Flugplatz Zwickau ist wichtig für die Stadt als Sportstätte, Veranstaltungsplatz und für frische Luft

Lenk: „Wer meint, auf dem Flugplatz Fabriken bauen zu wollen, der hat keine Ahnung!“

Interview aus dem Jahr 2015 - weiter aktuell

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Flugplatzchef Jochachim Lenk: Wer meint, auf dem Flugplatz Fabriken bauen zu wollen, der hat keine Ahnung!"

Lenk: „Wer meint, auf dem Flugplatz Fabriken bauen zu wollen, der hat keine Ahnung!“

Flugplatz Zwickau ist wichtig für die Stadt als Sportstätte, Veranstaltungsplatz und für frische Luft

Lenk: „Wer meint, auf dem Flugplatz Fabriken bauen zu wollen, der hat keine Ahnung!“


ZWICKAU – Interview geführt im August 2015 – aus aktuellen Gründen hier noch mal veröffentlicht
Joachim Lenk ist Chef vom Aeroclub Zwickau und damit Herr über den 80 Hektar großen Flugplatz neben der Reichenbacher Straße in Zwickau. Was der Flugleiter auch tut, immer hat er ein Ohr für das Funkgerät. „Passat für Zwickau Info: Wir bitten um Landeerlaubnis“, meldet sich der Polizeihubschrauber aus Dresden, der in Zwickau gerade einen Passagier an Bord nehmen möchte. Lenk: „Jedes Flugzeug oder jeder Hubschrauber der bei und landen möchte, muss sich zwei nautische Meilen vor dem Platz per Funk melden.“
Über 3000 Flugbewegungen von Fremdflugzeugen vermeldet der Zwickauer Flugplatz im Jahr. Dazu gehören Privatflieger, Geschäftsleute und Behördenflüge, wie eben die Polizei, die so Lenk gern den Zwickauer Flugplatz nutzen. Das geht so weit, dass beispielsweise beim letzten Hochwasser die Polizei mit einer ganzen Hubschrauberstaffel von hier aus ihre Einsätze flog.
Natürlich ist die Hauptaufgabe des Zwickauer Flugsportvereins die Betreuung seiner Mitglieder. Der Aeroclub als Betreiber des Flugplatzes ist mit 176 Mitgliedern der größte Flugsportverein in Sachsen. Dem Verein gehören zwei Motorflugzeuge, fünf Ultraleichtflieger und 15 Segelflugzeuge, die für den regelmäßigen Flugbetrieb genutzt werden. „Alles freiwillig und in ehrenamtlicher Tätigkeit“, sagt der Chef über die Zigtausend Stunden die die Mitglieder jährlich auf dem Flugplatz ableisten. Dafür gibt’s dann aber auch das Vergnügen des Fluges frei wie ein Vogel durch die Lüfte.
„Alles das sehen solche Leute, die jetzt auf die Idee kommen, den Flugplatz könnte man auch für eine Gewerbeansiedlung nutzen nicht“, erregt sich der sonst ruhige Lenk über die Ideen, die in letzter Zeit durch den Blätterwald gegeistert sind. Der Aeroclubleiter weiß: „Immobilienhändler und manche Geschäftsleute oder auch Behördenvertreter, die den Flugplatz mit irgendwelchen Fabriken bebauen wollten, sehen nicht welchen Wert der dieser Platz für Zwickau hat“. Dabei weiß Lenk, dass auch viele Geschäftsleute den Standort Zwickau bevorzugen, weil sie eben ganz nahe an der landen können. Lenk: „Wir haben dieses Jahr schon zum 5. Mal die Deutschen Meisterschaften im Segelflug ausgerichtet“!, und weiter, „das sind natürlich auch für Wochen ausgelastete Hotels und gut besuchte Gasstätten in Zwickau, wenn 300 Teilnehmer hier bei uns Wettkämpfe austragen.“
Gar kein Verständnis hat der Flugplatzchef aber für die Leute, die den Flugplatz in Frage stellen und „sich noch nicht einmal hier bei uns haben blicken lassen“, sagt Lenk. „Einfach keine Ahnung!“, sagt Lenk. Nicht zuletzt hat sich der schöne Platz ganz in Stadtnähe auch als Veranstaltungsplatz als nützlich erwiesen. Vom Musikevent über das Trabitreffen finden hier regelmäßig Veranstaltungen statt, für die sonst kein Platz in der Stadt wäre.
Den Flugplatz hat die Stadt Zwickau 1990 von der Treuhand unter der Bedingung kaufen dürfen, dass dort ein aktiver Verein Flugbetrieb organisiert. Lenk: „Sonst wäre das Gelände von Anfang weg gewesen.“ Auch die Stadtplaner wissen, die offene Landschaft ist als Frischluftschneise für die Stadt Zwickau wichtig. So sieht das auch die Oberbürgermeisterin Pia Findeiß, sie sagt: „Wir brauchen den Flugplatz so wie er ist, er ist wichtig für den Sport aber auch als wichtiger Marketingfaktor für unsere Stadt!“ Die Oberbürgermeisterin wiegelt damit auch Pläne, wie die zur Befestigung der Landebahn mit Beton, ab.
Lenk: „Auf unserer Piste können im Normalbetrieb Flugzeuge mit eine Gesamtmasse von 5,7 Tonnen landen, das entspricht den Doppeldecker AN2. Schon die Tante Ju mit über 10 Tonnen, die regelmäßig zu Flugplatzfesten zu Gast ist, braucht eine Sondergenehmigung.“ Da freut sich der Flugplatzchef schon auf das Jahr 2016, dann wird der Zwickauer Flugplatz 90 Jahre, das wird mit einem großen Flugplatzfest vom 28. bis 30. August 2016 gefeiert, „und dann erwarten wir auch wieder die Tante Ju zu Rundflügen über Zwickau.“
Theo Stiegler


Die Tante Ju zum Flugplatzfest in Zwickau






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