Präsentation des Gemäldes von Max-Pechstein "Blumen, Flasche und Spiegel", 1918



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Oberbürgermeisterin Pia Findeiß, rechts, hat gut lachen, mit dem Gemälde von Max Pechstein "Blumen, Flasche und Spiegel" hat die Stadt Zwickau ihr Weihnachtsgeschenk vorfristig erhalten. Auch Museumskuratorin Petra Lewey schwärmt von der Schönheit des Bildes, das nun der Öffentlichkeit zugänglich ist.
Foto: Stiegler


Oberbürgermeisterin Pia Findeiß: Mit 220000 Euro ist das Bild ein Schnäppchen für uns, schön wäre es,
wenn wir nun auch ein Max-Pechstein-Museum in Zwickau hätten



ZWICKAU, 18. Dezember 2008 – ZWICKAU – Die Zwickauer Oberbürgermeisterin Pia Findeiß lächelt glücklich: „Damit hat die Stadt ihr Weihnachtsgeschenk erhalten.“ Nun war es zwar kein Geschenk, aber Grund zur Freude haben alle Zwickauer Kunstliebhaber: Mit dem Ölgemälde „Blumen, Flasche und Glas“ hat die Stadt und das Museum ein farbenprächtiges Bild aus der fruchtbarsten Schaffensperiode von Max Pechstein erworben. Seit gestern hängt das gute Stück in der eigens für den in Zwickau geborenen Brückekünstler Max Pechstein eingerichteten Sammlung des Städtischen Museums. Mit 220000 Euro Einsatz ist das Bild zwar nicht billig, aber es gibt Schlimmeres. Die Museumskuratorin Petra Lewey weiß: „Vor nicht mal eineinhalb Jahren wurde ein Max Pechstein Gemälde aus der gleichen Periode Sotheby’s in London für 1,2 Millionen US-Dollar versteigert. Ich bin sicher, unseres ist schöner.“ Max Pechstein hatte das Bild „Blumen, Flasche und Spiegel“ 1918 seiner Vermieterfamilie in Berlin anstelle des Mietpreises übergeben. Offenbar war das Gemälde seither im Besitz dieser Familie geblieben und war noch niemals ausgestellt. Lediglich in einem Werkverzeichnis aus den Vierziger Jahren ist ein schwarz-weißes Foto bekannt. Umso begeisterter zeigen sich nun die Museumsfachleute über die leuchtenden Farben und den guten Zustand des wertvollen Schnäppchens. Pia Findeiß lobt denn auch das Engagement aller Beteiligten: „Es war sehr wenig Zeit zwischen dem ersten Signal, das Bild ist zu verkaufen, und dem Versteigerungstermin in Berlin, da haben alle Stadträte und die Verwaltung gute Arbeit geleistet. Alle Bürokratie wurde beiseite geschoben, da war der Weg frei, dass wir bei der Versteigerung mit bieten konnten“ Wilfried Stoye, der Museumsdirektor, beschreibt die Zitterparty der Versteigerung. „Das hat keine zwei Minuten gedauert, trotzdem merkten wir, da waren noch andere Mitbieter.“ Am Ende hieß es dann am Telefon: „Wir gratulieren Ihnen, das Bild gehört Ihnen“. Im Grunde genommen suchen die Zwickauer noch einen zahlungskräftigen Sponsor, der mit einer Finanzspritze die Ausgabe der Stadt für das Gemälde noch ein wenig entlastet, aber, so Findeiss: „Wir sind froh, das wir es haben, und notfalls bezahlen wir alles aus dem Stadtsäckel, das ist es wert.“ Nun träumt die Oberbürgermeisterin schon weiter: „Für Zwickau wäre es schön, wenn wir für unseren großen Sohn Max Pechstein ein Museum einrichten könnten.“ Da sagt die Rathauschefin noch: „Das ist kein Hirngespinst, wir sind schon ziemlich weit mit unseren Überlegungen für ein solches Museum“. Auch die Familie von Max Pechstein habe wohl zu erkennen gegeben, dass sie ein solches Museum gern unterstützen würde. Theo Stiegler

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