„Happy Birthday“ als Tanzstück von Annett Göhre auf der Bühne des Theaters Plauen-Zwickau

Getanzte und gemimte Sinnsuche im Schattenreich des Todes


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Pantomime und schweißtreibender Tanz, das Ensemble ist auf allen Fronten gefordert.

„Happy Birthday“ als Tanzstück von Annett Göhre auf der Bühne des Theaters Plauen-Zwickau

Getanzte und gemimte Sinnsuche im Schattenreich des Todes



ZWICKAU – Wie feiert man Geburtstag, wenn man gerade gestorben ist? Eine Antwort versucht Annett Göre mit ihren Tanzstück „Happy Birthday“, das am Freitag im Malsaal des Theaters Plauen Zwickau Premiere hatte.
Die quirlige Maki Taketa tanzt grazil die gerade verstorbene Frau des Mannes, Michael Günther, auf der sonst schwarzen Bühne des Malsaales. Taketa hebt sich von der übrigen Gesellschaft des Schattenreiches in die die sie gerade gelangt ist, durch ein helles Outfit ab.
Die Gesellschaft, die sie im Schattenreich des Todes antrifft, sind Clowns in schwarzen Overalls und grell geschminkten Gesichtern.

Maki Taketa ist auf der Suche im Schattenreich des Todes. Fotos :Theater













Langsam füllt sich die Bühne, kraftvoll tritt eine männliche Figur ins spärliche Licht und verwelkt sodann, sinkt theatralisch zu Boden. Nach und nach kommen die zehn Tänzerinnen und Tänzer ins Geschehen. Sie bringen Farbe ins Bild. Sie tauchen ihre Hände ins die Schminkkästchen, und nach und nach treten die Gesichter mit Weiß, Rot und Goldbronze hervor, aber um die Gefühle der Akteure auszudrücken braucht es der Mimik der Tänzerinnen und Tänzer. Erstaunen, Qual und Selbstverliebtheit, Erschrecken und Liebe malen sich auf den Gesichtern der Clowns, die Pantomime steht zunächst vor dem Tanz.
Michael Günther ist als Mann, der seine gerade verstorbene Frau im Totenreich sucht, als einziger ist er mit einer Stimme versehen. Was würde ich tun, „wenn ich mein Leben noch einmal leben könnte“, von Jorge Louis Borges, stellt der Conférencier die Frage des Lebens, in der Zeit wo die Tanzgruppe Phasen des Lebens, verzweifelte Suche nach dem Ausweg, freudiger Walzertanz und Resignation tanzt.
Ja, was würde er tun? Der Mann weiß es: Er würde sein Leben dieses Mal genießen. 70 Minuten ziehen die Bilder der Sinnsuche über die schmucklose Bühne des Malsaales in Zwickau. Herzlicher Beifall belohnt den kraftvollen Tanz und die Musik von Katharina S. Müller, die mit ihrer Violine live ins Geschehen eingreift und dabei Erstaunliches zu leisten vermag.
Choreografie und Inszenierung Annett Göhre, Bühne Leah Lichtwitz, Kostüme Leah Lichtwitz.

Theo Stiegler

Nächste Vorstellungen in Zwickau, Malsaal

08.12.2016 ¬ 19.30 Uhr
07.01.2017 ¬ 19.30 Uhr
Karten-Telefon [0375] 27 411-4647/-4648

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