Licht aus! Spot an – zwei Stunden Flower Power der Siebziger und Achtziger auf der Gewandhausbühne des Theaters Plauen-Zwickau

Lollipop2 badet die Zuschauer in Popmusik - das Publikum genießt das in vollen Zügen



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Ute Menzel, Marcus Sandmann, Marie-Louise von Gottberg (vorn), Gabriele Trims, Egbert Soutschek, Sandrine Guiraud und Maximilian Nowka geben ihrem Affen in Lollipop 2 ordentlich Zucker
Foto: Awtukowitsch

Licht aus! Spot an – zwei Stunden Flower Power der Siebziger und Achtziger



Schauspielensemble des Theaters Plauen-Zwickau verwöhnt mit Lollipop 2



ZWICKAU, am 13. März 2009 – Flower-Power schippen die Theatermimen zwei Stunden lang in großen Dosen über das Publikum im Zwickauer Gewandhaus. Die Menge badet mit Wohlbehagen in der Schlagerwelt der Siebziger und Achtziger Jahre. Von der ersten bis zur letzten Minute an klatscht der ausverkaufte Zuschauerraum den Takt zur Musik der Diso- und Schlagerparadenmusik mit.
Das Schauspielensemble des Theater Plauen-Zwickau leistet sich mit „Lollipop 2“ einen grandiosen Spaß und sich selbst ein besonderes Vergnügen. Am Freitag war Premiere zu Nummer 2 der Erfolgstory.

Ob Sandrine Guiraud als Mireille Malheur „99 Luftballons“ steigen lässt, Egbert Soutschek als „Schmusi L’Amour“ mit Erich Honecker im Sonderzug in Richtung Pankow dampft oder die ganze Bühne in „Waterloo“ dahinschmilzt, alle genießen den Abend, vor allem die Zuschauer - aber offensichtlich auch die acht Akteure auf der Bühne. Unter der Regie von Matthias Straub und der musikalischen Leitung von Rudolph Hild haben die Theaterleute wieder einen Publikumsrenner produziert.
Vier Frauen, Marie-Louise von Gottberg als Ann Normal, Sandrine Guiraud als Mireille Malheur, Ute Menzel als Fräulein Wonder und Gabriele Triems als Biggi Brüller und vier Männer, Maximilian Nowka als Andy W., Marcus Sandmann als Hält’N Thon, Egbert Soutschek als Schmusi L’Amour und Henry Walter als Pierre Pastis lassen über zwei Stunden kein Auge trocken.
Gekonnt und amüsant nehmen die acht Akteure die Schlagerwelt auf die Schippe, erweisen sich aber auch selbst als grandiose Interpreten.



Fast glaubt man Abba als Band auferstanden, wenn Gottberg und Guiraud als Agnetha und Anni-Frid mit Dancing Qeen oder Mamma Mia lauthals und unverkennbar im Abba-Sound singen. Und trotzdem lächelt der Schalk durchs Gebälk im Gewandhaus, wenn anschließend die ganze Truppe Kasatschock tanzt, die brillante Live-Band das Tempo so weit beschleunigt, das man Mühe hat, den Rhythmus synchron mitzuklatschen. Scheinbar mühelos dagegen hält Marie-Louise von Gottberg das Tempo, sie tanzt und tanzt im einem atemberaubenden Wirbel der Beine, dass es einen schwindelig werden könnte.
Den ganzen Sex-Appeal der Tina Turner verströmt Gabriele Triems über die Bühne des Gewandhauses, mit Mini bis zum Po und reichlich Kurven verwöhnt sie das Publikum optisch ebenso wie mit schrillem und nachwirkenden Tönen bis zum akustischen Hochgenuss, eben ganz die Tina, wenn auch nicht original, dafür aber sympathisch originell.
Ein märchenhaft schönes Bühnenbild mit häufig wechselnden und überraschenden Effekten, Ausstattung Andreas Nobis, wird durch eine wirkungsvolle Beleuchtung unterstützt. Die Popmusik der Siebziger und Achtziger überstreicht die Szenerie vom Flair der Hippies mit den Les Humphries Singers und „Kansas City“ bis zum harten Klang der Achtziger unter Reinhard Fendrich und „Wir steigern das Bruttosozialprodukt“.
Am Ende gab’s stehende Ovationen und zwei Dacapos verlängerten einen gelungenen Abend um 20 Minuten.
Theo Stiegler
Ticket-Service im Gewandhaus 0375 27411 46 47 oder 0375 27411 46 48 und zur Theater-Website
Besetzung Lollipop 2

Schlagerprogramm der 70er und 80er Jahre
von Rudolf Hild und Matthias Straub
Inszenierung Matthias Straub
Musikalische Leitung Rudolf Hild
Choreographie Gabriele Triems
Bühne Till Kuhnert
Kostüme Carola Volles
Dramaturgie Annelen Hasselwander
Videos Julia Kuhnert, Thomas Joram
Regieassistenz / lnspizienz Evelin Wunderlich

Mit

Marie-Louise von Gottberg als Ann Normal
Sandrine Guiraud als Mireille Malheur
Ute Menzel als Fräulein Wonder
Gabriele Triems als Biggi Brüller
Maximilian Nowka als Andy W.
Marcus Sandmann als Hält ‘N Thon
Egbert Soutschek als Schmusi L‘ Amour
Harry Walter als Pierre Pastis

Die Band:
Teddy Taste und der Tinnitus Express Trompete: Michael Ott /
Steffen Triems Saxophone / Klarinette: Frank Gareis / Holger Heberlein —
Posaune: Jörg Ulbricht / Das Simule — Gitarren: Andreas Gemeinhardt /
Christoph Schlosser — Bass: Thomas Böttcher — Drums: Nils Fahlke

Technische Leitung: Andreas Krötzsch - Bühnenmeister: Henry Kozok — Beleuchtung: Günter Zaworka —Ton: Horst-Ingo Grunwald — Requisite Karina Wolf - Maske: Caroline Müller-Karl

Premiere: 13. März 2009, Gewandhaus Zwickau


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