Informationen zum Hochwasserstand per 15. August 2002


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Mit blauen Auge davongekommen

Entwarnung am Mittwoch früh

Das Amt für Brand-, Katastrophenschutz und Rettungsdienst informiert: Hochwasserlage in Zwickau am 14. August 2002, 7 Uhr Die Situation hat sich(15. August 2002) weiter entspannt. Gegenwärtig liegt der Pegel der Zwickauer Mulde bei 3.48 Meter mit sinkender Tendenz. Der gesamte Dammbereich der Mulde wird regelmäßig kontrolliert. Problemfälle gibt es, bis auf den Damm im 04-Bad Bereich, gegenwärtig nicht. Seit Mitternacht bildet dieser Bereich wieder einen Schwerpunkt. Wasserseitig haben sich Risse gebildet, Teile des Dammes sind auf einer Länge von ca. 30 Metern abgegangen. Drei Freiwillige Feuerwehren und das Technische Hilfswerk mit 26 Einsatzkräften führen die Sicherungsarbeiten durch, indem gefällte Bäume, Steine und Sandsäcke eingebracht werden. Damit wird der Damm befestigt. Die Arbeiten dauern noch weiter an und gestalten sich wegen der engen Zugänglichkeit schwierig.
Gesperrte Straßen wegen Hochwasser bzw. Reinigungsarbeiten sind noch: Ortslage Crossen, Pölbitzer Straße zwischen B 93 und Leipziger Straße. Muldestraße, Olzmannstraße.

Dank für Hochwasser-Einsatz in Zwickau

Zwickaus Oberbürgermeister Dietmar Vettermann und die Leiterin des Katastrophenschutzstabes der Stadt Zwickau Bürgermeisterin Pia Findeili sprachen all jenen ihren Dank aus, die sich zur Abwehr des Hochwassers im Einsalz befinden. Das sind in aller erster Linie die Kameraden sowohl der Berufsfeuerwehr Zwickau als auch die der 15 Freiwilligen Feuerwehren der Stadt, aber ebenfalls die Angehörigen von Technischem Hilfswerk, Freiwilligen Feuerwehren des Laridreises Zwickauer Land, der Polizeidirektion Zwickau, des Katastrophenschutzstabes sowie auch der Stadtverwaltung Zwickau. In den Dank eingeschlossen sind nicht zuletzt - und das ist äußerst erfreulich - Hunderte von Zwickauern, die sich freiwillig zur Unterstützung der Arbeiten gemeldet haben. "Ich bin sehr beeindruckt“ wie besonnen und umsichtig unsere Zwickauer in dieser Situation regagiert haben. Dafür kann ich mich in dieser ernsten Situation nur ganz herzlich bedanken. Das ist Verbundenheit mit der Stadt in Aktion", so Oberbürgermeister Vettermann. Bürgermeisterin Pia Findeiß, Leiterin des Katastrophenschutzstabes der Stadt Zwickau. hob „die Besonnenheit von großen Teilen der Zwickauer Bevölkerung, vor allem, die der am meisten betroffenen Crossener Mitbürger“ hervor, aber auch die der Bewohner der Innenstadt und des Gebietes im Umfeld der Pölbitzer Brücke.

Telefon für Hochwasseropfer in Zwickau

Im Sozialamt der Stadt Zwickau ist ab sofort von Montag bis Freitag 7 bis 16 Uhr ein Telefon für die Opfer des Hochwassers unter folgender Nummer eingerichtet:
Sozialamt: Tel. 83 50 77
Unter dieser Telefonnummer können sich alle Zwickauer Bürger melden, die Hilfe benötigen. Diese Hilfe kann personeller, technischer oder finanzieller Art sein. Es erfolgt eine Abfrage über den Umfang (falls bereits abschätzbar) der Schadenshöhe sowie weiterer notwendiger Angaben. Zugleich werden Hilfsbedürftige darüber beraten, welche nächsten Schritte erforderlich sind. Außerdem wird Unterstützung bei der Bewältigung der notwendigen Wege angeboten. Es gibt verschiedene Möglichkeiten für finanzielle Hilfen: über das Sozialamt, über das Spendenkonto der Sparkasse Zwickau und über das Land Sachsen. Diese Nummer sollten zudem auch Bürger wählen, die mit Sachspenden (Möbel, Decken, Hausrat, Baumaterial, Geräte verschiedenster Art usw., usf.) Hilfe leisten wollen. Lage bisher

Ab sofort Spendenkonto:

Opfer des Hochwassers brauchen jetzt schnelle Hilfe Solidarität aller Zwickauer ist dringend vonnöten. Bei der Sparkasse Zwickau ist ab sofort ein städtisches Spendenkonto für die vom Hochwasser Betroffenen unter folgender Nummer eingerichtet:
Sparkasse Zwickau Kontonummer 2201007880
Bankleitzahl 87055000
Verwendungszweck: Hochwasser Zwickau 2002

Die Zwickauer werden gebeten, sich solidarisch zu zeigen und erneut die Verbundenheit mit den Betroffenen zu demonstrieren, wie sie schon mit den vielen freiwilligen Meldungen zur Abwendung der Hochwassergefahr zum Ausdruck kam. Die Hilfsmaßnahmen sollen kurzfristig erfolgen. Die eingehenden Spenden werden schnellstmöglich über den Sozialbeirat verteilt. Der Vorschlag, das Hochwasserhilfe-Spendenkonto einzurichten, entstand in Zusammenarbeit mit der Sparkasse Zwickau.

Bürgertelefon eingerichtet

Das Sächsische Staatsministerium des Innern hat ein Bürgertelefon eingerichtet. Unter der Telefonnummer: 0180 2000 367 können Bürger ab 18.00 Uhr rund um die Uhr fachkundige Auskunft zu Fragen im Zusammenhang mit der Hochwasserkatastrophe in Sachsen erhalten. Die Anrufer zahlen 6 Cent pro Minute. Eine gebührenfreie Telefonnummer konnte von der Telekom leider nicht mehr zur Verfügung gestellt werden.

Spendenaufruf auch im Landkreis

Zur direkten Unterstützung der vom Hochwasser schwer betroffenen Haushalte im Landkreis Zwickauer Land werden als Sofortmaßnahme Mittel aus dem Glowatzky-Erbe eingesetzt. Das sicherte Landrat Christian Otto zu. Außerdem wurde mit sofortiger Wirkung ein Spendenkonto für die Hochwasseropfer des Landkreises Zwickauer Land eingerichtet. Landrat Christian Otto ruft die Bevölkerung zur solidarischen Unterstützung der vom Hochwasser Geschädigten auf.
Spenden können bei der Sparkasse Zwickau,
Konto-Nummer 2265009990, Bankleitzahl 870 550 00
unter dem Stichwort „Hochwasser“ eingezahlt werden.
Im Partnerlandkreis Miesbach (Bayern) wurde ebenfalls ein Spendenaufruf zugunsten des Landkreises Zwickauer Land gestartet. Haushalte, die durch das Hochwasser stark in Mitleidenschaft gezogen wurden und deren Schäden durch keine Versicherung abdeckt werden, wenden sich bitte direkt an ihren jeweiligen Bürgermeister bzw. Bürgermeisterin. Von dort erfolgt dann die Übermittlung an das Landratsamt. Über mögliche Hilfen soll kurzfristig und unbürokratisch entschieden werden. In diesem Zusammenhang dankt Landrat Christian Otto allen Einsatzkräften, vor allem den freiwilligen Feuerwehren des Landkreises, den Bürgermeistern und allen freiwilligen Helfern für die geleistete Arbeit. Besonders würdigt er den bedingungslosen Einsatz der Kameradinnen und Kameraden zur Gefahrenabwehr und zum Schutz von Leben und Sachwerte.

Landkreis Zwickauer Land
Büro des Landrates, Pressestelle, Wolfram Kober
Telefon: (0 37 61) 56 10 35
E-Mail: presse@zwickauerland.de
Internet: http://www.zwickauerland.de


Presse-Information des Arbeitsamtes Zwickau
Zwickau, 15.08.2002

ABM-Kräfte werden kurzfristig auch bei Aufräumarbeiten mithelfen

Für Irritation gesorgt hat ein Artikel und ein Kommentar in der Zwickauer Ausgabe der Freien Presse von heute(15.8.). Danach habe das Arbeitsamt Zwickau den Einsatz von ABM-Kräften zur Mithilfe beim Abfüllen von Sandsäcken untersagt. Paul Lieber, der Direktor des Amtes, erklärte heute hierzu: Am Montagmorgen ging im ABM-Bereich des Arbeitsamtes Zwickau ein Anruf der Stadtverwaltung Wilkau-Haßlau ein. Eine Mitarbeiterin der Stadtverwaltung erkundigte sich, ob ABM-Kräfte zum Katastrophenschutz eingesetzt werden dürfen. Es wurde nicht explizit nach dem Befüllen von Sandsäcken gefragt. Nach Abstimmung mit der Ersten Sachbearbeiterin wurde seitens des Arbeitsamtes die Aussage getroffen, dass der Einsatz durchaus möglich ist. Da es sich hier jedoch nicht um förderfähige Arbeiten im Sinne des ABM-Rechts handele, erfolge für die Zeit des Einsatzes keine Bezuschussung seitens des Arbeitsamtes. Seitens des Arbeitsamtes wurde also zu keinem Zeitpunkt der Einsatz im Rahmen des Katastrophenschutzes abgelehnt, sondern lediglich darauf hingewiesen, dass während dieser Zeit die Finanzierung der ABM-Kräfte aus anderen Mitteln (z. B. des Katastrophenschutzes) erfolgen müsse. Daraufhin reagierte die Mitarbeiterin der Stadtverwaltung mit der Aussage, dass die Stadt Wilkau-Haßlau unter diesen Bedingungen von einem Einsatz der ABM-Kräfte absieht. Unabhängig hiervon ist das Amt gegenwärtig fieberhaft bemüht, in Gesprächen mit den Landkreisen, den Kommunen und den ABM-Trägern möglichst rasch Beschäftigte aus laufenden Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen für den kurzfristigen Einsatz zur Mithilfe bei Aufräumarbeiten zu gewinnen. Allerdings könne dies nur auf freiwilliger Basis der ABM-Beschäftigten geschehen, aber "ich bin mir sicher, dass sich viele der gegenwärtig in ABM beschäftigten Männer und Frauen aus Solidarität mit den Opfern spontan hierzu entschließen werden", so Lieber. Außerdem werde für die noch offene Finanzierung eine unbürokratische Lösung gefunden, verspricht Lieber.

Ausspülungen im Bereich der Pölbitzer Straße in Pölbitz durch den Auerbacher Bach. Foto: Stiegler

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