„My Fair Lady“ als Musical von Frederick Loewe und Alan Jay Lerner spielt das Theater Plauen-Zwickau zum Saisonausklang im Plauener Parktheater

Standingovations für das Spiel, wie aus einer Straßengöre eine feine Lady und aus einem groben Klotz ein liebender Mann werden kann



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Wie macht man aus dieser Straßengöre eine feine Lady? Higgins wird's schon schaffen.



„My Fair Lady“ als Musical von Frederick Loewe und Alan Jay Lerner spielt das Theater Plauen-Zwickau zum Saisonausklang im Plauener Parktheater

Standingovations für das Spiel, wie aus einer Straßengöre eine feine Lady und aus einem groben Klotz ein liebender Mann werden kann


Plauen, am 26. Juni 2010 – Eliza Doolittle ist ein entzückendes Blumenmädchen, aber sie spricht einen so crottenschlechten Dialekt, dass es einen Hund mit der Hütte schüttelt. Eine Jahrhundertaufgabe für den Sprachforscher und –erzieher Henry Higgins aus dem Blumenmädchen Eliza eine Dame der ersten Gesellschaft Englands zu formen. Eine Wette, dass er es nicht schafft, Eliza auf dem jährlichen Diplomatenball als feine Lady zu präsentieren, macht das Unternehmen erst richtig interessant für den sprachlich fitten Professor, der aber in gesellschaftlicher Hinsicht und in Herzensangelegenheiten mehr als ein grober Klotz ist.
„My Fair Lady“ als Musical von Frederick Loewe und Alan Jay Lerner spielt das Theater Plauen-Zwickau als Sommertheater open air im Plauener Parktheater. Ein paar Tausend Besucher begeisterten sich am Freitagabend an dem witzig-spritzigen Musical, dass Rainer Wenke ganz klassisch in Szene gesetzt hat.

Also üben wir das "H". Man muss die Kerze flackern sehen.
















Es ist schon eine schwere Aufgabe, dem Blumenmädchen Eliza, Uta Simone, die Feinheiten des gefühlvollen deutschen „Ü“ klarzumachen, ihr das schrille „I“ auszutreiben. Millionen Zuhörer haben in mehr als fünfzig Jahren Musicalgeschichte amüsiert miterlebt, wie aus der penetrant wiederholten Sprachübung im Munde von Eliza „Es jrient so jrien…“ das feine „Es grünt so grün, wenn Spaniens Blüten blüh’n“, wird - wie Henry Higgins, Alexander Kerbst, und sein Freund Oberst Pickering, Werner Rautenstengel, aus der Lethargie einer durchgearbeiteten Nacht aufschrecken, und alle erleichtert losbrechen. „Mein Gott, jetzt hat sie’s!“
Das Philharmonische Orchester Plauen-Zwickau unter der Stabführung von Stefan Müller schmettert erleichtert das zündende Stakkado des Liedes dazu und das Zuschauerrund des Plauener Parktheaters klatscht und johlt mit.
Uta Simone, Alexander Kerbst und Werner Rautenstengel fesseln ihr Publikum von der ersten Minute an. Zusammen mit dem Chor des Theaters, der Singakademien Plauen und Zwickau und dem Kinderchor und nicht zuletzt den über zwanzig Mitwirkenden gelingt dem Ensemble ein fulminantes Erlebnis für Ohren, Augen und Sinne. Prachtvolle Kostüme und ein klassisches Bühnenbild, Ausstattung Philipp Kiefer und Andrea Eisensee, bereiten das Umfeld für die Handlung, die sowohl gesanglich und auch schauspielerisch das Publikum begeistert.
Begeistert erleben die Besucher die Szenen des Pferderennens im feinen englischen Escot, hören die feine Aussprache von Eliza und ihre noch totale Verankerung im Straßen-Milieu. „Da blas ich dir Pfeffer in Arsch!“ Das ist nicht nur das Libretto des Stückes, es ist auch ein Stück köstlich gespieltes Theater von Uta Simone in der Plauener Premiere.
Nicht zu vergessen die Rolle von Eizas Vater, Alfred P. Doolittle, der von Martin Scheepers komplett ausgefüllt wird. „Mit nem kleenen Stückchen Glück“ und „Hei, heute morgen mach’ ich Hochzeit“ setzt er den köstlichen Kontrast zur feinen Gesellschaft der englischen Aristokratie. Scheepers reißt das Rund des Open-Air-Theaters in Plauen mit mehreren tausend Premierenbesuchern komplett mit.
Natürlich gelingen am Ende auch die zweite und die dritte Metamorphose der Geschichte, aus dem Blumenmädchen wächst mit ihrer sprachlichen auch die menschliche Persönlichkeit, etwas schwerer tut sich da schon der Philologe Higgins, aus seinem groben Manieren und seinem tief sitzenden Machowesen – „Kann eine Frau nicht so sein wie ein Mann?“ – ist er nur schwer zu erlösen. Minutenlanges Standingovations unter klarem Sternenhimmel belohnte die Premierenleistung.
Theo Stiegler

Nächste Vorstellungen.
Vorstellungstermine Spielzeit 2009-2010.
PLAUEN. 02.07.10 20.00 Parktheater Plauen
PLAUEN. 03.07.10 20.00 Parktheater Plauen
PLAUEN. 04.07.10 20.00 Parktheater Plauen

Vorstellungstermine Spielzeit 2010-2011.
ZWICKAU. 27.08.10 19.30 Freilichtbühne am Schwanenteich Premiere
ZWICKAU. 29.08.10 15.00 Freilichtbühne am Schwanenteich
ZWICKAU. 03.09.10 19.30 Freilichtbühne am Schwanenteich
ZWICKAU. 04.09.10 19.30 Freilichtbühne am Schwanenteich

Kartentelefon 0375 27411 4647.



Nächste Vorstellung zur Theater-Website . Karten 0375 274114647.
Theo Stiegler

Ticket-Service im Gewandhaus 0375 27411 46 47 oder 0375 27411 46 48 und zur Theater-Website


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