37. AvD Rallye Sachsenring:

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Rallye Sachsenring 3. Lauf zur Deutschen Meisterschaft 2003 : Horst Rotter aus Großalmersrode in der Super 1600-Klasse auf Opel Corsa Super 1600 setzte sich nach der ersten Etappe an die Spitze. Foto: DRM-Media-Team

Sachsen im Rallyefieber

Ein toller Empfang erwartet die Teams aus der DRM (Deutsche Rallye-Meisterschaft) beim dritten Lauf der Saison: Erstmals gastiert die höchste deutsche Rallye-Liga bei der AvD-Rallye Sachsenring in Zwickau und nimmt damit ein höchst traditionelles Event in einer motorsportbegeisterten Region neu in den Kalender auf. "Als Sachse einen DRM-Lauf in Sachsen zu fahren, das ist für mich natürlich etwas ganz besonderes", freut sich der amtierende Meister Matthias Kahle (Görlitz) über den Auftritt auf den selektiven Asphalt-Prüfungen rund um das westsächsische Oberzentrum Zwickau.

Verwaltungszentrum wird zum Mittelpunkt der Rallye

Die Freude herrscht allerdings auch in der Veranstaltungsregion: Die Automobil-Stadt Zwickau macht für die AvD-Rallye Sachsenring vieles möglich. Weil das Verwaltungszentrum an der Kopernikusstraße für drei Tage zum Rallyezentrum wird, genehmigte etwa der Rat der Stadt den Zwickauer Beamten einen freien Freitag. "Mit dem Rallyezentrum wollen wir etwas Einmaliges schaffen", betont Servicepark-Chef Peter Kosche. "Fahrer, Teams und Fans sollen echte Fahrerlageratmosphäre spüren". Einigen namhaften Vertretern der Rallyeszene hat der Zwickauer das Gelände und seine Pläne bereits gezeigt. "Alle waren begeistert", freut sich Kosche.

Unterstützung von Stadt und Land

Welch breite Unterstützung die Rallye bei ihrer Premiere in der DRM hat, zeigt sich auch auf Landesebene: Die Schirmherrschaft für die 37. AvD-Rallye Sachsenring hat der sächsische Ministerpräsident Prof. Dr. Georg Milbradt übernommen. Deutlich wird die Rallyebegeisterung aber auch bei der Zuschauerprüfung an der Glück-Auf-Brücke am Freitagabend spürbar. "Wir rechnen mit rund 10.000 Zuschauern nur bei dieser Prüfung", so Rallyeleiter Wolfgang Kießling. Auch hier haben die Veranstalter die 100.000-Einwohner-Stadt auf ihrer Seite: Für die WP werden am Freitag, 30. Mai 2003 ab 16 Uhr zwei Bundesstraßen in der Zwickauer Innenstadt gesperrt.

Viele Zuschauer-Highlights

Neben dem Rundkurs am Freitag (Vorprogramm ab 18.00 h, Start um 19.30 Uhr) gibt es bereits am Donnerstag bei Shakedown (nähe Schneppendorf ab 18 Uhr) und Teamvorstellung (Hauptmarkt, ab 19 Uhr) einiges zu sehen. Ebenso zum Zuschauermagneten dürfte der Zieleinlauf (Sonnabend 19.10 Uhr, Hauptmarkt) werden. Infos liefert während der Veranstaltung ständig das Rallye-Radio (Radio Zwickau 96.2). Und auch für den Transport ist bestens gesorgt: Busse und Bahnen der Zwickauer Verkehrsbetriebe sind mit Eintrittskarte während der Rallye kostenlos. Alleine 17 Straßenbahnen wurden dazu eigens als "Rallyeexpress" gestaltet.

Thema: Spitzensportler schnuppern beim Shakedown Rallyeluft

Einen ersten Eindruck von Fahrern und Fahrzeugen aus der DRM können die Fans in Westsachsen schon am Donnerstag bekommen: Von 18 bis 20 Uhr steht dann der Shakedown bei Schneppendorf auf dem Programm. Beim "freien Training" vor der Rallye wird Deutschlands Rallye-Elite auf einige der weltbesten Bob-Damen treffen: Annegret Dietrich und Cathleen Martini mit ihren Teammitgliedern freuen sich auf den Ritt auf dem heißen (Beifahrer-)Sitz neben DRM-Champion Matthias Kahle und seinen Kollegen. Auch Fußballtrainer Robby Döge (FSV Zwickau) wird im Rallye-Auto Platz nehmen. Er erlebt die rund zwei Kilometer lange Test-Wertungsprüfung im privat eingesetzten Skoda Octavia WRC von Maik Stölzel. Neben den beiden WRC-Piloten Kahle und Stölzel haben sich auch die drei Super-1600-Asse aus der DRM für den Shakedown angemeldet: Rainer Jostes (Citroen Saxo Super 1600), Horst Rotter (Opel Corsa Super 1600) und Carsten Mohe (Renault Clio Super 1600) nutzen die letzte Gelegenheit zum Funktionstest vor der Rallye ebenso, wie der amtierende Privatfahrer-Champion, Lokalmatador Peter Corazza (Honda Civic Type R). hier geht´s nach oben

Vorschau 37. AvD-Rallye Sachsenring Zwickau 2003:

Premiere in Zwickau
Neuland für die DRM: Vom 30. bis 31. Mai gastiert die DRM (Deutsche Rallye-Meisterschaft) erstmals bei der AvD-Rallye Sachsenring. Den Teams aus der höchsten Deutschen Rallye-Liga steht dabei ein anspruchsvoller Asphalt-Sprint über knapp 130 WP-Kilometer bevor - da heißt es von Anfang an "Gas geben", um den Anschluss nicht zu verlieren. Besonders für das amtierende Meisterduo Matthias Kahle / Peter Göbel (Skoda Octavia WRC) gilt diese Devise: Die Favoriten auf den Gesamtsieg bei der Rallye rund um Zwickau liegen vor dem dritten DRM-Lauf mit 60 Zählern auf Rang vier der Meisterschaft. Um auf Tabellenführer Hermann Gaßner / Sigfried Schrankl (Mitsubishi Carisma GT EVO VII, 92 Punkte) Boden gut zu machen, benötigt das Skoda-Werksteam derzeit jeden Punkt. An zweiter und dritter Position im Championat rangieren zwei Teams, die Heimrecht haben: Carsten Mohe / Lutz H. Uhlig (Renault Clio Super 1600, 67 Punkte) nehmen die Rallye-Pisten als Zweitplatzierte in Angriff, Maik Stölzel / Thomas Windisch im privat eingesetzten Skoda Octavia WRC (65 Zähler) rangieren an dritter Position.
Punktgleich mit Kahle / Göbel tritt außerdem der amtierende Privatfahrer-Champion, Peter Corazza (Honda Civic Type R) mit Co-Pilot Steffen Rothe als Tabellenvierter bei seinem Heimspiel an.

Aufholjagd für Matthias Kahle und Co-Pilot Peter Göbel

Nachdem das Skoda-Werksduo den DRM-Auftakt im bayerischen Oberland durch einem Motorschaden vorzeitig beenden mussten, sammelten sie mit dem Gesamtsieg bei der Pneumant-Rallye kräftig Meisterschaftspunkte. Doch noch immer liegen sie in der Meisterschaft 32 Punkte hinter den Bayern Hermann Gassner / Siggi Schrankl im Mitsubishi Carisma GT - kein leichter Gegner, immerhin gewann das bayerische Duo 1995 den DRM-Titel. "Wir müssen die einzige Chance, die wir haben, nutzen und gewinnen", erklärt Kahle die Taktik. "Hoffen müssen wir, dass sich möglichst viele Teams zwischen uns und Gaßner schieben, damit wir den Rückstand weiter verringern können". Der Tatsache, dass die Sachsenring-Rallye neu im DRM-Kalender ist, kann Kahle zudem Positives abgewinnen. "Wir dürfen die Wertungsprüfungen nur drei Mal besichtigen und müssen in dieser Zeit einen perfekten Strecken-Aufschrieb erstellen. Das ist ein gutes Training für zukünftige WM-Läufe, bei denen die Besichtigung der Strecken ebenfalls streng limitiert ist."

Starke Teams mit Heimrecht

Wenn auch Kahle der absolute Favorit auf den Gesamtsieg in Zwickau ist, dahinter lauern eine ganze Reihe schneller Piloten auf einen kleinen Fehler des Meisters. Vor allem Lokalmatador Maik Stölzel - wie Kahle in einem Skoda Octavia WRC unterwegs - peilt einen Platz unter den Top-Drei an. Der Zwickauer und sein Co-Pilot Thomas Windisch freuen sich riesig auf das Heimspiel. "Eine der Wertungsprüfungen führt in Sichtweite an meinem Haus vorbei", erklärt Stölzel, "da ist sicherlich die ganze Nachbarschaft an der Strecke". Nach dem dritten Gesamtrang beim Auftaktlauf reichte es bei der Pneumant-Rallye nur zu Rang fünf. "Ein kleines Teil für zwei Euro verhinderte, dass wir die volle Leistung unseres Allradlers nutzen konnten, während der Rallye war der Schaden aber nicht zu lokalisieren." Für das Heimspiel steht dem Octavia nun wieder die volle Leistung zur Verfügung. Das Duo liegt derzeit auf dem dritten Meisterschaftsrang und ist bestplatziertes Team in der Privatfahrer-Wertung, "wir freuen uns auf die selektiven Wertungsprüfungen mit einigen Kuppen und vielen, vielen Kurven". Aber auch das österreichische Ehepaar Ruben und Petra Zeltner im Mitsubishi Lancer Evo VI hat ein Heimspiel: Immerhin ist Ruben Geschäftsführer des Fahrsicherheitszentrums am benachbarten Sachsenring. Dazu gesellt sich noch der Stuttgarter Sandro Wallenwein, der erstmals die stärkere Evo VII-Version des Mitsubishi Lancer an den Start bringt.

Ideales Terrain für die Super-1600-Boliden

Die schnellen Asphaltprüfungen rund um Zwickau sind wie geschaffen für die kraftstrotzenden Boliden der Super-1600-Meisterschaft. Über 220 PS kitzeln die Werke aus den 1.600-ccm-Motoren. Zwar verfügen sie reglementbedingt nur über Frontantrieb, sind dafür aber wesentlich leichter als die allradgetriebene Konkurrenz. Angeführt wird die wilde 1600er Truppe von den Sachsen Carsten Mohe und Co-Pilot Lutz Uhlig im Renault Clio Super 1600. Sie führen nach zwei Siegen das Meisterschaftsklassement an, der Crottendorfer Carsten Mohe hat zudem in Zwickau ein Heimspiel. "Carsten ist schon eine Meßlatte für mich, vor allem auf Strecken die er gut kennt", erklärt Citroën-Junior Rainer Jostes. Er kam zu Beginn dieser Saison durch eine Nachwuchssichtung in das deutsche Citroen-Werksteam und konnte im Saxo Super 1600 bislang zwei Mal Platz zwei hinter Mohe belegen. "Für mich ist bei der Rallye Sachsenring alles neu, ich kenne die Region bislang nur vom Vorbeifahren auf der Autobahn", flachst der lange Junior. "Ich habe aber schon oft gehört, dass die Begeisterung der Fans in dieser Region riesig sein soll", so Jostes, "ich bin froh wenn es endlich wieder losgeht". Knapp 130 WP-Kilometer sind beim dritten DRM-Lauf zu absolvieren, da bleibt zusammen mit Co-Pilot Jan Enderle keine Zeit für große taktische Überlegungen. "Die Rallye ist sehr kurz, da darf man keine Fehler machen", so der 24-Jährige, "voll konzentriert fahren und dennoch nicht zuviel Druck aufbauen muss unsere Devise lauten". Mit viel Spaß geht Routinier Horst Rotter an den Start in Sachsen. "Obwohl für mich bei der Veranstaltung alles neu ist, freue ich mich riesig. Zudem fühle ich mich im Opel Corsa Super 1600 immer wohler." Auf einer Asphalt-Prüfung bei der Pneumant-Rallye konnten Rotter und sein Co-Pilot Dieter Hawranke im Corsa die schnellste Zeit des gesamten Feldes fahren. Getriebeprobleme verhinderten, dass mehr als Rang drei in der Super-1600-Meisterschaft heraussprang. "Die Getriebeprobleme sind aussortiert und mit dem Corsa ist es einfach genial auf dieser Art von Prüfungen unterwegs zu sein", so der Kfz-Meister. "Diese Prüfungen gefallen mir und dem Auto gut, dennoch ist Carsten Mohe der klare Favorit und wird bei seinem Heimspiel wohl kaum zu schlagen sein."

Gruppe N: Motivationsschub für Corazza beim Heimspiel

Auch Peter Corazza aus Ölsnitz hat bei der Sachsenring ein Heimspiel. Der amtierende Privatfahrer-Meister dominiert auch in diesem Jahr die kleinste Meisterschaftsdivision in der seriennahen Gruppe N bis 2000 ccm. Nach zwei Divisionssiegen im Honda Civic Typ R liegt er in der Tabelle punktgleich mit Kahle auf dem vierten Platz. "Die Charakteristik der Strecken in meiner Heimat kenne ich natürlich gut", bekennt der Sachse, "sie liegen vom Typ her etwa zwischen den DRM-Läufen in der Eifel und bei der KÜS-Saarland-Rallye. Teilweise richtig schnell, aber auch sehr selektiv". Mit Co Steffen Rothe will er natürlich auch vor der eigenen Haustüre mit einem weiteren Divisionssieg die Tabellenposition ausbauen, "und vor heimischem Publikum zu fahren, gibt natürlich einen extra Schub Motivation".
offizieller Pressetext der Rallye
22. Mai 2003 hier geht´s nach oben

Matthias Kahle mit Peter Göbel konnten sich nach der ersten Etappe in Zwickau an die Spitze setzten. Foto: Archiv Stiegler

Kahle führt nach erster Etappe

Matthias Kahle / Peter Göbel (Skoda Octavia WRC) als amtierendes Meisterduo der DRM (Deutsche Rallye-Meisterschaft) holte auf der ersten Etappe vor 15.000 Zuschauern auf dem dicht besetzten Rundkurs in der Innenstadt von Zwickau den Sieg. Das Skoda-Werksteam konnte im Etappenziel der AvD-Rallye Sachsenring einen Vorsprung von 37,6 Sekunden auf Anton Werner / Peter Knoll (Mitsubishi Carisma) herausfahren. Hermann Gaßner mit Co-Pilot Siegfried Schrankl (ebenfalls Mitsubishi Carisma) kamen auf den dritten Rang. Horst Rotter / Dieter Hawranke (Opel Corsa Super 1600) wurden bestplatziertes Team in der Super-1600-Kategorie. Lokalmatador und Super-1600-Leader Carsten Mohe und Co-Piloten Lutz H. Uhlig (Renault Clio Super 1600, 9. Position) wurden vor heimischer Kulisse um 14,0 Sekunden distanziert. Das an zweiter Position geführte österreichische Ehepaar Ruben und Petra Zeltner im Mitsubishi Carisma fielen bei ihrem Heimspiel - Ruben Zeltner ist Geschäftsführer des Fahrsicherheitszentrums Sachsenring - auf der letzten Prüfung des Tages mit technischem Defekt aus. Werner / Knoll und Gaßner / Schrankl auf Mitsubishi Carisma sind nun Verfolger auf den 90,6 WP-Kilometern (10 Prüfungen) der zweiten Etappe. Der Zwickauer Maik Stölzel und sein Co-Pilot Thomas Windisch im privat eingesetzten Skoda Octavia WRC erhielten nach zwei Frühstarts eine einminütige Zeitstrafe. Horst Rotter setzte sich in der Super-1600-Meisterschaft mit Co-Pilot Dieter Hawranke im Opel Corsa Super 1600 von der ersten Wertungsprüfung vor Carsten Mohe / Lutz H. Uhlig in Führung. Rainer Jostes / Jan Enderle (Citroën Saxo Super 1600) gaben mit Motordefekt vorzeitig auf. hier geht´s nach oben

Sieg in der Super-1600-Wertung und zwei WP-Bestzeiten

Horst Rotter / Dieter Hawranke (Opel Corsa Super 1600) waren bei der AvD-Rallye Sachsenring in Top-Form

Der amtierende Champion siegt bei der AvD-Rallye Sachsenring: Kahle auf dem Vormarsch


Mit einem blitzsauberen Start-Ziel-Sieg bei der AvD-Rallye Sachsenring machen Matthias Kahle / Peter Göbel (Skoda Octavia WRC) weiteren Boden in der DRM (Deutsche Rallye-Meisterschaft) gut. Das amtierende Meisterteam lief beim dritten DRM-Lauf vor 35.000 Zuschauern mit einer Zeit von 1:08.25,2 h vor Anton Werner / Peter Knoll (Mitsubishi Lancer EVO VI, 1.11,6 Min. zurück) ins Ziel in Zwickau ein. Dritte wurden Sandro Wallenwein / Pauli Zeitlhofer (Mitsubishi Carisma EVO VII, 1.22,6 Min. zurück), die nach einer furiosen Aufholjagd bis auf Schlagdistanz auf die Zweitplatzierten aufrücken konnten. Auf den Wertungsprüfungen über 130 selektive Asphalt-Kilometer in Westsachsen zeigten sich die besten Fahrer in der Super-1600-Meisterschaft in Top-Form: Horst Rotter / Dieter Hawranke (Opel Corsa Super 1600) platzierten sich als bestes Team ihrer Division als Vierte der Gesamtwertung und verwiesen dabei auch den nach wie vor Führenden Hermann Gassner mit Co-Pilot Siegfried Schrankl (Mitsubishi Lancer EVO VII) auf Rang fünf. Gassner, der Vizemeister der vergangenen Saison, konnte in einem extrem engen Finish auf der letzten WP der zweiten Etappe noch die Lokalmatadoren Carsten Mohe / Lutz H. Uhlig (Renault Clio Super 1600) um eine halbe Sekunde distanzieren, verliert aber dennoch wichtige Punkte und liegt nun mit 122 Zählern in Front. Kahle / Göbel verkürzten ihren Rückstand zur Spitze auf nunmehr 22 Punkte und liegen vor dem nächsten DRM-Lauf (KÜS-Saarland-Rallye, 20. – 21. Juni 2003 rund um Merzig) auf Rang zwei.
„Ich freue mich über den Sieg und natürlich auch über die Punkte, die mich in der Tabelle ein weiteres Stück nach vorne bringen“, strahlte Kahle im Ziel der zweiten Tagesetappe der AvD-Rallye Sachsenring nach der sieggekrönten souveränen Fahrt. „Die Rallye verlief ohne Probleme – sieht man von einem vorsorglichen Getriebetausch ab.“ In der Meisterschaft macht der amtierende Champion nun einen Sprung auf Platz zwei, der Rückstand auf Spitzenreiter Gassner schrumpfte von 32 auf 22 Punkte. Die nicht permanent in der DRM eingeschriebenen Zweitplatzierten Werner / Knoll machen zudem möglich, dass auch Sandro Wallenwein / Pauli Zeitlhofer nach der Rallye Sachsenring einen großen Schritt in der Meisterschaft machen: Der Stuttgarter und sein österreichischer Co-Pilot rangieren mit 72 Punkten an fünfter Position und liegen damit erstmals in der laufenden Saison in den Top 10.
Rotter übernimmt zweiten Platz in der Super-1600-Meisterschaft Überglücklich war nach dem Zieleinlauf der Rallye Sachsenring der Sieger in der Super-1600-Meisterschaft: Horst Rotter (Opel Corsa Super 1600) holte mit Co-Pilot Dieter Hawranke nach einem durchwachsenen Saisonstart den ersten Sieg im hart umkämpften Championat: „Mir fällt ein Stein vom Herzen“, freute sich der 42-Jährige im Ziel, „ich freue mich riesig. Das Auto war an diesem Wochenende einfach unglaublich gut.“ Top-Form zeigte der Kfz-Meister aus Großalmerode nicht nur durch den hervorragenden Gesamtrang und den Super-1600-Sieg. Gleich zwei von 15 Wertungsprüfungen beendete er mit einer Gesamtbestzeit. Um die Freude im Team komplett zu machen, sorgten die gewonnen Punkte auch dafür, dass sich Opel in der prestigeträchtigen DRM-Markenwertung nach vorne schob und nun hinter Skoda an zweiter Stelle rangiert. Wenig entgegenzusetzen hatte dagegen der Führende der Super-1600-Meisterschaft, Carsten Mohe. Mit Co-Pilot Lutz H. Uhlig hielt er zwar während der gesamten Rallye Anschluss an Rotter, fand aber keine Gelegenheit, den Rückstand entscheidend zu verringern. Ein unglückliches Wochenende erlebte das Citroën-Werksteam mit Rainer Jostes / Jan Enderle im Saxo Super 1600: Das junge Gespann musste bereits auf der ersten Tagesetappe frühzeitig mit Motorschaden aufgeben.
AvD-Rallye Sachsenring mit „sächsischem Monaco“ Die erstmals in den DRM-Kalender aufgenommene AvD-Rallye Sachsenring bot den Fans in und um Zwickau zwei attraktive Tage und einen ganz besonderen Höhepunkt: Der Zuschauer-Rundkurs über die Glück-Auf-Brücke in der Zwickauer Innenstadt wurde auf Anhieb zum „sächsischen Monaco“: 15.000 begeisterte Fans feierten die Elite der deutschen Rallye-Drifter. „Die Atmosphäre am Stadtrundkurs am Freitagabend war besonders toll – so etwas vergisst man nicht so schnell“, schwärmt Champion Matthias Kahle. Mehr Fortune hatten sich dagegen sicherlich die Lokalmatadore bei der Rallye Sachsenring gewünscht. Nicht nur Carsten Mohe (Crottendorf) in der Super-1600-Wertung musste sich beugen. Der Zwickauer Maik Stölzel im privat eingesetzten Skoda Octavia WRC lag auf der ersten Etappe zwischenzeitlich schon auf Rang zwei, bis er wegen zweier Fehlstarts und der damit verbundenen Strafzeiten auf Platz 27 zurück fiel. In einer tollen Aufholjagd konnte er während der zweiten Etappe immerhin noch bis auf die neunte Position vorstoßen. In der kleinsten DRM-Division (Gruppe N bis zwei Liter Hubraum) war der amtierende Privatfahrer-Champion Peter Corazza (Oelsnitz, Honda Civic Type R) als einer der Favoriten angetreten. Auch er musste sich allerdings an diesem Wochenende der Konkurrenz geschlagen geben. Nach einem spannenden Fight in der stark besetzten Division siegten Peter Zehetmaier / Jürgen Breuer (Honda Civic Type R) vor ihren Marken- und Modellkollegen Michael Stapel / Ute Hase sowie Lars Mysliwietz / Jörg Bastuck. Für Corazza / Rothe reichte es in der Endabrechnung nur zu einem vierten Platz in ihrer Division.
Dänischer Sieg in nationaler AvD-Rallye Sachsenring Bei der nationalen Variante der AvD-Rallye Sachsenring feierte der Däne Kjeld Seidler mit Co Jess Larsen (Ford Sierra Cosworth) einen Überraschungssieg. „Es ist mein erster Start in Deutschland“, freute sich der Skandinavier in Zwickau. „Die kurvenreichen Strecken haben uns viel Spass gemacht, weil es bei den heimischen Rallies oft nur geradeaus geht“. Seidler profitierte vom Pech von Maik Förster / Simon Fröhlich (Mitsubishi Lancer Evo II), die ihre Führung trotz der meisten Bestzeiten durch einen Reifenschaden in der achten Wertungsprüfung einbüssten und chancenlos zurückfielen. Originalpressetext von rallye-dm.de
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AvD-Rallye Sachsenring im Stenogramm

* Ort / Rallyezentrum Zwickau / Verwaltungszentrum
* Wertung Ein-Tages-Wertung
* Veranstalter Sachsenring Motorsport Zwickau im AvD, Schlachthofstraße 2 – 8, 08058 Zwickau, Fon 03 75 / 3 32 46 47, Fax 03 75 / 3 32 46 53, Mail info@rallyesachsenring.de
* Rallyeleiter: Wolfgang Kießling / Michael Görlich
* Charakter: 95 % Asphalt / Festbelag 5 % Schotter
* Pressekontakt und Akkreditierung, AvD, Sportabteilung, Dirk Johae, Lyoner Straße 16, 60528 Frankfurt, Fon 0 69 / 66 06 - 2 54, Fax 0 69 / 66 06 - 2 53, Mail dirk.johae@avd.de.
* Presse-Zentrum im Verwaltungszentrum Zwickau, Kopernikusstraße, 08058 Zwickau, Fon 03 75 / 83 78 60,
* Öffnungszeiten Do., 29. Mai: 16.00 - 20.00 Uhr
Fr., 30. Mai: 09.00 - 22.00 Uhr
Sa., 31. Mai: 06.30 - 22.00 Uhr

* Shakedown
Do., 29. Mai, 18.00 - 20.00 Uhr, bei Schneppendorf. Serviceplatz auf der Verbindungsstraße nach Zwickau vor dem Ortseingang Schneppendorf auf der rechten Seite.
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Kurz-Zeitplan


SHAKEDOWN, DONNERSTAG, 29. MAI 2003
18.00 - 20.00 h: Shakedown auf Test-WP bei Schneppendorf

ETAPPE 1, FREITAG, 30. MAI 2003
14.00 h: Start, Verwaltungszentrum, Zwickau
14.30 - 17.40 h: WP 1 - WP 4 (29,24 WP-km) nördlich von Zwickau
16.00 u. 18.30 h: Regrouping und Service, Verwaltungzentrum, Zwickau
19.30 h: WP 5 (8,50 WP-km), Rundkurs Glückauf-Brücke, Zwickau
20.00 h: Schluss-Service, Verwaltungszentrum, Zwickau
20.50 h: Ziel 1. Etappe und Parc fermé, Sachsenring AG

ETAPPE 2 · SAMSTAG, 31. MAI 2003
6.45 h: Re-Start und Service, Verwaltungszentrum, Zwickau
7.35 - 8.15 h: WP 6 - WP8 (28,12 km) südlich von Zwickau bei Kirchberg
9.15 u. 12.35 h: Regrouping und Service, Verwaltungszentrum, Zwickau
10.55 - 11.40 h: WP 9 - WP11 (28,12 km) südlich von Zwickau bei Kirchberg
13.45 - 14.35 h: WP 12 - WP 13 (17,2 km) süd-westl. u. süd-östl. Zwickau
15.30 h: Regrouping und Service, Verwaltungszentrum, Zwickau
17.05 - 17.55 h: WP 14 - WP 15 (17,2 km) süd-westl. u. süd-östl. Zwickau
18.40 h: Service, Verwaltungszentrum, Zwickau
19.10 h: Ziel, Hauptmarkt Zwickau
19.30 h: Parc fermé, Verwaltungszentrum, Zwickau hier geht´s nach oben


DRM-Stände nach 2 von 7 Läufen

Fahrerwertung
1. Gaßner / Schrankl: 92 Punkte
2. Mohe / Uhlig: 67 Punkte
3. Stölzel / Windisch: 65 Punkte
4. Corazza / Rothe: 60 Punkte
4. Kahle / Göbel: 60 Punkte
6. Holz / Limbach: 55 Punkte
7. Liebehenschel / Busch: 52 Punkte
8. Jostes / Enderle. 48 Punkte
9. Gerst / Neidhöfer: 47 Punkte
10. Stapel / Haase: 45 Punkte

Super-1600-DM
1. Mohe / Uhlig: 20 Punkte
2. Jostes / Enderle: 12 Punkte
3. Rotter / Hawranke: 4 Punkte

Markenwertung
1. Skoda: 157 Punkte
2. Citroën: 54 Punkte
3. Opel: 44 Punkte

Privatfahrer-Wertung
1. Stölzel / Windisch: 65 Punkte
2. Corazza / Rothe: 60 Punkte
3. Holz / Limbach: 55 Punkte hier geht´s nach oben


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