Molièrs „Der Menschenfeind“ feiert Premiere am Zwickauer Gewandhaus


Pariser Salons oder moderne Partyzone - ein hübsches Porträt der flatterhaften Gesellschaft gefällt dem Publikum



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Acaste, Dieter Maas, und Clitandre, Stefan Wolfram umgarnen Célimène, Marsha Zimmermann.
Fotos: Pressefotos Theater Plauen-Zwickau



Molièrs „Der Menschenfeind“ feiert Premiere am Zwickauer Gewandhaus


Pariser Salons oder moderne Partyzone - ein hübsches Porträt der flatterhaften Gesellschaft gefällt dem Publikum


ZWICKAU, am 26. März 2010 – Célimènte, Marsha Zimmermann, ist eine rechte Partymaus. Sie flirtet gern, sie lässt sich gern umgarnen, sie spielt mit und ihre Welt ist die leichtlebige Gesellschaft von jungen Nichtstuern. Dabei liebt Célimène doch Alceste, Johannes Lang. Die Welt, in der die junge Witwe Célimène lebt, liebt und aufblüht, ist ihr Salon.
Der Salon der Célimène ist 350 Jahre alt, und ausgedacht hat sich die Geschichte Jean Baptiste Poqueline, genannt Molière. Die Komödie „Der Menschenfeind“ von Molière hatte am Freitag am Zwickauer Gewandhaus Premiere.

Célimènte, Marsha Zimmermann, ist eine rechte Partymaus. Sie flirtet gern, sie lässt sich gern umgarnen, sie spielt mit und ihre Welt ist die leichtlebige Gesellschaft von jungen Nichtstuern. Dabei liebt Célimène doch Alceste, Johannes Lang. Die Welt, in der die junge Witwe Célimène lebt, liebt und aufblüht, ist ihr Salon.
Auch Oronte, Frank Siebers, ein Schönling und Politiker möchte bei Célimènte landen.
















Regisseur Harald Demmer und Ausstatter Oliver Kostecka haben die Pariser Gesellschaft komplett ins heutige Big Brother-Leben verfrachtet. Auch der Pariser Klatsch der feinen Hofgesellschaft erinnert nur noch selten in der Wortwahl der gereimten Verse der Übersetzer ans 16. Jahrhundert.
Alceste ist der ganze Partyklatsch höchst zuwider. Der Misanthrop liebt Célimène, die würde er am liebsten auf eine einsame Insel verschleppen. Célimène, Marsha Zimmermann gibt eine vor Erotik sprühende junge Frau, sie hat dem verstockten Alceste zwar ihre Liebe gestanden, liebt ihn aufrecht - aber deshalb muss man ja nicht die andere verlockende, flimmernde Welt ringsum verzichten.



Alceste, Johannes Lang gelingt ein trockener, borstiger Typ, er kann keine Kompromisse machen. Diplomatie ist dem Mann eine verabscheuungswürdige Kunst. Da gerät Alceste sehr schnell in den Strudel der Verzweiflung, seine Geliebte, höchst anziehend als erotisches Weib, aber höchst verabscheuungswürdig als Partymaus, stürzt ihn in den Abgrund der Widersprüche, der auch noch alle Schrecknisse der Eifersucht und Intrige für ihn bereit hält.
Alceste vermag es nicht, unter dem Geplänkel der Partygesellschaft die wahren von den falschen Worten zu unterscheiden.
















Alceste, Johannes Lang gelingt ein trockener, borstiger Typ, er kann keine Kompromisse machen. Diplomatie ist dem Mann eine verabscheuungswürdige Kunst. Da gerät Alceste sehr schnell in den Strudel der Verzweiflung, seine Geliebte, höchst anziehend als erotisches Weib, aber höchst verabscheuungswürdig als Partymaus, stürzt ihn in den Abgrund der Widersprüche, der auch noch alle Schrecknisse der Eifersucht und Intrige für ihn bereit hält.
Alceste vermag es nicht, unter dem Geplänkel der Partygesellschaft die wahren von den falschen Worten zu unterscheiden.
Molière, von dem man sagt, er habe mit Alceste ein Selbstporträt geschaffen, hat denn ans Ende der Geschichte auch kein komödienhaftes Happyend gesetzt.
Trotzdem hat sich das Zwickauer Premierenpublikum prächtig amüsiert über die flotte Gesellschaftskomödie. Je größer die ausgetauschten Boshaftigkeiten über abwesende Personen ausfielen, umso heftiger reagierten die Lacher im Parkett, kaum taucht die verrissene Person auf der Bühne auf, und schon sprühen alle Heuchler die größte Liebenswürdigkeit aus.
Regisseur Harald Demmer liebäugelt da sehr mit dem alltäglichen und gegenwärtigen Leben. Das Publikum applaudiert herzlich und heftig nach knapp zwei Stunden Spieldauer.
Theo Stiegler
Kartentelefon 0375 27411 4647.



Nächste Vorstellung zur Theater-Website . Karten 0375 274114647.
Theo Stiegler

Ticket-Service im Gewandhaus 0375 27411 46 47 oder 0375 27411 46 48 und zur Theater-Website


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