AKTUELLES AUS ZWICKAU Theater Plauen-Zwickau Lustige Witwe Operette Rezension


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Maria Gessler als Hanna Glawari und Michael Kunze als Graf Danilo. Foto: Theater

Lehàroperette hatte am Freitag 25. November ´05 Premiere in Zwickau

Erst „das Studium der Weiber“ lässt die Herzen schmelzen

Zwickau, 25. November 2005. Einhundert Jahre Erfolgsgeschichte: Im Dezember 1905 wurde die „Lustige Witwe“ in Wien uraufgeführt. Jetzt genießen auch die Zwickauer wieder die Geschichte der Hanna Glawari, Maria Gessler und vom Grafen Danilo Danilovitsch, Michael Kunze. Die reiche Witwe muss einen Pondevedriner heiraten und darf ihr Millionenvermögen nicht an einen Pariser verschleudern. Da kommt Danilo als Pariser Frauenheld und pondevedrinischer Gesandter gerade recht, meint Baron Mirko Zeta, Hasso Wardeck, Gesandter des Phantasiestaates aus KuK-Zeiten. Da dessen Frau Valencienne, Uta Simone, alles tut, um „eine anständige Frau“ zu sein, ist der Stoff für eine spritzige Geschichte beisammen. Mit den zündenden Melodien von Franz Lehr kann eigentlich nichts schief gehen. Trotzdem scheint die Stimmung des sonst sehr operettenfreundlichen Zwickauer Publikums am Anfang ein wenig angestemmt zu sein, und selbst das Auftrittslied von Danilo „Da geh’ ich ins Maxim, da bin ich sehr intim …“ braucht ein wenig Unterstützung eines Claqueurs, um einen höflichen Szenen-Applaus in Gang zu setzten. Michael Kunze bringt alles mit, einen wohlklingenden Tenorbariton, gutes Aussehen und eine stattliche Größe. Warum Regisseur Wolfgang Lachnitt seinen „Danilo“ dann aber eher wie einen Komödianten und nicht wie einen eleganten flotten Pariser Lebemann auf die Bühne schickt, bleibt sein Geheimnis. Und so hat der zweite Akt längst begonnen, bis endlich der Funke in den Zuschauerraum überspringt. Maria Gessler bezaubert mit dem Vilja-Lied und als Chor und Orchester in das Stakkato „Ja das Studium der Weiber ist schwer“ verfallen, ist der Bann endlich gebrochen, das Publikum klatscht spontan und begeistert im Takt mit. Die Grisetten des „Maxim“ tun dann im dritten Akt ihr Bestes, um das Zwickauer Gewandhaus im Schwingungen zu versetzen. Ein elegantes Bühnenbild und eine farbenfrohe Ausstattung unterstützen den Eindruck des Zaubers der Pariser Lebewelt am beginnenden Zwanzigsten Jahrhundert wirkungsvoll. So will am Ende der Beifall fast nicht enden, als sich Danilo und Hanna in den Armen liegen. Ein wenig mehr französischer Charme und Esprit von Anfang an und etwas weniger bayerischer Komödienstadtl in Haltung und Interpretationen der Figuren könnten der Zwickauer „Lustigen Witwe“, die Lachnitt als werktreue Interpretation sehen will, sicher gut tun. Nächste Vorstellungen am 3. und 7. Dezember, 19.30 Uhr. Kartentelefon 0375 834647/48. Theo Stiegler , Ticket-Service theater zwickau, Gewandhaus, Telefon 0375 834647, 08056 Zwickau oder Tourist-Information, Hauptstraße 6, 08056 Zwickau, Telefon 0375 19433. zur Stadthalle oder zum Theaterservice
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