Straßenbahn nach Neuplanitz fährt seit 9. Dezember 2005

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Gleich eine ganze Flottille fuhr zur Premiere durch Neuplanitz.

Während an der Pestalozzistraße am Donnerstag noch fieberhaft an der neuen Haltestelle gearbeitet wurde, rissen im Hintergrund Bagger einen Elfgeschosser ab. Für die ehemaligen Bewohner kommt der neue Komfort nun zu spät. Aber immer noch ist Neuplanitz mit über 15000 Bewohnern eine lebendige Stadt.

Freie Fahrt für neue Straßenbahnlinie in Zwickau

Die City auf einen Rutsch erreichen

Zwickau, am 9. Dezember 2005. ZWICKAU, 9. Dezember 2005 – „Endlich“, sagen viele Zwickauer. Ab sofort sind die Bürger von Neuplanitz über die Schiene mit der Innenstadt verbunden, heute fährt die neue Straßenbahnlinie 3 zwischen 10 und 18 Uhr kostenlos für die Bürger von Zwickau zwischen Neuplanitz und der Innenstadt, gerade richtig für die Neuplanitzer für einen Besuch auf dem Zwickauer Weihnachtsmarkt, wo sich Trambenutzer ganz entspannt ein Gläschen Glühwein gönnen dürfen, oder ordentlich Geschenke einkaufen können. Die Wege zu den Haltestellen sind kurz, und zur Feier der Trambahnweihe dürfen die Besucher der Zwickauer Innenstadt am Sonntagnachmittag auf offene Geschäfte rechnen. Da allerdings kostet die Fahrt dann schon regulär als Einzelfahrt 1,3 Euro von Neuplanitz bis in die City. Auch Theater- und Stadthallenbesucher aus dem Wohngebiet und Planitz können aufatmen, ganz entspannt mit der Bahn zum Kunst- oder Sportgenuss – die Tram macht’s jetzt möglich.
Für reichlich 45 Millionen Euro wurde das 4,5 Kilometer lange Reststück der Bahn nun fertig gestellt. Damit ist die Fahrt aus der Innenstadt über das Glück-Auf Center, den größten Einkaufsareal der Stadt Zwicku, der Zwickauer Stadthalle und der Plattenbausiedlung nun ununterbrochen möglich, von der Innenstadt bis zur Stadthalle war die Strecke schon 1999 fertig. Richtig Sinn macht das Ganze aber erst jetzt, wo die Großsiedlung mit der City und weiter mit dem gegenüberliegenden Stadtbezirk Eckersbach über die Bahn verbunden ist. Oberbürgermeister Dietmar Vettermann, CDU, war denn auch happy, als er Freitag Mittag das grüne Sachsenband zur Freigabe der ersten Fahrt durchschneiden durfte. Drei Viertel der Baukosten wurden durch den Freistaat dazugegeben. Ärger hat’s auch reichlich gegeben – Gegner wollten die Strecke lange Zeit verhindern, das ist vergessen.
Vor 35 Jahren wurde die Plattenbausiedlung „Neuplanitz“ für damals 30.000 Zwickauer aus dem Boden gestampft. Immer schon sollte der Stadtteil eine Straßenbahn bekommen. Dazu hat’s zu DDR-Zeiten nicht gereicht, jährlich eine Million Fahrgäste wurden mit Ikarusbussen in die Stadt und wieder nach Hause gekarrt, oft blieben die Busse im Stau stecken. Silke Dinger von den Städtischen Verkehrsbetrieben hofft, dass nun alle 500.000 Benutzer, die im Jahr die bisherige Buslinie 15 nutzten, auf die Straßenbahn umsteigen. Die fährt auf eigener Trasse und an allen Verkehrshindernissen vorbei. Theo Stiegler

Oberbürgermeister Dietmar Vettermann, links, hat sich von Anfang an vehement für den Bau der Linie 3 eingesetzt. Bernd Rohde vom Sächsischen Staatsministerium unterstützte den Bau.

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