„Lügen haben junge Beine“ – eine Farce von Ray Conney in Zwickau

Premiere im Gewandhaus stürmisch gefeiert



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John Smith, Michael Schramm, Stanley, Jörg Simmat, und Barbara Smith, Ehefrau Nummer 2, Tamara Korber, in Nöten, die werden durch Stanleys Dad, Egbert Soutschek, vorn, nicht gerade gemindert. Fotos: theater

„Lügen haben junge Beine“ – eine Farce von Ray Conney hatte Premiere in Zwickau

Nöte eines Bigamisten sorgen für Lachsalven beim Publikum


ZWICKAU, 7. Dezember 2007 – Lügen, sind sie erst Mal in die Welt gesetzt, gebären neue Lügen, und bald ist das Geflecht undurchdringlich. „Lügen haben junge Beine“, die Farce von Ray Cooney hatte am Freitag Premiere im Zwickauer Gewandhaus; und das Publikum genoss die Verwicklungen der turbulenten Handlung mit wachsender Begeisterung, die entlädt sich am Ende mit minutenlangem, rhythmischem Beifall. Die Ovationen sind ehrlich verdienter Lohn und bestätigen, das Zwickauer Schauspielensemble trifft das Herz seines Publikums. John Smith, Michael Schramm, lebt in zwei Welten. In Wimbledon ist er mit Mary Smith, Marie-Louise von Gottberg, verheiratet und im sieben Kilometer entfernten Streatham liebt er seine zweite Ehefrau Barbara Smith, Tamara Korber. Nach 22 glücklichen und fast ungestörten Ehejahren von John Smith mit zwei Frauen begegnen sich die Kinder aus den beiden Ehen, Gavin, Martin Ennulat, und Vicki, Andrea Reichel, lernen sich im Internetchat lieben. Sie beschließen, sich nun zu treffen. Eigentlich schon genug Stoff für eine vergnügliche Theaterkatastrophe. Cooney hat dem Ganzen noch die Figuren Stanley Cramer, Jörg Simmat, als Untermieter der Smiths in Wimbledon und dessen senilen aber lüsternen Vater, Egbert Soutscheck, hinzugefügt.

John Smith, Michael Schramm, Ehefrau Nummer 1 Mary, Marie-Louise von Gottberg und Daueruntermieter Stanley: John hat allen Grund nachsichtig gegenüber den Mietschulden seines Freundes zu sein. Marie dagegen weiß nichts von dem Geheimnis, das die Beiden verbindet.


Routiniert will der Taxifahrer John Smith zum Dienst aufbrechen, da lässt ihm die locker von Mary, Ehefrau Nummer 1, hingeworfene Bemerkung, dass sein Sohn aus Ehe 2, das weiß aber nur er und das Publikum, zum Kaffee bei Familie 1 erwartet wird. Besonders Marie-Louise von Gottberg schöpft aus dem unendlichen Vorrat ihres Minenspieles vom wissenden Lächeln bis zur entgeistert erstarrten Pose, um die Lachmuskeln des Publikums zu stimulieren. Jörg Simmat als Untermieter muss die meisten „Lasten“ der nun entstehenden Situationen auf seinen Schultern austragen, was es ihm gestattet, all sein komisches Talent, davon hat Simmat eine ganze Menge, auszuspielen. Als dann noch, Dad, Egbert Soutschek im Kostüm des Altersrentners und mit seiner pointierten Ausdrucksweise erfolgreich hilft, die Situationen des Bäumchen-Wechsel-Dich-Spieles unter der Regie von Christine Zart endgültig verwirren, genießen die Zwickauer Zuschauer die hinterlistige Handlung, in deren Verlauf nichts so phantastisch ist, als das es doch nicht noch als Ausweg dienen sollte - Kopf stehende Personen, Lampenschirme als tarnende Kopfbedeckung, Lügen bis sich die Balken biegen - lassen das Publikum im ausverkauften Gewandhaus Jauchzen. Trotzdem, es gibt fast so etwas wie eine Überraschung, die im Finale die Handlung auf den Punkt bringt. Im Ganzen eine Geschichte und ein Spiel zum Amüsieren und Entspannen, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Theo Stiegler
Nächste Vorstellungen 18., 30. Dezember, 19.30 Uhr. Karten 0375834647.

Ticket-Service theater zwickau, Gewandhaus, Telefon 0375 834647.

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