Rezensionen aus der Zwickauer Kulturszene

Mit ewig jungem Schwung – die Beliebtheit des Glenn Millers Sounds wächst und wächst

Am Freitag war es wieder so weit – das Glenn Miller Orchestra brachte die ausverkaufte Neue Welt zum Toben


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Fotos: Theo Stiegler


Mit ewig jungem Schwung – die Beliebtheit des Glenn Millers Sounds wächst und wächst

Am Freitag war es wieder so weit – das Glenn Miller Orchestra brachte die ausverkaufte Neue Welt zum Toben




ZWICKAU, am 27. April 2012 – Da kommt die „Neue Welt“ in Zwickau ordentlich unter Dampf, und nicht erst, wenn der „Chattanooga Choo Cho“ unter Schnaufen und Klingeln durch das tobende Publikum saust, kocht der Saal des ausverkauften Ballhauses. Zweifellos: Das Glenn Miller Orchester unter der Leitung von Will Salden bildet einen der Höhepunkte im Jahr für die Stadt Zwickau. Bis hinauf auf den 2. Rang war auch diesen Freitag das Konzert- und Ballhaus gut gefüllt. Eine kleine Besonderheit gibt es doch: Die meisten der Besucher kennen den unverwechselbaren Sound des Orchesters noch aus ihrer Jugend, die nicht selten mit der Entstehungszeit des Glenn Miller Sounds zusammenfiel. Ein wenig schade, denn das Glenn Miller Orchestra bietet frischeste Musik für jede Generation, und macht auch jeden frisch.
Wenn die ersten Takte der „Moonlight Serenade“ durch den festlichen Saal schweben, ist es, als ob alle Schwere von den Zuhörern abfällt, und jeder weiß: „Zwei Stunden vom Feinsten kommen auf uns zu“.
Fünf Saxophonisten, vier Posaunen, vier Trompeten, Bass, Schlagzeug, Piano und eine Sängerin sorgen für unbeschwerten Musikgenuss.

Ellen Bliek








Mit der Moonlight Serenade verwandeln sich die Musiker auch in Sänger, und die Moonlight Serenaders Wil Salden, Sängerin Ellen Bliek, Hansjörk Fink, Pascal Haverkate, Peter Peuker zeigen sich stimmlich bestens aufgelegt.
Orchesterchef Wil Salden hält es für das größte Glück, wenn mit den ersten Takten ein erkennendes Raunen durch den Saal geht. Das Multitalent Salden schnalzt mit Daumen und Zeigefinger und die Musiker geraden in einen beschwingten Taumel, der sich sofort im Saal ausbreitet. Jeder Musiker auch ein Soltotalent, und als solches kommt in bunter Reihe jeder zur Geltung, um sofort wieder in den Orchestersound einzutauchen.
Traditionell, weil seit 1990 ununterbrochen so, eröffnet das Orchester mit der Moonlight Serenade den Abend, und genauso klassisch gibt’s den „Chattanooga Choo Choo“ nur als Zugabe, es ist aber nicht bekannt, dass das „Zügchen Choo Choo“ irgendwann mal nicht durch die tobenden Zuschauerränge gerast wäre. Seit 1990 bis zu 200 Auftritte im Jahr und kein bisschen Routine oder Verschleiß. Die meisten der Besucher wissen schon sicher: Und nächstes Jahr wieder zu Glenn Miller in die Neue Welt.
Theo Stiegler

Die Moonlight Serenaders

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