Zum Saisonhöhepunkt auf dem Plauener Parktheater „Der Freischütz von Carl Maria von Weber“

Den siebenden Schuss lenkt der Teufel nach seinem Willen

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Freikugeln werden in der Wolfschlucht um Mitternacht gegossen, da hat der Teufel die Hand im Spiel.

Fotos: Awtukowitsch

Zum Saisonhöhepunkt auf dem Plauener Parktheater „Der Freischütz von Carl Maria von Weber“

Den siebenden Schuss lenkt der Teufel nach seinem Willen



PLAUEN/ZWICKAU, am 12. Juli 2013 – Mit zehn Minuten Standing Ovations feierte das Publikum am Freitag die Opernpremiere von Webers „Freischütz“ im Parktheater der Stadt Plauen. Das Theater Plauen-Zwickau feiert mit der Romantischen Oper seinen Saisonhöhepunkt in der Spitzenstadt. Unter einem neuen Riesendach lassen sich in der Open-Air-Arena ganz entspannt die Opernklänge genießen.
Max, Fritz Feilhaber, sitzt in der Tinte, um die Försterstochter Agathe, Juliane Schenk, heiraten zu können, muss er mit einem Probeschuss seine Tauglichkeit als Förster beweisen. Ausgerechnet mit der Kunst des Schießens hapert es seit Wochen bei Max. Das führt schon dazu, dass der Jägersbursch sich dem Hohn und Spott der Dörfler ausgesetzt sieht. Als beim Schützenfest auch noch der Bauer Kilian, Hinrich Horn, die Krone des Schützenkönigs davonträgt, ist es mit der Fassung von Max gänzlich vorbei. Regisseur Rainer Wenke nutzt das Schützenfest zu einer ersten beeindruckenden Massenszene in der Theatermanege. Traditionell werden die Aufgänge und die Wiesen neben den Sitzreihen des Parktheaters in die Inszenierung einbezogen und das Publikum findet sich mitten im turbulenten Geschehen. Schon auf offener Szene gibt es viel Beifall.



Werden vom Publikum besonders ins Herz geschlossen: Ännchen, Chrissa Malimani, und Agathe, Julia Schenk (rechts). Besonders die zierliche Griechin Chrissa Maliamani beeindruckt am Theater Plauen-Zwickau mit gesanglichen und schauspielerischen Leistungen











Besonders ins Herz des Publikums schaffen es die beiden Hautdarstellerinnen Agathe und Ännchen, Chrissa Maliamani, ihre Base und enge Freundin. Die beiden Frauen sind von Carl Maria von Weber besonders gut musikalisch bedacht worden, Chrissa Maliamani und Juliane Schenk füllen das Theaterrund mit einem beeindruckenden Sound, der von dem Philharmonischen Orchester unter der Stabführung von Tobias Engeli kräftig unterstützt wird.



Als Max, Fritz Feilhaber, auf dem Schützenfest nicht trifft, trifft ihn Hohn und Spott aus der Bevölkerung.











Gegen die Fehlleistungen von Max beim Schießen gibt es scheinbar ein sicheres Mittel: Freikugeln. Kaspar, Karsten Schröter, der erste Jägerbursche weiß Rat. In nächtlicher Szene werden die Kugeln in der Wolfsschlucht, Ausstattung und Kostüme Andrea Eisensee, mit viel Brimborium und gruseligen Szenen gegossen. Damit wäre der Probeschuss gesichert, denn sechs der sieben Wunderkugeln treffen jedes gewünschte Ziel. Kaspar, dem Bösen, aber gelingt es, dass Max seine drei Freikugeln sinnlos verknallt, für den entscheidenden Probeschuss bleibt nur die siebende Kugel, die aber lenkt der Teufel nach seinen Plänen.
Derweil sind die Frauen mit den Vorbereitungen zum Hochzeitsfest befasst: „Wir winden dir den Jungfernkranz“. Hätte es im 19. Jahrhundert schon eine Hitparade gegeben, der Jungfernkranz konnte Jahrzehnte den ersten Platz besetzen.
Damit die Chose am Ende gut ausgeht, gibt es noch jede Menge zu tun für Ottokar, Shin Taniguchi, dem Böhmischen Fürsten, für den Erbförster, Hasso Wardeck, und vor allem Dingen für den Eremiten, Martin Scheepers, der mit seinem beeindruckenden Bass die Geschichte noch gerade biegen darf.
Nächste Aufführungen am 19. Und 20. Juli jeweils 20 Uhr im Parktheater Plauen. Wer’s verpasst, der hat ab 11. Juli 2014 die Chance auf der Zwickauer Freilichtbühne.

Theo Stiegler


Hasso Wardeck als Erbförster Kuno, links vorn, muss auf dem Probeschuss bestehen, nur wer gut trifft, kann auch seine Tochter Agathe freien. Max, der Jägersbursch, Fritz Feilhaber, wird seit Wochen vom Pech verfolgt und trifft nicht mehr ins Ziel. Agathe, Juliane Schenk, ist der Ohnmacht nahe und wird von Ännchen, Chrissi Maliamani, getröstet. Über allem steht der kluge Eremit, Martin Scheepers, hinten.

zur Theater-Website Kartentelefon 0375 274114647

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