsport
12 HONDA Thomas LUTHI SWI 18 40'41.431 146.152 37.920 Elit Grand Prix
69 HONDA Robbin HARMS DAN 19 40'58.861 145.116 55.350 Ajo Motorsport
54 APRILIA Mattia PASINI ITA 20 40'58.895 145.114 55.384 Safilo Carrera - LCR
39 APRILIA Patrick UNGER GER 21 41'02.453 144.904 58.942 Motorrad Unger Racing
66 APRILIA Vesa KALLIO FIN 22 41'03.413 144.848 59.902 Team Hungary
20 HONDA Georg FRÖHLICH GER 23 41'21.234 143.807 1'17.723 ADAC Honda Team
28 APRILIA Jordi CARCHANO SPA 24 41'21.508 143.792 1'17.997 Matteoni Racing
35 HONDA Vaclav BITTMAN CZE 25 41'21.808 143.774 1'18.297 Elit Grand Prix
8 MALAGUTI Manuel MANNA ITA 26 41'22.061 143.760 1'18.550 Semprucci Malaguti
40 HONDA Manuel MICKAN GER 27 40'21.999 141.868 1 lap Team Freudenberg
Not Classified
41 APRILIA Youichi UI JPN 34'09.930 148.277 4 laps Abruzzo Racing Team
23 APRILIA Gino BORSOI ITA 35'24.878 143.047 4 laps Globet.com Racing
70 APRILIA Julian MIRALLES SPA 26'35.496 140.812 10 laps MIR Racing
25 APRILIA Imre TOTH HUN 24'41.037 142.771 11 laps Team Hungary
32 GILERA Fabrizio LAI ITA 19'38.237 145.813 14 laps Metis Gilera Racing Team
63 APRILIA Mike DI MEGLIO FRA 19'50.651 144.293 14 laps Globet.com Racing
18 APRILIA Simone SANNA ITA 13'33.723 146.168 18 laps Sterilgarda Racing
47 DERBI Angel RODRIGUEZ SPA 13'49.153 143.448 18 laps Caja Madrid Derbi Racing

Rider Nation Motorcycle Total Time Pos Km/h Gap Team
VELTINS MOTORRAD GP DEUTSCHLAND
Computerised results and timing service
3671 m.
Sachsenring
250cc
Race
Classification after 29 laps = 106.459 km
20
26 HONDA Daniel PEDROSA SPA 1 41'37.239 153.470 25 Telefonica Movistar Honda 250
19 APRILIA Sebastian PORTO ARG 2 41'41.518 153.207 4.279 20 Repsol - Aspar Team 250cc
51 APRILIA Alex DE ANGELIS RSM 3 41'53.642 152.468 16.403 16 Aprilia Racing
73 HONDA Hiroshi AOYAMA JPN 4 41'54.008 152.446 16.769 13 Telefonica Movistar Honda 250
7 APRILIA Randy DE PUNIET FRA 5 41'54.205 152.434 16.966 11 Safilo Carrera - LCR
2 HONDA Roberto ROLFO ITA 6 41'55.374 152.363 18.135 10 Fortuna Honda
14 APRILIA Anthony WEST AUS 7 42'09.380 151.520 32.141 9 Freesoul Abruzzo Racing Team
10 APRILIA Fonsi NIETO SPA 8 42'10.005 151.482 32.766 8 Repsol - Aspar Team 250cc
21 APRILIA Franco BATTAINI ITA 9 42'14.965 151.186 37.726 7 Campetella Racing
50 APRILIA Sylvain GUINTOLI FRA 10 42'15.327 151.164 38.088 6 Campetella Racing
6 HONDA Alex DEBON SPA 11 42'28.021 150.411 50.782 5 Wurth Honda BQR
57 APRILIA Chaz DAVIES GBR 12 42'28.173 150.402 50.934 4 Aprilia Germany
11 APRILIA Joan OLIVE SPA 13 42'38.185 149.814 1'00.946 3 Campetella Racing
34 HONDA Eric BATAILLE FRA 14 42'39.649 149.728 1'02.410 2 Wurth Honda BQR
96 HONDA Jakub SMRZ CZE 15 42'39.766 149.721 1'02.527 1 Molenaar Racing
8 YAMAHA Naoki MATSUDO JPN 16 42'39.793 149.720 1'02.554 Team UGT Kurz
44 YAMAHA Taro SEKIGUCHI JPN 17 42'55.474 148.808 1'18.235 NC World Trade
28 APRILIA Dirk HEIDOLF GER 18 42'55.625 148.799 1'18.386 Grefusa - Aspar Team 250cc
36 YAMAHA Erwan NIGON FRA 19 42'58.394 148.639 1'21.155 Team UGT Kurz
16 APRILIA Johan STIGEFELT SWE 20 42'58.813 148.615 1'21.574 Aprilia Germany
17 HONDA Klaus NÖHLES GER 21 42'59.287 148.588 1'22.048 Castrol-Honda Kiefer Racing
24 HONDA Toni ELIAS SPA 22 42'26.928 145.287 1 lap Fortuna Honda
Not Classified
9 APRILIA Hugo MARCHAND FRA 28'35.768 146.346 10 laps Freesoul Abruzzo Racing Team
77 APRILIA Gregory LEFORT FRA 24'11.169 145.709 13 laps Equipe GP de France - Scrab
12 APRILIA Arnaud VINCENT FRA 17'52.470 147.870 17 laps Equipe GP de France - Scrab
25 APRILIA Alex BALDOLINI ITA 16'32.774 146.429 18 laps Matteoni Racing
40 YAMAHA Max SABBATANI ITA 12'28.810 141.190 21 laps NC World Trade
54 APRILIA Manuel POGGIALI RSM 8'42.991 151.615 23 laps MS ApriliaTeam
Rider Nation Motorcycle Total Time Pos Km/h Gap Team
VELTINS MOTORRAD GP DEUTSCHLAND
Computerised results and timing service
3671 m.
Sachsenring
MotoGP
Race
Classification after 30 laps = 110.13 km
20
3 HONDA Max BIAGGI ITA 1 42'23.287 155.888 25 Camel Honda
4 HONDA Alex BARROS BRA 2 42'23.636 155.866 0.349 20 Repsol Honda Team
69 HONDA Nicky HAYDEN USA 3 42'27.580 155.625 4.293 16 Repsol Honda Team
46 YAMAHA Valentino ROSSI ITA 4 42'27.787 155.612 4.500 13 Gauloises Fortuna Yamaha
45 HONDA Colin EDWARDS USA 5 42'39.424 154.905 16.137 11 Telefonica Movistar Honda Mot
6 HONDA Makoto TAMADA JPN 6 42'39.769 154.884 16.482 10 Camel Honda
56 KAWASAKI Shinya NAKANO JPN 7 42'41.764 154.763 18.477 9 Kawasaki Racing Team
10 SUZUKI Kenny ROBERTS USA 8 42'46.622 154.470 23.335 8 Team Suzuki MotoGP
21 SUZUKI John HOPKINS USA 9 42'53.992 154.028 30.705 7 Team Suzuki MotoGP
66 KAWASAKI Alex HOFMANN GER 10 43'03.827 153.442 40.540 6 Kawasaki Racing Team
11 DUCATI Ruben XAUS SPA 11 43'06.999 153.254 43.712 5 D’Antin MotoGP
99 APRILIA Jeremy McWILLIAMS GBR 12 43'16.078 152.718 52.791 4 MS Aprilia Racing
50 DUCATI Neil HODGSON GBR 13 43'16.977 152.665 53.690 3 D’Antin MotoGP
67 APRILIA Shane BYRNE GBR 14 43'36.502 151.525 1'13.215 2 MS Aprilia Racing
84 HARRIS WCM Michel FABRIZIO ITA 15 43'43.337 151.131 1'20.050 1 WCM
35 HARRIS WCM Chris BURNS GBR 16 42'48.726 149.199 1 lap WCM
Not Classified
80 PROTON KR Kurtis ROBERTS USA 38'08.890 150.118 4 laps Proton Team KR
33 YAMAHA Marco MELANDRI ITA 28'29.484 154.615 10 laps Fortuna Gauloises Tech 3
17 YAMAHA Norick ABE JPN 28'29.654 154.599 10 laps Fortuna Gauloises Tech 3
12 DUCATI Troy BAYLISS AUS 14'18.967 153.854 20 laps Ducati Marlboro Team
65 DUCATI Loris CAPIROSSI ITA 12'48.094 154.851 21 laps Ducati Marlboro Team
15 HONDA Sete GIBERNAU SPA 11'21.952 155.032 22 laps Telefonica Movistar Honda Mot
7 YAMAHA Carlos CHECA SPA 5'44.281 153.544 26 laps Gauloises Fortuna Yamaha
9 PROTON KR Nobuatsu AOKI JPN 4'26.717 148.647 27 laps Proton Team KR
hier geht's nach oben

Fight der Giganten mit 250 PS - Grand Prix 2004 - Vorschau vorm Rennen


MotoGP: Alle jagen „Dottore“ Rossi


Von Lutz Weidlich
Halsbrecherische Schräglagen, unnachahmliche Drifts, faszinierende Beschleunigungen und ein Ohrenschmaus an Sound aus drei, vier und fünf Zylindern. Das bieten die MotoGP-Piloten ihren Motorsportfans. Wenn die Giganten der Rennpisten ihre Runden auf dem Sachsenring drehen, bleibt kein Zuschauer mehr sitzen, braust ein Beifallsorkan auf, den es so nirgendwo gibt. Am Sachsenring, der Hochburg des deutschen Motorradrennsports, brennt nächste Woche die Luft. Stehende Ovationen sind schon programmiert, wenn der fünffache Weltmeister Valentino Rossi mit seiner Yamaha auf die Piste geht und die Zuschauer mit artistischen Wheelies begrüßt.
Doch der selbsternannte Dottore muss sich einer beinharten Konkurrenz erwehren. So spielend leicht, wie er mit der Honda bis 2003 Siege und Weltmeistertitel holte, geht es dieses Jahr nicht mehr. Seine neue Herausforderung hieß Yamaha, obwohl er wusste, dass der Reihen-Vierzylinder nicht soviel Power entwickelt, wie die Fünfzylinder-Honda. Dennoch wurde er auf Anhieb wieder seiner fahrerischen Favoritenrolle gerecht, gewann sensationell das Auftaktrennen im südafrikanischen Welkom. Danach folgten nur zwei vierte Plätze in Jerez und Le Mans. Aber bereits beim vierten, fünften und sechsten Lauf im toskanischen Mugello, katalanischen Barcelona und holländischen Assen folgte der Hattrick, als er drei Mal in Folge mit der Yamaha gewann und seinen ärgsten Rivalen, den Spanier Sete Gibernau, jeweils auf den zweiten Platz verwies. Resultat: Beide liegen jetzt mit je 126 Punkten an der Spitze der WM-Wertung nach sieben Rennen. In Rio stürzten beide, erst der Spanier, dann der Weltmeister. Sie wurden erstmals besonders stark von einem Honda-Dreigestirn gefordert: Max Biaggi (Italien), Nicky Hayden (USA) und Makoto Tamada (Japan) donnerten wie entfesselt über den rutschigen Asphalt von Rio de Janeiro, ließen weder Gibernau, noch Rossi eine Chance zum Angreifen und schon gar nicht zum Wegfahren. Der Kampf an der Spitze mit den bärenstarken 250-PS-Hondas wurde immer heftiger. Biaggi wollte unbedingt einen Sieg. Doch den vermasselte ihm sein Teamgefährte Tamada. In halsbrecherischer Manier zog der Japaner in der letzten Runde an Biaggi vorbei und gewann überlegen seinen ersten Grand Prix mit dem beachtlichen Vorsprung von 2,02 Sekunden.
Für den Sachsenring werden die Maschinen kürzer übersetzt, denn es gibt bis auf die Start- und Ziel-Gerade kaum ein längeres Teilstück für extrem hohe Geschwindigkeiten. Dafür muss beim Herausbeschleunigen aus den Kurven mit viel Gefühl am Gasgriff hantiert werden. Jedes zu frühe und zu heftige Gasgeben dieser 250-PS-Maschinen dürfte zu gefährlichen Highsidern führen. Deshalb könnten auf dem Sachsenring auch die PS-schwächeren Suzukis, Kawas und Aprilias Chancen auf vordere Plätze haben. Es wird also nicht einfacher für die Honda-Akteure. Vielleicht schafft es „Dottore“ Rossi, sich am Ring erstmals mit der Yamaha als Sieger des schnellsten Rennens feiern zu lassen.

WM-Stand MotoGP vor Hohenstein-Ernstthal am 18. Juli 2004:


1. Valentino Rossi (I) Yamaha 126 Pkt.
2. Sete Gibernau (E) Honda 126 P.
3. Max Biaggi (I) Honda 113 P.
4. Colin Edwards (USA) Honda 64 P.
5. Carlos Checa (E) Yamaha 62 P.
6. Alex Barros (Bra) Honda 59 P.
7. Loris Capirossi (I) Ducati 55 P.
8. Marco Melandri (I) Yamaha 54 P.

nach oben

Gnadenloser Kampf Aprilia gegen Honda


Klasse bis 250 ccm – Aufsteiger aus 125er Klasse geben Ton an


Von Lutz Weidlich
Auch in der 250er Klasse geben die Fahrer mit ihren über 100 PS leistenden Zweizylinder-Maschinen gnadenlos Gas. Bereits zu Anfang der Saison 2004 setzte sich der Trend des Vorjahres fort: Die ungestümen jungen Aufsteiger aus der Achtelliterklasse geben auch in der hubraumgrößeren Kategorie den Ton an. Errang 2003 Manuel Poggiali (Italien, Aprilia) als vorheriger Weltmeister bei den 125ern auch bei den Viertellitermaschinen die WM-Krone, so scheint nach ihr in diesem Jahr der junge Daniel Pedrosa (Spanien, Honda) zu greifen. Auch er ist als Weltmeister der kleinen Klasse von 2003 nunmehr aufgestiegen und kommt mit der doppelten Motorleistung ebenso auf Anhieb gut zurecht, wie der ebenfalls in die 250er Klasse gewechselte Alex de Angelis. Damit sind auch hier bis auf wenige Ausnahmen (Rolfo, Porto, Fonsi Nieto, de Puniet) die neuen Piloten in dieser Klasse ganz vorn am Drücker.
Die letzten Rennen haben diese Tendenz erneut bestätigt. Allein in Rio am vergangenen Sonntag zeigten mit Weltmeister Manuel Poggiali, Daniel Pedrosa, Toni Elias und Alex de Angelis gleich vier ehemalige 125er Piloten auf den Plätzen von eins bis vier den etablierten Fahrern wo der Hammer hängt.
Da staunten die sieggewohnten Fonsi Nieto (Spanien), Roberto Rolfo (Italien), Hiroshi Aoyama (Japan) und Randy de Puniet (Frankreich) nicht schlecht. Das bringt die bisherige Hackordnung mächtig durcheinander. Gut für die Spannung, freuen sich die Fans. Denn auf dem Sachsenring in einer Woche verspricht diese Konstellation ein ganz turbulentes Rennen um Weltmeisterschaftspunkte. Immerhin führt nun der noch amtierende Champion der 125er Klasse, Daniel Pedrosa (18 Jahre jung), schon die WM-Tabelle der 250er an. Seine Honda läuft nicht nur wie ein Uhrwerk, der Junge beherrscht sie auch wie ein Routinier. Natürlich wollen sich die „gestandenen“ Piloten hier nicht die Butter vom Brot nehmen lassen. So werden de Puniet, Porto, Rolfo und Nieto sowie Weltmeister Poggiali alle Register ziehen, um dem kleinen listigen Spanier die Show zu stehlen.
Hier geht es auch um das Markenprestige: Aprilia gegen Honda. Bisher führte die Aprilia von de Puniet in der WM, jetzt, nach seinem Rio-Sieg, ist es die Honda von Pedrosa. Noch ist alles offen, aber am Sachsenring kann bei einem erneuten Pedrosa- oder Elias-Erfolg schon eine Vorentscheidung zugunsten der japanischen Marke fallen, zumal die Hondas mit Membranmotoren fahren und die Aprilias mit Drehschieberaggregaten. Letztere eignen sich durch ihre spontane Leistungsentfaltung nicht so gut für den engen Sachsenring wie die etwas „gutmütigeren“ Hondas. Also für Spannung und Dramatik ist gesorgt.
Natürlich drücken wir unseren beiden deutschen Grand-Prix-Fahrern, Dirk Heidolf und Klaus Nöhles (Nettetal) ganz fest die Daumen, damit sie einige WM-Punkte erringen. Im Vorjahr schaffte Heidolf aus Hohenstein-Ernstthal einen sehr guten elften Platz, vorige Woche in Rio holte er als 15. einen Punkt.
nach oben

WM-Stand 250 ccm vor Hohenstein-Ernstthal am 18. Juli 2004:


1. Daniel Pedrosa (E) Honda 130 Pkt.
2. Randy de Puniet (F) Aprilia 119 P.
3. Sebastian Porto (RA) Aprilia 88 P.
4. Toni Elias (E) Honda 86 P.
5. Fonsi Nieto (E) Aprilia 75 P.
6. Alex de Angelis (I) Aprilia 64 P.
7. Manuel Poggiali (SM) Aprilia 63 P.
8. Roberto Rolfo (I) Honda 57 P.
nach oben

Waghalsige Überholmanöver angesagt


125 ccm-Maschinen – Klasse der jungen Wilden


von Lutz Weidlich
Alle Rennsportfans fiebern bereits dem Grand Prix von Deutschland auf dem Sachsenring vom 16. bis 18. Juli entgegen. Besonders gespannt sind sie vor allem auf unseren Lokalmatador Steve Jenkner aus Hohenstein-Ernstthal. Leider klappte auch diesmal die Generalprobe nicht: In Rio de Janeiro gab es nur einen mageren 20. Platz für ihn und damit null Punkte. „Obwohl meine Maschine anfangs hervorragend lief, das Fahrwerk auf die Strecke passend abgestimmt war und ich auch fahrerisch gut drauf war, gab es wieder eine herbe Enttäuschung“, ärgerte sich Jenkner nach dem Rennen am vergangenen Sonntag in Übersee. Grund: Eine gebrochene Zündkerze. So konnte Steve das hohe Tempo, das er bei seiner Aufholjagd zum Spitzenpulk vorlegte, nicht mehr halten. Immerhin fuhr er zeitweise schnellere Rundenzeiten als die führenden Kampfhähne. Die aber lieferten einen rundenlangen Kampf auf Biegen und Brechen, dass den Zuschauern der Atem stockte. Da ging es zu dritt in die Kurven, jeder versuchte den besten Windschatten zu erwischen und so spät wie möglich zu bremsen. Kein Wunder, dass es zwischen Stoner, Barbera, Dovizioso und Locatelli mehrmals zu gefährlichen Berührungen kam. Letztlich siegte der 17-jährige Spanier Hector Barbera (Aprilia) vor Casey Stoner (Australien, KTM) und Andrea Dovizioso (Italien, Honda). Roberto Locatelli (Italien, Aprilia) kam als Vierter durch das Ziel (Rückstand knappe 0,36 Sekunden zum Sieger!) und verlor seinen zweiten WM-Rang an Barbera. Weil aber auch Mirko Giansanti (Italien, Aprilia) als Fünfter und Pablo Nieto (Spanien, Aprilia) als Sechster die Ziellinie überquerten, fiel Jenkner auf den achten Platz in der Tabelle zurück. Dabei hatte er noch Glück, dass der mit ihm punktgleiche Jorge Lorenzo (Spanien, Derbi) – Sieger von Assen – im Rennen stürzte und ebenfalls wie Steve ohne Punkte blieb.
Wer die letzten Rennen im Fernsehen verfolgt hat, weiß, was am Sachsenring losgeht. Im Kurvengeschlängel der Berg- und Talbahn wird es Positionskämpfe geben, die den Fans das Blut in den Adern gefrieren lassen. Hoffentlich läuft es bei Steve Jenkner endlich mal wieder optimal, damit ihn die Fans ähnlich bejubeln können, wie bei seinem bravourösen „Ritt“ zum dritten Platz vor zwei Jahren. Damals kam er mit 80 Punkten und im Vorjahr sogar mit 98 Punkten zum Sachsenring. Dagegen schaut die Ausbeute diesmal mit nur 58 Zählern recht mager aus. Dennoch, wir wissen, dass Steve Jenkner kämpfen kann. Wenn die Maschine hält, wird er auch ein großes Rennen vor seiner Heimkulisse fahren. Aber es wird schwer, in der 125er Klasse zu gewinnen, denn aus dieser wilden Meute, vorwiegend Jugendlicher unter 20 Lenzen, könnten mindestens zehn Piloten den Sieg erkämpfen.
Als Wild-Card-Fahrer aus Deutschland geben Georg Fröhlich (Wechselburg, Honda), Patrick Unger (Oberlungwitz, Aprilia) und Manuel Mickan (Uhyst, Honda), ordentlich Gas. Auch ihnen drücken wir die Daumen für eine gute Platzierung.

WM-Stand 125 ccm vor Hohenstein-Ernstthal am 18. Juli 2004:


1. Andrea Dovizioso (I) Honda 125 Pkt.
2. Hector Barbera (E) Aprilia 109 P.
3. Roberto Locatelli (I) Aprilia 106 P.
4. Casey Stoner (AUS) KTM 104 P.
5. Pablo Nieto (E) Aprilia 72 P.
6. Mirko Giansanti (I) Aprilia 63 P.
7. Jorge Lorenzo (E) Derbi 58 P.
8. Steve Jenkner (D) Aprilia 58 P.
nach oben

Motorradrennen seit 1926

1927 zur Himmelfahrt dröhnten auf dem Badberg-Viereck-Kurs bei Hohenstein-Ernstthal - genau am 26. Mai 1927 - das erste mal Rennmotoren. 20 Freunde des Motorrades fanden sich zwei Jahre vorher zu einen Motorrad-Fahrer-Club zusammen. Das Ziel: Rennen mit Motorrädern fahren. Im Februar des Jahres 1927 gab´s die Genehmigung. Berichtet wird: Das "Üben" sollte zwischen 3.30 Uhr und 5.30 Uhr erfolgen. Das "Tageblatt" schrieb damals: "Die Einwohnerschaft von hier.., bringt dem Rennen wärmste Sympathie und großes Interesse entgegen." Das ist wohl bis heute so geblieben. Der 26. Mai 1927 war ein Regentag. 108 Fahrer trugen sich in die Listen ein und 130.000 zahlende Zuschauer warteten bei diesem ersten Renntag am Badberg-Viereck auf den Start. Kurz nach 7 Uhr donnerten die ersten Seitenwagengespanne über den 8,5 Kilometer langen Kurs, damals noch Badberg-Vierecksrennen genannt. Ab 1934 konnte der "Große Preis von Deutschland" sowie 1936 und 1938 sogar der "Große Preis von Europa" veranstaltet werden. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde im Jahr 1949 ein Neubeginn gewagt. Berichtet wird: Am ersten Trainingstag tauchte der Vorsitzende des sächsischen Kulturbundes mit Polizeiverstärkung am Queckenberg auf, um den Rennleiter zu verhaften, weil dieser ohne das Wissen der sächsischen Kulturverwaltung ein Rennen durchführen wollte, das "angeblich" den Schuldenberg des Kulturbundes noch höher wachsen ließe. Am ersten Trainingstag wurde schon so viel an Geld eingenommen, dass Schulden getilgt und ein "Gewinn" erwartet wurde. Am Renntag kamen an die 400.000 Besucher an den Sachsenring. 300 Fahrer hatten sich eingeschrieben, ein Viertel davon kam aus Westdeutschland. 480.000 Zuschauer drängten 1950 an den Kurs. 1960 wurde auf dem Sachsenring die Straßenrad- Weltmeisterschaft ausgetragen, wo begeisterte Zuschauer dem Lichtensteiner Bernhard Eckstein oder dem legendären "Täve" Schur auf der 8,7 km langen Strecke zujubelten. Legendär ist die Taktik: Schur hatte den holländischen Konkurrenten zermürbt, ließ Eckstein passieren und davon fahren, Eckstein wurde Weltmeister. Der auf Schur konzentrierte Holländer verpasste die Chence, er hatte wohl nicht glauben könne, dass „Täve“ so viel Teamgeist besaß, um seinen Kollegen den Sieg zu schenken. Die besten Motorradpiloten kamen von 1961 bis 1972 nach Hohenstein-Ernstthal zu den Weltmeisterschaftsläufen. Bis in die siebziger Jahre garantierten auch so namhafte Motorradrennfahrer wie Heinz Rosner auf MZ, Giacomo Agostini auf MV Agusta oder Mike Hailwood auf Honda spannenden Rennsport auf dem Sachsenring. 1972 ging der Lauf zur Motorradweltmeisterschaft für den Sachsenring verloren. Die DDR-Führung hatte es wohl nicht ertragen können, dass der Westdeutsche Dieter Braun von der Rennsportgemeinde wie ein Volksheld gefeiert wurde. Ab 1973 bekamen Fahrer aus westlichen Ländern bekamen keine Startgenehmigung mehr. Geschlossen hatte die Tribüne das „Deutschlandliede“ mitgesungen. Nach der Wende war keineswegs alles auf die Fortsetzung der großen Tradition gerichtet: Unterschriftensammlungen, Protestaktionen‚ Demonstrationen prägten die Jahre von 1992 bis 1994, in denen die Zukunft des Rings in der Luft hing. Am 16. 3. 1994 beschloss der Sächsische Landtag (CDU, SPD, FDP, Grüne, PDS) einstimmig die Unterstützung des Projektes "Verkehrssicherheitszentrum Sachsenring". Vier Wochen später erfolgte der Spatenstich, im Oktober war Baubeginn und am 22. August 1995 konnte die neue 22 Hektar große und 22 Millionen schwere Anlage übergeben werden. Seit Mai 1996 finden wieder Motorradrennen auf dem Sachsenring statt und seit 1997 auch wieder die Grand Prix-Rennen für Motorräder. Im August 1995 wurde das Verkehrssicherheitszentrum Sachsenring eröffnet und ein Jahr später für motorsportliche Zwecke um-bzw. ausgebaut. 1996 das Comeback des Sachsenrings. 55.000 Zuschauer zur Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft und 75.000 Fans zum damaligen ADAC Supertourenwagen Cup bestätigten die Anziehungskraft des neuen Sachsenrings. Seit 1998 wird Deutsche Motorrad Grand Prix wieder auf dem Sachsenring ausgetragen. Über 150.000 Zuschauer säumten jährlich zu Deutschlands Motorrad Event Nummer 1 die Strecke. Der ADAC Sachsen konnte 1999 mit dem Grand Prixpromoter Dorna einen Vertrag zur Durchführung des Grand Prix bis 2006 schließen. Mit Unterstützung des Freistaates Sachsen wurde der Sachsenring 2000/2001/2004 nochmals erheblich ausgebaut, um beste Bedingungen für Fans und Fahrer zu bieten.

22.11.2005 Sachsenring bleibt Mekka der deutschen Motorradfans

Neuigkeiten aus der Wirtschaftsregion
Der Motorrad Grand Prix bleibt bis 2011 auf dem Sachsenring. Einen entsprechenden Vertrag unterzeichneten heute in Dresden ADAC-Sportpräsident Hermann Tomczyk, Nikolaus Köhler-Totzky, Vorsitzender des ausrichtenden ADAC Sachsen, und Carmelo Ezpeleta, Manager der Grand-Prix-Vermarktungsagentur DORNA. Ausschlaggebend für die Vertragsverlängerung waren nicht zuletzt die überzeugende Organisation, der immense Zuschauerzuspruch und die hervorragende Stimmung. In den letzten drei Jahren strömten stets mehr als 200.000 Menschen zu den Weltmeisterschaftsläufen auf der Rennstrecke in der Wirtschaftsregion Chemnitz-Zwickau. Der Grand Prix findet seit sieben Jahren auf dem Traditionskurs statt. Um den Anforderungen der FIM zu entsprechen und um die Strecke noch attraktiver zu machen, erfolgten und erfolgen eine Reihe aufwändiger Umbauarbeiten, an denen sich sowohl der ADAC als auch der Freistaat Sachsen wesentlich beteiligen. So erhielt der Sachsenring eine moderne Boxenanlage, einen neuen Start- und Zielturm mit einer der modernsten Race Controls Deutschlands sowie das Medical Center. Aktuell wird ein neues Pressezentrum gebaut, um dem nationalen und internationalen Medieninteresse Rechnung tragen zu können. Die Rennstrecke im Herzen der Wirtschaftsregion Chemnitz-Zwickau entwickelte sich zusehends zu einem Publikumsmagneten im internationalen Motorradsport. Seit 1998 kamen jährlich hunderttausende Enthusiasten zu den Weltmeisterschaftsläufen. Mit 204.061 verkauften Tickets erreichte der Sachsenring im Jahr 2003 sogar den höchsten Zuspruch aller WM-Läufe. 2005 besuchten schließlich 216.544 Besucher das Mekka des deutschen Motorradsports. 2006 findet der Weltmeisterschaftslauf vom 14. bis 16. Juli statt.
Mail to Stiegler




Besuche "Sachsenringrennstrecke" counter
Besuche DerZwickauer counter
hier geht´s nach oben und
hier geht´s zurück zur Homepage