1. Zwickauer Opernball glänzt mit Let`s Dance- Gewinnerin Isabel Edvardsson und Musicalstar Christian Alexander Müller

Einladung zum Wiener Walzer mit großem Orchester

- Zwickauer Musentempel Neue Welt

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Opernball: Der Saal der Neuen Welt in Zwickau wogte bei Walzerklängen

Zwickaus Neue Welt erfüllt mit rauschenden Ballkleidern und roten Fliegen


ZWICKAU, 14. Februar 2009 - Wer nur einen Schlips umhatte, der fiel auf. Fliegen und Frackhemden waren angesagt. Die Damen rauschten mit Abendkleidern über den roten Teppich vorm Zwickauer Ballhaus Neue Welt. Wer Stil zeigen wollte, der ließ sich mit der Limousine von zuhause abholen. Kostete nur die Kleinigkeit von 380 Euro für die Karte. Es wurde nicht bekannt, wie viele diesen Service nutzten, die Jungen Pagen in Frack und Zylinder am Eingang hofierten die Paare bis ins Foyer.
Der 1. Zwickauer Opernball gab sich höchst festlich.
Da staunten auch die griechischen Musen, die seit über hundert Jahren das Dach von Zwickaus Musentempel stützen. Eine opulente Beleuchtung setzte den Jugendstilsaal und vor allem die barbusigen Gipsdamen über den Köpfen der Gäste in ihr bestes Licht. Das Saalambiente macht halt Zwickau niemand so schnell nach.
Festlich waren die Tafeln gedeckt, Kerzen und Blumenarrangements unterstrichen da Glitzern der Gläser und Gedecke. Personal satt, da hätten die Häppchen als Appetitmacher für das Abendmenü eigentlich nicht antrocknen müssen.


Die schöne Isabel Edvardsson vielen aus der „RTL“ Tanz-Show „Let’s Dance“, wo sie mit Schauspieler Wayne Carpendale auf dem Parkett brillierte, führte durchs Programm. Da sollte auch der junge Carpendale an ihrer Seite sein, hatte aber, so der vom Veranstalter ausgeteilte Wehmutstropfen, ausgerechnet an diesem Wochenende Dreharbeiten für den „Landarzt“ und hatte abgesagt, da blieb natürlich auch das Fernsehteam von RTL zu Hause. Die Zwickauer haben sie nicht gebraucht. Isabel Edvardsson versteckte ihre Enttäuschung über das Fehlen ihres Partners gut, sie schmeichelte den Zwickauern und seinen Orchester mit den Worten: „Ich habe eine Gänsehaut bekommen, so schön habt Ihr gespielt.“

Geboten wurde feinste Ballkost. Das Musik-Ensemble des Theaters Plauen-Zwickau brillierte vor allem mit seinen Operndiven, Maria Gessler, Silke Richter und Inga-Britt Andersson begeisterten in Hochform ihr Publikum. Ob Rigoletto oder West Side Story, unter der Stabführung von Generalmusikdirektor Christoph Sandmann entfaltete das Sinfonieorchester des Theaters einen mitreisenden Sound. Im zweiten Block, die Gäste hatten gerade ihren Hauptgang mit „Tranchen vom rosa gebratenen Rinderfilet auf Sahnemorcheln“ verspeist, nahm Musicalstar Christian Alexander Müller – Das Phantom der Oper – die Herzen der Besucher für sich ein.
Allerdings: Man hätte den Musikern des Sinfonieorchesters einen besseren Platz als halb unter der Galerie gewünscht. Das hätte dem Klang besser getan, und schließlich weiß man auch, dass ein gut arrangiertes Orchester auch optisch eine blendende Wirkung haben kann. War ein bisschen verschenkt die Wirkung.

Jedenfalls leisteten die Orchestermitglieder Erstaunliches, reichte doch die Palette von der Oper bis zum späten Abend, als Sandmann zum Tanz einlud, ein einmaliges Angebot – Tanzen mit einem Sinfonieorchester als Tanzkapelle.


Das Angebot, Tanz mit großem Orchester, wurde natürlich reiflich und begeistert genutzt. Da hatte es auch schon wieder etwas Gutes, es war Platz zum Tanzen. Sandmann blühte regelrecht auf und genoss offensichtlich die Rolle als lockerer Tanzkapellmeister in vollen Zügen. Bis hin zum „Der Theodor, der Theodor, der steht bei uns im Fußballtor“ reichte der Musikspaß, den das Publikum begeistert genoss und mit viel Beifall bedachte.

Als Höhepunkt des Abends ließen die Veranstalter 16 Debütantenpaare aufmarschieren. Seit einem Jahr, zum Teil unter der Regie von Isabel Andersson trainiert, schritten die Paare zur Polonaise auf, um schließlich, ganz wie in Wien, auf das Kommando „Alles Walzer“ das Parkett des Ballhauses mit wogenden Ballkleidern und schwenkenden Frackschößen in Glanz zu versetzen.

Debütantin Stephanie Lindner, 22: „Es ist ein unbeschreibliches Gefühl vor soviel Publikum aufzumarschieren, das würde ich jederzeit gern wieder machen“, sagte die Pharmazeutisch-technische Assistentin.




















Oberbürgermeisterin Pia Findeiß glänzte an diesem Abend mit einem tollen Kolliers im Ausschnitt ihres schwarzen Ballkleides. Das Kolliers gab zum Rätseln Anlass: „Wenn das alles Diamanten wären, hätte eigentlich eine bewaffnete Wachmannschaft vors Tor gehört“. Die Oberbürgermeisterin fand: „Schön, dass wir in Zwickau nun auch mit einem Opernball glänzen können. Hoffentlich gibt es eine Fortsetzung.“


Inga Brit Andersson, eine der Zwickauer Operndiven.






Max Neukirchner, Superbikefahrer im Dorna-Rennzirkus, hatte noch schnell vor seinem Australienstart in 14 Tagen, einen Abstecher nach Zwickau gewagt. Gemeinsam mit Schwimmeuropameister Steve Theloke am Tisch zogen die Spitzensportler viel Aufmerksamkeit auf sich. Moderator Alf Mahlo, den mdr-Guckern aus dem Fernsehen bekannt, ließ es sich dann auch nicht nehmen, persönlich das Hauptmenü vor den Augen der Ehrengäste zu präsentieren.
Den Abend rundete dann das Tanzorchester Dirk Jecht mit schwungvollen Melodien für das reifere Publikum ab.
Theo Stiegler


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Die Oberbürgermeisterin Pia Findeiß mit gleißendem Kollier.

Steve Theloke schaut gespannt auf die schöne Moderatorin Isabel Edvardsson.

Superbikefahrer Max Neukirchner hatte seine Freundin Kristin Mauersberger, Miss Ostdeutschland, an der Seite.
Architekt Karl-Heinz Barth hat 1980 mit dazu beigetragen, dass die Neue Welt in ihrem historischen Glanz erhalten blieb.


Christian Alexander Müller, das "Phantom der Oper", mit "Maria" aus der West Side Story.
Schwach Herr Moderator Mahlo, man fragt dem Intendanten - hier Rüdiger Bloch - nicht danach, ob sein Theater denn auch eine Schauspielsparte hat, wenn man sich nicht vorbereitet hat. Das Theater Plauen-Zwickau hat 5 Sparten.

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