Rezensionen aus der Zwickauer Kulturszene


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Gotthilf Fischer in voller Aktion: Im Fond eines glänzenden Oldtimers aus dem Museum stehend, dirigierte er "seinen" Chor aus dreitausend Kehlen. Foto: Stiegler

Fulminantes Feuerwerk von Rock bis Sport

Neue Zwickauer Stadthalle eingeweiht "Das müssen Sie gesehen haben", hatten die Fernsehmacher über die mdr-Live-Sendung am Freitag aus der neuen Zwickauer Stadthalle geschrieben und das Publikum war aus dem Häuschen. Dabei waren es nicht mal die bekannten Namen, die für herausragende Leistungen sorgten. Matthias Reim und G.G. Andersen lieferten eher gewohnte Kost und wurden artig beklatscht. "Was sie noch nie gesehen haben", hatte Uta Bresan als Moderatorin versprochen. Die Arena der neuen Stadthalle hielt am vergangenen Freitag dieses Versprechen im besten Sinne mit unbekannten Künstlern. Die Fernsehleute hatten für diesen Abend viele Newcomer auf die Bühne geholt, und das erwies sich als Glück für das Zwickauer Publikum. Neu und unverbraucht, aber Klasse passt zu vielen Nummern, die in schneller Folge über die große Bühne in der Hallenmitte gingen: Noch kennt niemand den Namen der jungen Sängerin Liz und doch sägt die eindringliche Stimme drei Tage nachhaltig im Ohr. Da wird sich Rock-Oma Tina Turner in Ruhe zurückziehen können und die Zwickauer werden sagen: Liz hat bei uns debüttiert, da war sie noch bezahlbar. Argentinisches Temperament und lateinamerikanischer Tanz, Cheerleader und "Fliegende Sachsen" füllten die Bühne und die Herzen des Publikums mit bunten, fulminanten Bildern und die Ohren mit klangvoller Musik. Das Schauorchester Ungelenk ist immer für eine Zwerchfellmassage gut. Zwickau hat auch Regionales nicht zu knapp zu bieten: Andreas und Martin Hecker spielten Schumann auf zwei weißen Flügeln. Knapp dreitausend Zuschauer erfreuten sich an "Träumereien", als in einen Spezialarrangement von Andreas Hecker der Klassiker sechshändig erklang, die Lehrerin der Bundespreisträger Hecker, Dagmar Möbes, mit in die Tasten griff. Auch die "Fliegenden Sachsen" als Originalzwickauer sorgten mit anspruchsvoller Akrobatik für begeisterte Ovationen. Die neuen Möglichkeiten der Stadthalle schöpfte Gotthilf Fischer im Finale bis zur Neige aus. Im Fond eines schönen Horch-Oldtimers aus dem Museum stehend, umrundete er die Bühne und dirigierte mit dem Temperament eines 30-Jährigen die Szene. Die Bühne bot mit allen Mitwirkenden des Abends ein buntes Panoptikum bewegter Bilder und auf den Rängen sang das Publikum aus vollem Hals. Sicher ist dies ein stehender Scherz von Gotthilf Fischer: "Draußen stehen 70 Busse, und wir gehen jetzt gleich auf Deutschlandturnee", aber die Zwickauer hat's trotzdem gefreut. Mit der Originalübertragung der Show aus der neuen Stadthalle im mdr-Fernsehen hat der kreisrunde Bau am Glück-Auf-Center seine endgültige Feuertaufe erlebt. Jürgen Croy und seiner Mannschaft als Hallenbetreiber wird ein Stein vom Herzen gefallen sein, das Zwickauer Publikum hat die Halle angenommen, das Fernsehen wird wiederkommen. Die nächsten Herausforderungen warten zum "Tag der Sachsen vom 1. bis 3. September auf die Stadthalle. Am Freitag wird Carl Orffs "Carmina Burana" die Stadthalle abheben lassen. Mancher will ja in dem kreisrunden Bau sowieso ein "Ufo" erkennen.
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