Zwickau ist nun wieder eine Stadt am Fluss – für eine knappe Million Euro hat die Stadt einen neuen Park zur Freude der Kinder, Familien und Hundebesitzer


Hier geht´s zurück zur HOMEPAGE


Fotos: Theo Stiegler

Zwickau ist nun wieder eine Stadt am Fluss – für eine knappe Million Euro hat die Stadt einen neuen Park zur Freude der Kinder, Familien und Hundebesitzer



ZWICKAU im Juli 2011 – Es ist ein Freudentag für die Zwickauer: Endlich ist die lange versprochene Parklandschaft zwischen der Zwickauer Innenstadt und dem Fluss Mulde fertig. Für Baukosten von 865.700 Euro ist ein Schmuckstück entstanden, das gleich drei Wünsche auf einmal befriedigt. Erstens genießen die Zwickauer die Flusslandschaft und der lästige Autoverkehr entlang der Mulde wurde unter die Erde verlegt. Während unten tausende Laster vorbeidröhnen, sitzen oder spazieren oben Familien, toben Kinder auf den Spielplätzen, es gibt mehrere Spielplätze, oder führen auch die Hundebesitzer ihre Lieblinge zwischen Fluss und Innenstadt aus. Auf einer Fläche, fast vier Fußballfelder groß, wurden zahllose Pflanzen, Bäume, Büsche und viele Blumenbeete neu angelegt.
Zum Zweiten, sagt die Oberbürgermeisterin Pia Findeiß zur Übergabe, ist mit dem Tunnel und seiner Parklandschaft darüber auch ein wirksamer Schutz der Innenstadt vor Überschwemmungen entstanden. Die Zwickauer wissen das zu schätzen, schließlich stand 1954 zum Jahrhunderthochwasser die ganze Innenstadt nach einem Dammbruch bis zur Höhe von 2,5 Metern in den Geschäften unter Wasser.
Aber die Zwickauer lieben auch den Fluss, und schließlich ist dort, wo sich jetzt der Park ausdehnt, über Jahrhunderte in der Mulde gebadet worden, und mit Restauration verbunden war das Paradiesbad als Flussbad eine traditionelle Vergnügungsstätte für die Zwickauer.

Aber die Zwickauer lieben auch den Fluss, und schließlich ist dort, wo sich jetzt der Park ausdehnt, über Jahrhunderte in der Mulde gebadet worden, und mit Restauration verbunden war das Paradiesbad als Flussbad eine traditionelle Vergnügungsstätte für die Zwickauer. Das ist ein wenig in Vergessenheit geraden.
Zum jährlichen Stadtfest veranstaltet die Stadt ein Spaßrennen, das Lumatra, zur Einweihung des Muldeparadieses gab`s schon mal ein Proberennen.











Das mit dem Bad ist ein wenig in Vergessenheit geraten. Von der Stadt muss man 16 Stufen hinauf auf die Dammkrone steigen, und auf der Flussseite geht’s dann wieder 22 Stufen abwärts bis fast ans Wasser.
Die Distanz legten die Spaßbader gestern mit Flossen an den Füßen zurück. Wenigstens der Brauereichef Gert Gabler ließ es sich nicht nehmen, als Neptun ins Wasser zu steigen und den Probelauf für das spaßige Luftmatratzenrennen auf der Mulde anzuführen.


Die Distanz legten die Spaßbader gestern mit Flossen an den Füßen zurück. Wenigstens der Brauereichef Gert Gabler ließ es sich nicht nehmen, als Neptun ins Wasser zu steigen und den Probelauf für das spaßige Luftmatratzenrennen auf der Mulde anzuführen.











Das Lumatra-Fun-Race, wie es seine Erfinder nennen, erwartet jedes Jahr zum Stadtfest hunderte Teilnehmer und bildet einen Höhepunkt zum dreitägigen Stadtfest im August (19. bis 20. 8. in diesem Jahr).
Pia Findeiß zur Eröffnung des Muldeparadieses: „Jahrelang haben wir gestritten, ob es denn ein Tunnel für die Bundesstraße 93 sein muss. Jetzt sind wir, glaube ich, alle froh, dass es diese schöne Anlage gibt, die die Innenstadt mit dem Fluss auf diese angenehme Art miteinander verbindet. Zwickau ist nun wieder eine Stadt am Fluss und das ist das Dritte, was es zu feiern gibt mit der Einweihung der neuen Parklandschaft.
Theo Stiegler



Fotos: Stiegler

Pressemitteilung der Stadt Stadtverwaltung Zwickau 30.06.11
Garten- und Friedhofsamt
co 67 04

Pressestelle




Presseinfo zur offiziellen Freigabe der Parkanlage MuldeParadies am 6. Juli 2011
1.
Allgemeine Kurzinformation zur Parkanlage

Die Verlegung der Bundesstraße 93 in ein neues unterirdisches Verkehrsbauwerk eröffnete die Möglichkeit, den Grünzug am Fluss zu erweitern und ihn mit den historischen Ringanlagen und dem Altstadtkern räumlich und gestalterisch zu verbinden.

Dazu wurde aus Ideen und Vorstellungen von Bürgern, Interessengruppen, Vereinen, An-wohnern und der Verwaltung vom beauftragten Planungsbüro EIBS GmbH das Konzept der ‚Ge-webten Landschaft’ entwickelt. In der neu modellierten Landschaft sind die Funktionsbereiche als einzelne Module zwischen der Ringpromenade und dem großzügig ausgebauten Muldetalradweg eingefügt.

Die Gestaltungsintensität der Freiflächen nimmt von Nord nach Süd zu. Östlich vom erneu-erten Schloss Osterstein bis zur Parkmitte bieten eine artenreiche und bunte Blumenwiese und eine weitläufige Spiel- und Liegewiese Möglichkeiten für Ruhe und Entspannung. Die Parkmitte mit vielfältigen Gehölz- und Staudenpflanzungen leitet dann in den intensiv gestalteten südlichen Parkteil über. Hier bestimmen optisch und meist auch akustisch die Spielplätze den Parkraum. Vor der Paradiesbrücke bündelt eine weitere Platzfläche die vielfältigen Wegebeziehungen und schließt den Park nach Süden hin ab.

Der Spielplatz ’Nadelöhr’ wird von einer netzartigen Kletterkombination, einer Korbschaukel, einer Rutsche und weiteren thematischen Spielgeräten geprägt. Für Kleinkinder schließt sich ein eigener Spielraum ’Knöpfchen’ mit Buddelkasten und Siebtisch an.

Mit der Einbindung des Zwingerbereiches vor dem Pulverturm und der Grundrissdarstellung des ehemaligen Tränktores werden zudem zwei besondere historische Anlagen der ehemaligen Stadtbefestigung in das Parkgelände einbezogen.

Architekten:

Entwurfs- und Genehmigungsplanung Gesamtanlage:
EIBS Entwurfs- und Ingenieurbüro Straßenwesen GmbH Dresden, Frau B. Lehnert

Ausführungsplanung Spielanlage:
Ingenieurbüro Philipp & Partner Zwickau, Herr J. Philipp

Koordinierung, Ausführungsplanung Park: Garten- und Friedhofsamt

Gestaltungs- bzw. Planungsziele:
-
Räumliche und gestalterische Verbindung von Stadtkern und erlebbarer Flussland-schaft
-
Aufwertung der stadtgeschichtlich wertvollen Bausubstanz
-
Dokumentation bedeutender historischer Bezüge
-
Schaffung eines attraktiven, weitgehend barrierefreien Freizeit- und Erholungsrau-mes
-
Bindeglied zwischen den Erholungsräumen der Stadt im Verlauf des überregionalen Mulderadweges (Grünzug entlang der Muldepromenade im Stadtgebiet) sowie der Ring-promenade um den Stadtkern
-
Familienfreundliche, generationsübergreifende Spiel- und Betätigungsangebote durch Schaffung von ruhigen Parkzonen, weiträumigen Spiel- und Liegewiesen, und Spielanlagen für Kinder verschiedener Altersgruppen

2.
Zahlen und Fakten zur Parkanlage

Bearbeitungsfläche insgesamt ca. 3,5 Hektar

Blumenwiese und Rasenflächen ca. 2 ha

Pflanzungen auf insgesamt ca. 3000 m² Pflanzfläche: -
120 Bäume (davon 70 Alleebäume entlang der Ringpromenade) -
knapp 1000 Strauchpflanzungen (Mittel-/Großsträucher) -
über 9000 bodendeckende Gehölze -
über 2600 Stauden und Ziergräser -
außerdem knapp 5000 Blumenzwiebeln

Wege- und Platzflächen (gesamt ca. 7000 m²): -
1750 m² Natursteinbelag (Klein-/Großpflaster/Platten/Rollstein/Mosaik) -
2570 m² Betonplatten/-pflaster -
1130 m² Schotterrasen/Wassergebundene Deckschicht -
1530 m² Asphaltbelag (Mulderadweg)

Ausstattungen (Stadtmöblierung, Leuchten, Geländer) -
24 Bänke (Edelstahl) -
33 m Sitzmauer (Beton, davon 16 m mit Holzauflage) -
13 Fahrradanlehnbügel -
16 Abfallbehälter -
106 m Edelstahlgeländer -
über 20 Straßen- bzw. Wegeleuchten (Schlossgrabenweg, Ringpromenade)

Das Vorhaben wurde nach Richtlinien des Förderprogramms Städtebaulicher Denkmalschutz „Historischer Stadtkern Zwickau“ teilweise gefördert. Die Baukosten betragen ca. 865.700 €.


Dr. Jörg Voigtsberger
Amtsleiter


Mail to Stiegler




Besuche "Rosenkavalier" im TIM counter
Besuche DerZwickauer counter
hier geht´s nach oben und
hier geht´s zurück zur Homepage