Erste Operettenpremiere der Spielzeit 2007/2008 mit "Gräfin Mariza" erhält viel Applaus

Ganz Operette - so wie es die Zwickauer mögen



Hier geht´s zurück zur HOMEPAGE

Gräfin Mariza und ihr Gutsverwalter, der inkognito auf dem Gut lebende Graf Tassilo Endrödy-Wittemburg - das muss natürlich zu Konflikten führen, Operettenkonflikte versteht sich. Fotos: Peter Awtukowitsch


„Gräfin Mariza“ – Die Kálmánn-Operette wird in Zwickau stürmisch gefeiert

„Komm mit nach Varasdin, so lange noch die Rosen blühen!“


ZWICKAU, 21. September 2007 – In Zwickau darf Gräfin Mariza noch sein, was sie immer war: Eine beliebte Operette mit vielen Ohrwürmern. Der klassisch von Horst O. Kupich inszenierte Operettenschmaus trifft die Wünsche des Zwickauer Publikums auch oder vor allem ohne eingebaute Zeitkonflikte, die heute an großen Häusern zur Profilierung der Regisseure dienen.
Häufiger Szenenapplaus belohnt die Leistungen des Ensembles in der Muldestadt, und zur Pause kommt es schon zu einem kleinen Schlussbild mit zwei Vorhängen.
Der verarmte Graf Tassilo, Guido Hackhausen, hat sich inkognito auf dem Gut der Gräfin Mariza als Verwalter verdingt. Vorbei die Zeiten, wo der fesche Offizier in Wien die Damen der Gesellschaft beglückte: „Grüß mir die süßen, die reizenden Frauen im schönen Wien“, erinnert sich Tassilo. Hackhausen, der inzwischen bei den Landesbühnen Sachsen angeheuert hat, tritt diesmal als Gast in Zwickau in Erscheinung. Leicht an Fülle zugelegt, zeigt sich der Tenor in hervorragend stimmlicher Qualität. Ein Freund hat die Verhältnisse von Tassilo in Wien geordnet, und der Verwalter kann nun daran gehen, wenigstens die Mitgift für seine Schwester Lisa zu verdienen.
Es scheint, als ob die Gräfin fern sei, die Ruhe auf dem Gut ist öd.


Maria Gessler als Gräfin Mariza begeistert ihr Zwickauer Publikum.



Da plötzlich taucht die Schöne auf, sie will sich angeblich auf ihrem Gut verloben. Gräfin Mariza, Maria Gessler, ist nicht nur eine tolle Frau, als Frau und Sopranistin, sie ist noch auch reich - als Operettengräfin -, Geld, Güter, 20000 Schweine locken die Anwärter nur so an. Aber: „Einmal möcht' ich wieder tanzen“, lässt sich die Schöne auf einen Flirt mit dem vermeintlich bürgerlichen Verwalter ein.
Gegen die vielen adeligen Galane soll ein erfundener Verlobter helfen, den Baron Zsupán hat sich Gräfin Mariza interessanterweise aus der Straußoperette „Zigeunerbaron“ ausgeliehen. Nur dumm oder gut für die Handlung - Den Baron Koloman Zsupán, Michael Simmen, gibt es in der Handlung doch: Der reiche Gutsbesitzer aus Varasdin kommt ganz real auf seiner BMW R35 angetuckert. Baron Zsupán hat aus der Zeitung von seiner Verlobung erfahren, und ist nicht abgeneigt, seine Ansprüche einzufordern. Ausflüchte lässt er nicht gelten: „Ich bin der Einzige und Letzte des Geschlechtes Zsupán“.
Michael Simmen entwickelt sich damit endgültig zum Operettenbuffo Nummer 1 in Zwickau.
Nachdem der Bariton schon Heerscharen von Westsachsen und deren Gäste als „Sigismund“ im „Weißen Rössl“ Tränen der Begeisterung hat weinen lassen, brilliert er nun als Koloman Zsupan: „Komm mit nach Varasdin“.

Martina Haeger als Lisa und Michael Simmen als Szupán brillieren als Copart zu Mariza und Tassilo.



Da sich auch Tassilos Schwerster Lisa, Martina Haeger, im Schlepptau der Gesellschaft, die die Gräfin nach sich zieht, befindet, ist die Operettenliga komplett.
Natürlich weiß Lisa nichts von der Verarmung ihrer Familie und Tassilo ist in der Klemme, da er zu stolz ist, die Schwierigkeiten der Verarmung einzugestehen: „Schwesterlein, Schwesterlein“, singen Lisa und Tassilo und freuen sich erst mal über ihr Wiedersehen.
Operettenhaft leicht löst sich am Ende jede Schwierigkeit. „Komm, Zigan, komm, Zigan, spiel mir was vor“, Tassilo weiß, was das Operettenpublikum begeistert: Die Zwickauer Operette hat wieder einen Höhepunkt. Ein minutelanger Schlussapplaus belohnt das Ensemble.
Theo Stiegler


Gräfin Mariza
Operette in drei Akten
von Julius Brammer und Alfred Grünwald
Musik von Emmerich Kalman
Inszenierung Horst 0. Kupich
Musikalische Leitung Victor Puhl
Ausstattung Stefan Wiel
Chöre GMD Eckehard Rösler/Angela Händel
Choreographie Sigrun Kressmann
Dramaturgie Birgit Eckenweber
Regieassistenz Reinhard Seibt
lnspizienz Jens Herrmann
Souffleuse Barbara Turbanisch
Gräfin Mariza Maria Gessler
Fürst Moritz Dragomir Populescu Reinhard Hein
Baron Koloman Zsupán, Gutsbesitzer aus Varasdin Michael Simmen
Graf Tassilo Endrödy-Wittemburg Guido Hackhausen/Thomas Löffler
Lisa, seine Schwester Martina Haeger
Karl Stephan Liebenberg Tilman Rau
Fürstin Bozena Cuddenstein zu Chlumetz Sabine Münkner
Penizek, ihr Kammerdiener Hasso Wardeck
Tschekko, ein alter Diener Marizas Werner Rautenstengel
Manja, eine junge Zigeunerin Silke Richter
Berko, ein Zigeunergeiger Adrian Lucaciu/Christoph Hennig
Opernchor des Theaters Plauen-Zwickau
Ballett des Theaters Plauen-Zwickau
Schwanenschloß Kinderchor Zwickau Einstudierung: Steffen Klaumünzner
Es spielt das Philharmonische Orchester Plauen-Zwickau.
Ticket-Service theater zwickau, Gewandhaus, Telefon 0375 834647.

zur Stadthalle oder zum Theaterservice


Mail to Stiegler




Besuche "Gräfin Mariza"counter
Besuche DerZwickauer counter
hier geht´s nach oben und
hier geht´s zurück zur Homepage