Tanztheater Ragtime-Cabaret von Bronislav Roznos - Uraufführung in Zwickau

Ganz nach dem Leben einer Ballettcompany



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Cabaret Ragtime – ein Tanztheater von Bronislav Roznos erlebt Uraufführung auf der Zwickauer Gewandhausbühne

Zeit für einen ordentlichen Schabernack mit Tumult und Radau auf der Bühne


ZWICKAU, November 2007 – ZWICKAU – Ragtime, es ist Zeit für einen ordentlichen Schabernack für Tumult und Radau auf der Bühne. Cabaret Ragtime ist die neueste Kreation des Zwickauer Ballettmeister Stanislav Roznos. Das Tanztheater erlebte am vergangenen Freitag seine Uraufführung am Zwickauer Gewandhaus. Es ist alles ein wenig ungewöhnlich, die Besucher werden zur Aufführung von Eleven an der Garderobe abgeholt, durch Kellergänge und unter Heizungsrohren geht’s durch das Labyrinth des Traditionshauses auf die Bühne, der eiserne Vorhang zum Zuschauerraum bleibt zu, alles spielt dahinter. Während sich die Damen vom Ballett noch ein wenig die Korsagen unter den Charlestonkostümen der 20iger Jahre des vergangenen Jahrhunderts richten, die Fransen an den Rocksäumen schon mal schwingen lassen, üben sich die Herren in Dehnen und Biegen der Glieder, das Publikum ist zentimeterdicht neben der Tanzfläche aufgereiht, schnuppert die Gerüche heißer Körper. Flirrend spielt die Szenerie zunächst in der Cabaretzeit des Tollhauses der Zwanziger. Atemberaubende Schrittkombinationen hat Ballettmeister Roznos seinen fünf Ballettdamen eingeübt, und zunächst ergreift das Publikum die Atmosphäre des Revuetheaters mit Glanz und Gloria. Mit viel Szenenapplaus lohnen die 200 Gäste die Leistungen der Tänzer. Musik gibt’s aus der Konserve. Da wechselt die Spannung: Weiche Trainingsklamotten mit um die Hüften geschlungenen Pullovern zeigen die Arbeit im Ballettsaal. Umgezogen wird sich vor Publikum, Ausstatter Robert Schrag bezieht Kleiderständer und Spiegel ins Geschehen ein. Die Tanzcompany trainiert; und plötzlich steigt die Spannung unter den Ballerinen, aus der tänzerischen Harmonie, dem rhythmischen Gleichklang, dem aufgesetzten Theaterlächeln der synchronen Damenreihe wird stutenbissiges, chaotisches Gerangel und Geschubse der Konkurrentinnen um die erste Reihe und um die Gunst des Meisters. Mit dem Erscheinen der Männer zieht wieder Harmonie ein in die Reihe der Damen, der Lack glänzt erneut. Roznos sagt: „Es ist alles erfunden, aber so ist das Leben.“ Der Ballettmeister selbst inszeniert sich als Zampano: Als Zirkusdirektor oder Magier, als Conferencier mit Frack und Biesenhosen, mit Schärpe und Lackschuhen brilliert Roznos im Mittelpunkt des Tanzes und der verspielten Erotik der Szenerie auf der Zwickauer Gewandhausbühne, da lässt sich der Meister auch gern von der zahlreichen Schar seiner Fans im Publikum feiern; die steigern ihren Beifall am Ende zu rhythmischen Getrampel, aber auch dem übrigen Publikum hat’s gefallen, minutenlanger Applaus belohnt die fünf Tänzer und die fünf Tänzerinnen plus einem Ballettmeister für ihre glänzenden Darbietungen. Theo Stiegler


Ticket-Service theater zwickau, Gewandhaus, Telefon 0375 834647.

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