Diktatoren unter sich


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Die Diktatoren dieser Welt lassen Helmut grüßen
Von dem ersten Ersten Sekretär der Sozialistischen Einheitspartei der Deutschen Demokratischen Republik, Walter Ulbricht, wird berichtet, er habe in einer Sitzung des Zentralkommitees der SED die Katze aus dem Sack gelassen: Genossen, hat der Diktator gesagt, alles was wir machen, muss demokratisch aussehen, aber "wir", gemeint war "ich", bestimme, was und wie´s gemacht wird. Für das Volk hatte Walter Ulbricht die Verfassung vorgesehen, für seine Macht, das Diktat, und seine Person stand über allen. Selbstverständlich war Ulbricht überzeugt, dass er die beste Lösung für die Deutschen war. Stalin dachte dies von seiner Person für die Russen und die Welt, und andere Diktatoren taten und tun dies auch. Die aber hatten oder haben meist schon das Mäntelchen der Demokratie beerdigt.

Wenn nun heute und nach einem Jahr Krach in der Christlich Demokratischen Union der ehemalige Vorsitzende Helmut Kohl der Ansicht ist, dass sein Ehrenwort gegenüber ein paar Freunden ein höheres Gut darstellt, als dies sein Eid auf die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland ist, dann könnte man fast meinen, Kohl sieht seine Person ebenso über dem Volk schweben, wie dies eben auch Diktatoren taten und tun. Da braucht´s noch nicht mal die Berichte über seinen Führungsstil.

Haben wir aber ein Glück gehabt, dass der ehemalige Kanzler im Westen geboren ist und nicht ein paar Meter weiter östlich Karriere gemacht hat.

Wer weiß, ob der alte Mann die Weisheit gehabt hätte, dass seine Zeit vorbei war, als das Volk der Deutschen die Einheit ihrer Staaten wollte und abzusehen war, dass für die Verliererpartei und ihre Funktionäre kein warmes Plätzchen im Regierungslager der vereinigten Republik sein würde. Immerhin muss man der ehemaligen Führungsriege der DDR ein großes Verdienst zugestehen: Sie sind ohne Gewalt abgetreten.

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