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Dümmste Post aller Zeiten, die mir begegnet ist

Thurm, im März 2007. Schnell noch die Adresse auf den Umschlag geschrieben und ab mit dem Brief in die Poststelle. 1,45 Euro ist ein stolzer Preis. Der Umschlag enthält Terminsachen, ein Manuskript und eine CD mit gebrannten Bildern sollen rechtzeitig ins Lektorat des SAXO'Phon Verlages in Dresden, der Termin zum rechtzeitigen Erscheinen des Buches drückt. Das Verlagsgebäude, in dem die SAXO'Phon GmbH täglich hunderte Briefe empfängt, ist das einzige Hochhaus an der Ostra-Allee in Dresden. Poststempel 19.3.2007. Am 23.3.2007 überreicht mir unsere nette Austrägerin den Umschlag wieder. Siehe Bildchen. Im Stempelaufdruck der Deutschen Post ist "Empfänger/Firma unter der angegebenen Anschrift nicht zu ermitteln" angekreuzt. Und Tatsache, statt der Hausnummer 20 ist mir in der Eile die 0 abhanden gekommen, da steht "Ostra-Allee 2". Davon abgesehen, dass ein Blick ins Telefonverzeichnis genügt, um den Empfänger korrekt zu ermitteln, ist es auch schon bezeichnend, dass die Firmen im Zustellbezirk nicht bekannt sind. Es ist mir allerdings auch schon des Öfteren vorgekommen, dass Briefe wegen einer anderen Kleinigkeit sehr verspätet oder vielleicht auch gar nicht ankamen. Ältere Bekannte schicken mir oft Briefe mit der vormaligen Postleitzahl 08138 statt der nach der Gemeindgebietsreform eingeführten 08132. Da die 08138 nicht anderweitig vergeben ist, ist auch dies eine eindeutige gültige Adresse, die Post deswegen auf einen mehrtägigen Umweg zu schicken, ist Dummheit oder Schikane, denn jedes blöde Computerprogramm sollte heute in der Lage sein, Post an 08132 und 08138 ins gleiche Fach zu sortieren. Fazit: Das ist die "dümmste" und serviceunfreundlichste Post, die man sich nur denken kann. Höchste Zeit, dass Wettbewerber die Chance erhalten, zu zeigen, wie's besser, schneller und hoffentlich auch billiger geht.
Klaus Zumwinkel lamentiert im Fernsehen, dass 35000 Leute ihren Job verlieren, wenn nächstes Jahr das Monopol der Briefzustellung durch die Post fällt. Da kann ich nur sagen, besser heute als morgen. Zumwinkel hat schon Anfang der neunziger Jahre, als er mit seinen Leuten im Rahmen des allgemeinen Osttourismusses 100 Golf bei Volkswagen Mosel abholte, der Presse versprochen, die Post soll überall bis 9 Uhr in jedem Haushalt sein. Der Einwand, den wir damals machten, bei uns käme der Brief nie vor 13 Uhr an, wurde großzügig weggewischt. So dreist und frech verbreiten eigentlich nur Politiker falsche Behauptungen. Bei uns kommt die Post nach wie vor nicht vor 13 Uhr in den Kasten. Aber mit den Gottschalkbrüdern damit werben, dass die Post Zivilistionsmüll pünktlich auf der Chinesischen Mauer abstellen kann. Das ist vielleicht für Aktionäre der Post AG interessant, für vernachlässigte Kunden und Menschen dagegen ist interessant: Im Osten wurden ganze Industrien, die vielfach besser funktionierten als die Post, von der Treuhand platt gemacht, die Leute wurden auf die Straße geschmissen: Höchste Zeit, dass die Beamten und Quasibeamten des ehemaligen Staatsbetriebs mal den Arbeitsmarkt kennen lernen. Euer Lichtl
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