Älteste wissenschaftliche Bibliothek Sachsens präsentiert sich mit neuem Internetauftritt


Bücherschätze aus über tausend Jahren in der Zwickauer Ratsschulbibliothek

- siehe auch Das Zwickauer Stadtarchiv - Termine in den städtischen Museen - „… Inn die Librareÿ zu Zwicka …“, Schätze aus 1200 Jahren Buchkunst
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Lutz Mahnke demonstriert die neuen Angebote der Ratsschulbibliothek im Internetauftritt. Foto: Theo Stiegler

Älteste wissenschaftliche Bibliothek Sachsens präsentiert sich mit neuem Internetauftritt


Bücherschätze aus über tausend Jahren in der Zwickauer Ratsschulbibliothek



ZWICKAU im Januar 2011 – Die Zwickauer Ratsschulbibliothek ist die älteste wissenschaftliche Bibliothek in Sachsen. Internetnutzer wird es freuen: Die Bibliothek ist seit Neuestem im World Wide Web mit neu gestalteten Seiten besser zu erreichen und zu erschließen.
Das sind schon seltene Kostbarkeiten, die in der Ratsschulbibliothek in Zwickau zu bewundern sind: Eine Handschrift aus dem neunten Jahrhundert auf Pergament enthält medizinisches Wissen aus dem alten Griechenland, das vor 1200 Jahren ein Mönch abgeschrieben hat , Bücher aus der Zeit, als Kaiser Barbarossa Sachsen besiedeln ließ, sind mit farbigen Illustrationen versehen, die dicken Wälzer aus dieser Zeit füllen ganze Regale, die Zwickauer Ratsschulbibliothek birgt Kostbarkeiten aus über tausend Jahren Geschichte. Um die Zeit, der kleine Georg Bauer sich auf dem Weg machte, um in Zwickau die Lateinschule zu besuchen, vermachte ein Mäzen der Bibliothek der Zwickauer Lateinschule ein Buch und vermerkte auf dem Buchdeckel das Schenkungsdatum:
Das war der 17. Februar 1498. Der Schenkungsvermerk beweist aber auch; die Bibliothek gab’s damals schon länger. Georg Bauer besuchte in Zwickau die höhere Schule, wurde später deren Direktor und nannte sich dem Zug der Zeit folgend mit seinem lateinisierten Namen Georgius Agricola. Auch viele Bücher des berühmten Montanwissenschaftlers und Politikers Agricola sind in Zwickau aufbewahrt.
Der heutige Bibliotheksdirektor Lutz Mahnke ist stolz auf die neuen Angebote, die es nun Wissenschaftlern weltweit ermöglichen, von den Schätze in Zwickau zu erfahren.



Der Direktor der Ratsschulbibliothek, Lutz Mahnke mit einem Band "Buch der Natur" von Konrad Megenberg, Augsburg 1482


Der Internetauftritt umfasst neun Rubriken, die von „Aktuelles“ über „Geschichte & Bestände“ und „Projekte“ bis hin zu „Links“ reichen. Fachleute und interessierte Laien können online in den Beständen der ältesten öffentlichen Bibliothek Sachsens recherchieren.
Ein elektronischer Bibliothekskatalog der Ratsschulbibliothek wurde neu eingerichtet und wird auch ständig erweitert. Mahnke weiß aber auch: Die Hälfte der „Schatzgrube“ schlummert im Verborgenen und ist noch für manche Überraschung gut.
Zur Zeit besitzt die Bibliothek etwa 250.000 historische Handschriften, Bücher, Notenblätter und Bilder vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart.
Zum wohl bedeutendsten Grundstock trug der Zwickauer Stadtschreiber Stephan Roth (1492 – 1546). Roth besaß etwa 6000 Bände, darunter viele Hochschulschriften, gedruckte Unikate und Musikalien, die er der Sammlung vermachte.
Zwickau war im 16. Jahrhundert mit über 8000 Einwohnern eine der bedeutendsten sächsischen Städte. Mehrere verdienstvolle Bürger vermachten ihre Büchersammlungen der Ratsschulbibliothek.
Seit 1914 ist die Ratsschulbibliothek in Zwickau in einem Flügel des Städtischen Museums am heutigen Platz der Völkerfreundschaft untergebracht.
Die Räume der wissenschaftlichen Bibliothek atmen die gediegene Atmosphäre von der Zeit gealterter Holzwände und grüne Lampenschirme laden ein, sich im Lesesaal in die alten Schriften zu vertiefen.
Dabei achten die Mitarbeiter der Ratsschulbibliothek streng darauf – Notizen werden nur mit Bleistift gemacht; Tinte und Kugelschreiber sind in Gegenwart der wertvollen Buchschätze verboten. Aber seit neuestem lassen sich ja auch viele der Schätze online recherchieren. www.ratsschulbibliothek.de

Theo Stiegler
Schätze aus über tausend Jahre lagern in den Beständen der Zwickauer Ratsschulbibliothek.
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