Das Theater Plauen-Zwickau bringt Wedekinds „Frühlings Erwachen“ als Ballett von Torsten Händler auf die Bühne

Tanz im Spiel zerrissener Gefühlausbrüche


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Emma Herrington als Martha Fotos: theater

Das Theater Plauen-Zwickau bringt Wedekinds „Frühlings Erwachen“ als Ballett von Torsten Händler auf die Bühne

Tanz im Spiel zerrissener Gefühlausbrüche


ZWICKAU, 15. Mai 2013 – Die Jugend tanzt in den Frühling. Zunächst scheinen sie unbeschwert und sorglos. Die Triebe erwachen. Ein buntes Bild farbiger Kostüme beherrscht die Bühne des Zwickauer Gewandhauses. Das Theater Plauen-Zwickau bringt Wedekinds „Frühlings Erwachen“ als Ballett von Torsten Händler auf die Bühne. Diese Woche war Premiere im Gewandhaus.
Frederico Politano als Melchior tanzt elegant den Anführer der Truppe. Er bestimmt als Anführer die Szene. Der frustrierte Moritz, Sebastian Uske, fühlt sich zurückgesetzt. Uske ist eher der sportliche, kraftvolle Typ, denn der unbeschwerte leichtfüßige Tänzer.
Ins Grübeln verfällt die junge Wendla, Elena Tumanova. Eher grau im Outfit sind auch ihre Bewegungen, mehr gehemmt als euphorisch quält sich die zarte Pflanze. Die Musik wird düster. Johann Sebastian Bach in Moll. (Musik Paul Child)






Ekatarina Tumanova als "Namenslos"oder der Tod













Bald schon weicht die Unbeschwertheit auch von der Gruppe, Moritz wird gemobbt und Ilse, Anna Belioustova, zeigt ihm die kalte Schulter. Melchior ist da nicht so zimperlich, er vergewaltigt die zarte Wendla, Elena Tumanova, die nun mit ihren Ängsten allein ist. Melchior will nichts mehr von Wendla wissen, er lässt die Schwangere allein. In ihrer Angst findet sie niemand, an dem sie sich wenden, an dem sie Halt finden könnte. Schließlich verwindet Wendla sang und klanglos. Belioustova tanzt die Hoffnungslose, mit dem Gefühl einer zerrissenen Seele .
Moritz wird kraftvoll von Sebastian Uske getanzt. Moritz muss feststellen, dass ihn der scheinbare Freund Melchior verraten hat, obwohl es doch Melchior war, der ihn zuerst in der Gruppe Halt gegeben hat. Moritz zerbricht an dem Verrat. Nun ist es die ganze Gruppe, die Trauer zeigt.
Ein abstrakter Baum bildet anfangs den Blickfang hinter dem Geschehen auf der Bühne (Bühnenbild Lisa Überbacher). Der Baum löst sich auf und seine Elemente werden zum Dickicht aus einzelnen Kunstelementen.
Viel Beifall gab‘s am Ende für die ganze Truppe. Für Torsten Händler, der mit Ende der Spielzeit Zwickau als Ballettmeister verlässt, hatte das Ensemble noch einen dicken Rosenstrauß als Dankeschön für gute Jahre in Zwickau und Plauen.



Ekatarina Tumanova mit Federico Politano als Melchior


Theo Stiegler
Vorstellungen Zwickau ¬ Gewandhaus
03.06.2015 ¬ 19:30 Uhr
Kartentelefon [0375] 27 411.4647 / .4648
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