Plätze der Stadt Zwickau - Hauptmarkt


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Zwickauer Hauptmarkt 2000 in neuem Glanz

Zwickauer Hauptmarkt - Seit 800 Jahren am Schnittpunkt zweier alter Handelswege
Die Muldestadt Zwickau hat ihren Hauptmarkt aufpoliert. 13 Monate war der wichtigste Platz der Stadt nur mit Gummistiefeln passierbar. Seit Juni 2000 zeigt sich das Ensemble in neuem Glanz. Eigentlich sind es drei Plätze, die, wie ein Treppchen von der Seite gesehen, aneinander liegen. Hell leuchten die Granitsteine, die den Besucher mit ihrem Muster einladen, sich den Platz zu erschließen. Harmonie ist eingezogen mit Pflaster, Sitzmöbeln, Kandelabern und Bäumen in der Zwickauer Stadtmitte. Die Gelegenheiten, den Platz leer und in seiner architektonischen Gestaltung pur zu sehen, sollten dabei aber eher die Ausnahme bilden, hoffen die Zwickauer. Märkte, Veranstaltungen und Treffen sind geplant, und nicht nur der "Tag der Sachsen" Anfang September 2000 in Zwickau bot Gelegenheit, das neueste Prachtstück der Muldestadt zu besichtigen. Typisch für Zwickau wurden bei der Marktgestaltung in der Hauptsache helles Granitpflaster verwendet. Weniger typisch, aber sehr wirkungsvoll, bekam der Zwickauer Hauptmarkt eine Umrahmung mit Bäumen, die allerdings mickern noch vor sich hin. Bäume hat es in dieser Zahl noch nie gegeben auf dem Platz, der seine heutige Form schon vor 700 Jahren erhielt. Die Kreuzung zweier bedeutender Fernhandelswege ließ an dieser Stelle zeitig einen Marktflecken entstehen. Salz aus Halle nach Böhmen wurde auf dem "Böhmischen Steig" durch Zwickau gefahren und auch die schweren Karren der Händler auf dem "Polnischen Gleis" von Krakau nach Süddeutschland durchfuhren die Mulde an der Fuhrt, die man in der Nähe der Zwickauer Paradiesbrücke vermutet. Die Kreuzung dieser im Mittelalter entstandenen Handelswege wird von den Archäologen auf dem heutigen Ostspiegel plaziert, der vom Alten Steinweg und der heute nicht mehr auffindbaren Dresdner Straße tangiert wurde. Der Alte Steinweg war die erste in Zwickau mit Steinpflaster befestigte Straße: 1303 schreibt der Geschichtsschreiber von diesem Ereignis. Geprägt wird der Zwickauer Hauptmarkt von zwei dominierenden Baugenerationen:

Die Westseite des Hauptmarktes ist die Schmalseite des Platzes und leitet weiter in die Innenstadt mit Marienplatz, Plauenscher Straße und zum Domhof.

Das Rathaus wurde nach dem schweren Stadtbrand im Jahr 1403 neu errichtet, das Gewandhaus um 1522. Der Schneeberger Silberbergbau ließ Zwickauer reich werden. Diese errichteten prächtige, vielgeschossige Steinhäuser in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts, das Römerhaus, das Kräutergewölbe und das "Schmale Handtuch" beeindrucken noch heute von dieser Zeit. Die zweite Welle der Neubebauung fällt in die Gründerzeit: Zwickau wurde reich und rußig durch den Steinkohlebergbau, der seit 1840 einen sprunghaften Aufstieg nahm. Insbesondere auf dem Westspiegel des Hauptmarktes entstanden große, repräsentative Häuser, die heute Kaufhäuser beherbergen. Mit der Neugestaltung hofft die Zwickauer Stadtspitze auch auf eine rasche Belebung ihres Hauptplatzes, der nun auch mit großen Biergärten im Sommer den gastronomischen Mittelpunkt der Stadt bietet.

Das Gewandhaus ist seit 1823 die Spielstätte des Zwickauer Stadttheaters. Erbaut wurde das Haus um 1520 als Handelshaus mit Sälen für Tuchmacher, deshalb Gewandhaus, aber auch als Handelsplatz für die Zwickauer Bürgerschaft.

Hauptmarkt mit Gewandhaus und Rathaus

Foto: Stiegler



Das Denkmal des großen Sohnes der Muldestadt, Robert Schumann, steht an der Ostseite des Hauptmarktes.







Blick vom Rathaus in die Hauptstraße, einst Hauptgeschäftsstraße von Zwickau.

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