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Programmierter Untergang? Noch ist Zeit zur Korrektur

Um nicht in den Ruch zu geraten, dass ich die Stadt schlecht rede, sind hier ein paar Links über die Einkaufsstadt Zwickau
Der Kornmarkt lädt ein - Der Hauptmarkt von Zwickau - Die Zwickau Arcaden - Offizielle Rankings für Zwickau
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Das war mal und ist "noch" die beste Einkaufsstadt in Sachsen - über hilfloses Gejammer der Einzelhändler

Schleichender Niedergang

Zwickau im März 2004. Der Niedergang kam schleichend: Die Hauptstraße in der Innenstadt der alten Bergbau- und Industriestadt Zwickau war einst der Einkaufsboulevard für ganz Westsachsen von Plauen bis Chemnitz. Mit dem Bau der ersten elektrischen Staßenbahn vom Bahnhof durch die Innenstadt 1893 entstand eine beispielhafte Prachtstraße. Ab 1902 bauten die genialen Schockenbrüder von hier aus auch ihren deutschlandweiten Kaufhauskonzern auf. Beste Ware zu billigen Preisen war ein Credo von Simon Schocken. Zum Erfolg in Zwickau trug wesentlich bei: Die Stadt Zwickau mit 100.000 Einwohner hat ein Einzugesgebiet von einer Million Bewohnern des dicht besiedelten Gebietes von Plauen bis Chemnitz, von Altenburg bis Johanngeorgenstadt. Orte wie Werdau, Crimmitschau, Glauchau, Lichtenstein, Schneeberg, Aue, Lengenfeld, Auerbach, Wilkau-Haßlau und mehr waren seit jeh her auf Zwickau ausgerichtet. Man möchte meinen, dass heute hier Geschäfte wie Versage, Escada, Gucci und Co ihre Repräsentanz suchten müssten.

Bonus der Bergbau- und Wismutversorgung

Selbst zu DDR-Zeiten kamen die Menschen ins Oberzentrum Zwickau, um dort zu flanieren und einzukaufen. Die letzte Stadtverwaltung vor der Wende hat die Straße noch einmal ordentlich aufgepeppt: Neues Pflaster, ordentliche Lampen, welche Straße weit und breit konnte 1990 schon von so guten Rahmenbedingungen ausgehen? Gründerzeitarchitektur vom Feinsten unterstreicht die Pracht auch heute noch. Jetzt ist in der einzigen Prachtstraße tote Hose eingezogen. Das Schockenkaufhaus wurde von Kaufhof aufgegeben und fristet als Ramschkaufhaus ein trauriges Dasein, wer auch immer daran Schuld hat, er sollte sich was schämen.

Misere begann lange vor der Öffnung von Einkaufstempeln auf der Grünen Wiese

Der Niedergang der Hauptstraße hat nicht etwa mit dem Bau von großen Einkaufszentren auf der grünen Wiese zu tun, denn lange bevor Globus und Porta auf dem ehemaligen Schacht- und Kokereigelände des August-Bebel-Werkes ihre Tore öffneten, hatten die Händler in der Hauptstraße ihren Bonus verspielt. Schuld daran sind sie selber und die Stadtverwaltung gleichermaßen.

Die Stadt macht sträfliche Fehler

Die Stadt Zwickau: Statt von 1990 an die Zeichen der Zeit zu erkennen, Parkplätze und Verkehrsanbindung für die Innenstadt optimal zu gestalten, wurde jahrelang das Gegenteil getan: Restriktiv wurden Anfang der neunziger Jahre konsequent Parkverbote und Einfahrverbote für die Innenstadt dort aufrecht erhalten, wo das Gegenteil schreiend notwendig gewesen wäre. Erst spät, zu spät kam die Öffnung der östlichen Innenstadt. Statt nun tagsüber das Gros der Parkplätze frei zu geben, sieht die Stadt noch heute mit ihren Politessengeschwader, mit ihrem Knöllchenblöcken eine gute Schröpfquelle. Konsequent wurden so seit 1990 die Gäste der Stadt vergrault, wer einmal abgezockt wurde, fuhr in der Folge ins Röhrsdorfcenter nach Chemnitz oder wo anders hin. Der Bergbau- und Wismutvorteil, der unter anderem Zwickau zu DDR-Zeiten zum besten Einkaufscenter weit und breit gemacht hatte, hat sich so langsam aufgebraucht.

Einzelhändler handeln "einzeln"

Die Händler: Ein Einzelhändler wusste in einer Sitzung des Stadtmanagements einmal zu sagen: "Einzelhändler zeichnen sich dadurch aus, dass sie einzeln handeln." Anders ausgedrückt: Jeder stirbt für sich allein. Und in der Tat: Obwohl seit 1991 der Versuch gemacht wird, eine Interessenvereinigung der Einzelhändler der Zwickauer Innenstadtauf die Beine zu bringen, schwächelt der City-Ring, später als Stadtmanagement, ratlos dran hin. Nur wenige machen mit, die Vereinigung bleibt nahezu wirkungslos. Das Mittun bei jährlichen Stadtfesten reicht nicht, um Leben in die Stadt zu bringen. Dass es auch anders geht, beweist das Centermanagement der Zwickau-Arcaden. Dieses organisiert regelmäßige und attraktive Ausstellungen, Auftritte von Nachwuchskünstlern und Stars, Fußballmannschaften geben Autogramme und andere bekannte Sportler locken mit Aktionen in die Arcade. Zielgerichtetet wird Werbung gestaltet. Was 65 einliegende Einliegergeschäfte doch erreichen können, wenn sie ihre Kräfte bündeln.

Hauptstraßenhändler wären zusammen mehr als 65 Geschäfte gewesen

65 Geschäfte waren es allemal, die 1990 im Bereich Hauptstraße, Hauptmarkt und Steinweg noch vom Altbonus der Einkaufsstadt und der Prachtarchitektur profitierten und dachten, dass das ewig so weitergehen würde. Hätten sie nicht einzeln dem Untergang entgegen gejammert, sondern eine gemeinsame Arbeit betrieben, wäre es ein Leichtes gewesen, diese Entwicklung abzuwenden.

Der Verwaltung gemeinsam Beine machen

Ein paar Beispiele: Mit einer gemeinsamen funktionierenden Interessenvertretung hätten sie den Weicheiern der Stadtverwaltung auf den Pelz rücken können. So wäre eine für den Handel gute Parkregelung in der Oststadt leicht durchsetzbar gewesen. Und wenn´s nicht sofort geklappt hätte, wäre ein geballter Einsatz auf Dauer nötig gewesen.

Seit Jahren verpasste Chancen

Beispiel zwei: Die ganze Straße zusammen konnte lange vor den Arcaden gemeinsame Werbeaktionen mit Veranstaltungen und der entsprechenden und rechtzeitigen Bekanntmachung betreiben.
Beispiel drei: Idealistisch, wie sie nun mal war, die damalige Stadtverordnetenversammlung, und wie der Stadtrat auch heute noch ist, werden kontraproduktive Stadtgesetze erlassen. Jüngste Geschichte, "Beate Uhse" wollte in die Innenstadt. Allein der Erotikanbieter könnte am Tag ein paar hundert Besucher in die City locken, natürlich leistet sich die Stadt Zwickau den Heuchelvorhang, "so was um Gottes Willen wollen wir nicht in unserer Innenstadt".

"Beate Uhse woll´n wir nicht!"

In Zwickau werden Kinder ja per Windbestäubung gezeugt. Da lassen sich Händler in der Zeitung zitieren: "Ich könnte gut mit Beate Uhse in der Nachbarschaft leben." Ja warum gibt es keine Lobby für diese Händler, die die Interessen der Händler und damit in diesem Fall auch die der Kunden massiv vertritt. Fest steht doch, wenn zu Bürgermeister Soltaus Zeiten mehr als zwei Mann auf der Matte standen, um ihren Forderungen Nachdruck zu vereleihen, knickte der Ordnungsbürgermeister auf der Stelle ein. Warum sprechen die Händler nicht mit einer Stimme im Stadtrat, außer, wenn sie sich einig sind, dass die Stadt neue Konkurrenten per Ansiedlungsverbot verhindern soll. Sollten sie doch erst mal überlegen, was sie brauchen und wie dahin kommen. Das ist halt nicht immer bequem:

Kundenverwirrung als Prinzip

Dazu Beispiel vier: Jedes Geschäft der Innenstadt leistet sich eigene Öffnungszeiten, kein Kunde weiß, woran er mit Zwickau ist. Manche Geschäfte machen mittags ein, anderthalb oder zwei Stunden zu, manche früh um acht, neun oder vielleicht auch erst halb zehn auf und abends reicht die Palette der Schließzeiten von fünf, sechs, halb oder um sieben bis acht. Da ist es doch für den Volkswagenwerker einfacher, gleich in den Neefepark nach Chemnitz zu fahren. Ob die Arcaden als einzelne Insel ausgeprägter Dienstleistung am Kunden auf Dauer mit ihrer Öffnung bis 20 Uhr die Attraktivität der Zwickauer Innenstadt wahren können, ist zweifelhaft.

Misere ist allgemein

Über die Misere der Hauptstraße hinaus reicht das Dilemma auch in den bisher noch gut besuchten Bereich Innere Plauensche Straße. Die dortigen Einzelhändler scheinen nach wie vor der Meinung zu sein, "es kommen immer noch genug Kunden" und sie segeln blauäugig und geizig, "Geiz ist geil", durch die Marktwirtschaft. Ein wenig Geheule und Gewinsel setzt immer dann im Chor ein, wenn auf den ehemaligen Industriebrachen der Muldestadt ein neuer Großmarkt öffnet. Das Geheule wäre Sache der anderen Großen. Aber die Wissen längst von der Marktwirtschaft: Wenn Saturn glaubt neben anderen Elektronikgroßhändlern ein gutes Geschäft machen zu können, dann ist das die Sache des Marktes, die Fronten zu klären. Der Markt sind die Kunden, jedenfalls so lange es Konkurrenz gibt.

Vergrämte und vertriebene Kunden

Beispiel fünf, da hat der Bauunternehmer Beyerlein schon vor Jahren in einem Gespräch zusammengefasst, was eine wichtige Ursache für den Niedergang eines Teils des Einzelhandels in der Innenstadt ist: "Wissen Sie", sagte der Mittelständler so um das Jahr ´95 herum, "ich hab die Sakkogröße 60 und die Hosengröße 56, da wollte ich in Zwickau eine Kombination kaufen. Erstens war keine gute Qualität greifbar, und zweitens, schon der Versuch, eine Jacke in der Größe 60 und eine Hose in der 56 von der Stange zu nehmen, hat ein endloses Gezeter hervorgerufen." Dann ist Beyerlein ins fränkische Hof gefahren. "Beim Fink in Hof, brauchte ich nicht mal zu sagen, welche Größe ich brauche, Sakkos und Hosen in den passenden Größen wurden mir gebracht, feine Qualität, und zur Kombination wurden mir auch gleich dezent die passenden Hemden und Krawatten unterbreitet, Kaffee und Kuchen für meine Frau und mich waren selbstverständlich zur Kundenpflege mit dabei." Das Lustigste, fand der potente Käufer, sei gewesen, neben ihm wurde zur gleichen Zeit der Zwickauer Rechtsanwalt Neubert bedient. Da liegen gleich zwei Ursachen für den Niedergang offen: Falsches Sortiment und schlechte Bedienung.

Verpasste Lobbyarbeit

Sechstes Beispiel: Ist einerseits zu beklagen, dass die Hauptstraße unter schlechter Erreichbarkeit mit dem Auto zu leiden hat, war die tatsächliche Kernstadt vom Gegenteil geplagt. Es bedurfte erst des viel gescholtenen Immobilienhändlers Kurt Fliegerbauer, dass die Peter-Breuer-Straße und die Magazinstraße als historische Stadtstraßen endlich für die Fußgänger frei gemacht wurden. Die anliegenden Händler und Gastwirte hätten es sonst nie gemerkt, dass es geschäftsschädigend ist, das eigene Auto vor die Ladentür zu stellen und sich dann auch noch zu wundern, warum keine Kunden kommen. Noch heute, Ende Februar 2004, stehen tagtäglich Autos an der Ecke Peter-Breuer-Straße und Innere Plauensche, inmitten der Fußgängerzone, mit irgendwelchen Sondergenehmigungen den ganzen Tag abgeparkt, diese nehmen den Kunden die Lust, in die Straße einzubiegen.

Wirte gehen einzeln Wasser saufen

Am Ende dieser Straße liegt der Kornmarkt, der sollte als weiterer Einkaufsschwerpunkt über die Peter-Breuer als weiterer Innenstadtboulevarde mit der Inneren Plauenschen verbunden sein. Gut gedacht und sehr wünschenswert. Die Peter-Breuer-Straße möchte dazu auch gern Kneipenstraße sein. Da kann man sagen, wie die Einzelhändler einzeln handeln, gehen auch die Wirte einzeln Wasser saufen. Einmal im Jahr die Kellner mit triefenden Tabletts zum "Kellnerlauf" durch die Straße zu hetzten und zu hoffen, dass die Presse umsonst darüber berichtet, ist weder Marketing noch Werbung, das ist eine hilflose und lächerliche Geizaktion, die noch nicht mal durch alle getragen wird.

Bei den falschen Lehrern in die Schule gegangen

Ein weiteres Beispiel: Statt froh zu sein, wenn Cafés und Bistros Stühle und Tische vor die Tür stellen, pflegte die Stadt die Straßencafés ordentlich fürs Straßenmöbel abzuzocken. Kein Wunder, wenn der gute Wille versagte, das die einladenden Möbel an vielen Stellen wieder aus dem Stadtbild verschwanden. Aber auch die Stadt trägt Schuld, dieVerwaltung passte blauäugig ihre Satzung den belebtesten Straßen der Bundesrepublik in Düsseldorf und München an und glaubte tatsächlich, dass sie damit viel Geld einnimmt. Andererseits fehlt wieder die Lobby der Händler und Gastwirte, statt in Büros irgendwelche sinnlosen Projekte auszubrüten, wäre die notwendige Vertretung der Interessen der Besucher der Stadt und der Einzelhändler dazu führen müssen: "Ihr seid ja verrückt", musste schon auf den Entwurf der Sondernutzungsatzung geantwortet werden. Statt dessen hat es Jahre gebraucht, bis laute Kritik daran vernehmbar wurde. Jetzt soll wohl daran gearbeitet worden sein. Das ist nur ein kleiner Exkurs in die Niedergangsatmosphärenstimmung der Innenstadt einer Stadt, die einst als die beste Einkaufsstadt von Görlitz bis Eisenach galt, die heute noch alle Potentiale dafür besitzt, diesen Status wieder zu erlangen.

Der Erfolg zählt und nicht das Parteibuch

Da sollte man sich vielleicht überlegen, ob man nicht den Projektentwickler Bernd Arzt, dem die Stadt Zwickau Globus-Center, Stadthalle und Parkhaus hinterm Gewandhaus und mehr verdankt, die Funktion des Stadtmanagements anzutragen, statt ihn unqualifiziert seine Vergangenheit als LPG-Vorsitzender in Schönfels nachzutragen. Auch da zählte Arzt zu den Besten: Erich Honecker, Valerie Bykowski und Sigmund Jähn wurden 1984 auch nicht verlotterte Betriebe geführt, eine ordentlich geführte Landwirtschaft war auch damals nicht durch "Arschkriecherei" zu ersetzten, auch dazu gehörte Führungsqualität, damals vielleicht mehr als heute. Wahrscheinlich haben die Schönfelser Bauern lange bereut, Arzt nach der Wende davon gejagt zu haben. dazu Bernd Arzt im September 2005 telefonisch: "Wir wurden keineswegs davon gejagt. Einem Vorstandsbeschluss der LPG-Schönfels aus dem Wendejahr wurde ich mit der Liquidation der ehemaligen LPG beauftragt. Bis zum Jahr 1997 wurde die Liquidation ordnungsgmäß abgeschlossen."

Nieten verjubeln das Geld Zwickauer Steuerzahler

Fachwissen und Führungsqualität sollen die vielen Nieten, die die Zwickauer Stadtverwaltung seit 1990 mit teuren Gutachten beauftragt hat, die Steuergelder der Zwickauer Steuerzahler für nichts oder nur für erbrachte Banalitäten verjubeln, erst mal nachmachen. Allerdings: In München gab es tatsächlich die SED nicht, da kann man heute trefflich mit einer weißen Weste prahlen, man kann ja nicht drin gewesen sein.

Was stimmt denn nun: Kein Geld oder nur die falschen Angebote?

Noch zwei Zitate aus der Tagespresse am 12. März 2004. Unter Überschrift "Mehr Kunden, mehr Geld, weniger Konten" wird über die Geschäftsentwicklung der Zwickauer Sparkasse berichtet. Da heißt es, dass sich das Volumen der Kundeneinlagen im Zwickauer Raum von zweitausendundeinhundert mal eine Million, 2.100.000.000 Euro auf 2.160.000.000 Euro vergrößert hat. Der Sparkassenchef Heinrich Zilker zeigt sich zufrieden mit der Knete der Westsachsen. Sie wächst und wächst. Zwei Seiten weiter in der gleichen Zeitung erklärt ein Leser Peter Henkel in einem Leserbrief: "Die Kaufkraft der Bevölkerung ist halt begrenzt, daran ändert auch ein neuer Konsumtempel erst recht nichts". Damit wiederholt er ein beliebtes Argument der Innenstadthändler, das schon immer falsch war. Es ist nur richtig, wenn die Innenstadthändler zugeben, dass sie, wegen exklusiver Lage, höhere Preise für dieselbe Billigware nehmen wollen, wie sie auf den Wühltischen der Einkaufscenter billig zu haben ist.

Schwerer Schaden durch Billigimage, da nützt auch eine wunderschöne alte Innenstadt nicht viel

Leider haben die Händler selber 14 Jahre erfolgreich am Billigimage der Stadt gebastelt. Einmal vergraulte mittelständische Kunden wie Beyerlein wieder in die Innenstadt von Zwickau zu holen, wird schwer. Das Ziel, die ererbten Boulevards von exklusiver Schönheit wieder mit Leben zu erfüllen, bedarf es mehr, als mit hilflosem Gewinsel den Bauausschuss zu bitten, die Ansiedlung eines weiteren Großmarktes zu verbieten. Das ist ungefähr so, als wenn Spatzen, die verlassene Adlerhorste bewohnen, Falken bitten, sie sollten verhindern, dass auch Elstern auf den Felsen kacken dürfen.

Erster Schritt: Einigkeit und gemeinsames Ziel

Der erste Schritt wäre, dass sich die Einzelhändler mal entschließen könnten "gemeinsam zu handeln", ein professionell geschultes Personal, ein gutes Warenangebot, eine gemeinsame Werbestrategie, eine durchsetzungsstarke Lobby gegenüber blinden Stadtstrategen wäre dringend nötig. Stadtstrategen, die es nach wie vor zulassen, dass freitags 14 Uhr der Frischmarkt in der Stadtmitte Feierabend macht, zu einer Zeit, wo eigentlich die Kunden erst mal in der Stadt ankommen.

Verwaltungscredo: Leere Stadt ist schön bequem

14 Uhr beispielsweise ist bei Volkswagen in Mosel Schichtwechsel, wer auf diese Kunden, die um diese Zeit überlegen, wo sie hinfahren, um zu einkaufen, zu flanieren und vielleicht auch ein wenig im Café zu sitzen, wer auf die Kunden verzichtet, diesen Kundenkreis eine ausgestorbenen Stadt anbietet, der verdient es nicht anders, denn als "blind und taub" verlacht zu werden. Natürlich ist schon klar, dass die Marktaufsicht 11.30 Uhr Feierabend hat, jetzt regelmäßig auch einen ganzen Freitag, da kostet es vielleicht gar Überstunden, die jene Leute leisten müssen, um aufzupassen, dass kein Händler nach Marktschluss noch eine Bockwurst verkauft.

Viel Attraktivität wäre mit kostenlosen Verwaltungsakten zu erreichen

Schlussbemerkung: Die meisten Maßnahmen, die Stadt wieder attraktiv zu machen, kosten keinen Pfennig aus dem Stadtsäckel, sie sind quasi zum Nulltarif zu haben. Vielleicht ein paar neue Straßenschilder und ein wenig Papier für neue bürgerfreundliche und handelsfördernde Satzungen.
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