Aus dem Theater Zwickau

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Reinhard Hein als Babolino Nasoni umgarnt die Gräfin Santa Croce, Jana Reiner. Foto: Theater

Räuber, Schmuggler und vergnügliche Intrigen in Gasparone

Zwickau. Ein Räuber, den es gar nicht gibt, Schmuggler, die sich hinter der finsteren Mär vom Räuber verstecken, ein korrupter Bürgermeister, der seinen Sohn an die reiche Gräfin verheiraten möchte und eine verliebte Gräfin in Gewissensnöten über den vermeintlichen Räuber und Liebsten und einem gegebenen Hochzeitsversprechen an einen ungeliebten Schleimer, wenn das kein Operettenstoff ist: Die Operette Gasparone von Carl Millöcker hatte am 13. September 2002, der natürlich auch noch ein Freitag war, Premiere. Der Wirt Benozzo, Michael Simmen, in der sizilianischen Stadt Syrakus nutzt die Legende vom Räuber, um seinen Schmuggelgeschäften nachzugehen. Seine junge Frau Sora, Inga-Britt Andersson, scheint von dem Treiben keine Ahnung zu haben. Da erwartet den Premierenbesucher die erste freudige Überraschung: Mit dem Paar Andersson-Simmen ergibt sich hübscher Pol gesanglicher Robustheit und komischen Talents, der die nötige Rolle der verschmitzten Volksseele voll auslebt. Babolono Nasoni, der Podesta von Syrakus wird in bewährter Weise von Reinhard Hein gegeben. Gesanglich stark, macht der „korrupte“ Bürgermeister mit seinen Polizisten Jagd auf das Gepenst, hat aber mehr mit seinen persönliche Ränken zu tun: Als da wäre, die verwitwete Gräfin Santa Croce, Jana Reiner, für seinen Sohn zu umgarnen. Die elegante Dame, neben Andersson ist auch Reiner ein neues Gesicht am Theater Plauen-Zwickau, das mit diesem Duo für weibliche Hauptrollen im Musiktheater eine höchst erfreuliche Bereicherung bekommen hat. Also entspinnt sich die Handlung um Irrungen und Verwirrungen höchst vergnüglich in einer Helmut Pock hübsch ausgestatteten Bühnenlandschaft mit überraschend gründlichen Umbauten zwischen den Akten. Farbenfrohe Kostüme und ein gut aufgelegtes Ensemble machen die unter der Regie von Horst Ludwig einstudierte Operette zu einem Theatererlebnis, wie es die Muldestädter in Zwickau lieben: Ein vergnüglicher Abend ohne unnötigen Stress. Am 29. September 2002 wird die Operette am zweiten Spielort in Plauen haben. Weitere Informationen, Karten und Spielpläne unter Theater Plauen-Zwickau bye, bye beim DerZwickauer.
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