„Datscha 2 — Im Nebel des Grauens“ entfalten Schauspieler sonst verborgene Talente auf der Hinterbühne des Zwickauer Gewandhauses


Ein musikalischer Spaß in der Welt der Vampire


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Auf dem Campingplatz der Freunde aus Rumänien erwartet die Besucher viel mehr als nur Musik und Urlaubsfreuden. Fotos: Theater

„Datscha 2 — Im Nebel des Grauens“ entfalten Schauspieler sonst verborgene Talente auf der Hinterbühne des Zwickauer Gewandhauses


Ein musikalischer Spaß in der Welt der Vampire



ZWICKAU, am 21. Oktober 2011 – „Datscha 2 - Im Nebel des Grauens“ erlebt in Zwickau seine erfolgreiche Premiere. Es ist eine schöne Tradition des Theaters Plauen-Zwickau: Von Zeit zu Zeit dürfen die Schauspieler aus gewohnten Bahnen ausbrechen und ihren Affen mal richtig Zucker geben. Da reicht die Tradition von einem ständig ausverkauften Theater in der Mühle noch zu DDR-Zeiten mit dem „Musikalischen Himmelbett“ über „Die Bar zum Krokodil“ bis hin zu „Lollipop 1 und 2“ mit dem das Schauspielensemble dann erfolgreich das Große Haus füllen konnte. Witzige und nicht ernst gemeinte Rahmenhandlungen bieten den Schauspielerinnen und Schauspielern endlich einmal Gelegenheit ihre Sangestalente unter Beweis zu stellen.
Mit dem musikalischen Spaß „Datscha Lambada 89“ starteten das Schauspielensemble vergangenes Jahr erfolgreich in die zweite Dekade des neuen Jahrtausends und hatte durchschlagenden Erfolg mit der Idee, eine illustre Gesellschaft durch ein Unwetter in einer morbiden Datsche festzuhalten.
Nun, die Band aus Rumänien, die damals die Freunde aufgemischt hat, hat nun in seiner Heimat einen Campingplatz eröffnet. Die Einladung an die deutschen Freunde wird begeistert aufgenommen und los geht die Reise nach Transsylvanien ins Land der Vampire.
Oh, welch ein Schreck: Es gibt nichts, was der moderne Mensch braucht, anstelle eines ordentliche Wasserklosetts treffen die Reisenden auf einen ständig gefüllten Zinkeimer, und das Häuschen selbst bietet Unheimliches: Wer rein geht, kommt verändert wieder raus, und schwups braucht man auf seine Altervorsorge keine Gedanken mehr zu verschwenden.

Julia Bardosch, links, als Obervampir und Julia Rani entfalten manch unerwartetes Talent.














Noch hat Ute Menzel als Campingfreundin keine anderen Sorgen, als ihren Ehegespons vorzuwerfen „Du hast den Farbfilm vergessen“ da tauchen auch schon andere Probleme auf: Das Zelt ist zu Hause in Deutschland geblieben. Ute Menzel schlüpft in die Rolle von Nina Hagen, und fast glaubt man die freche Göre Hagen aus den Siebziger Jahren zu hören. Da geraten die 100 Zuschauer auf der „Bühne hinterm Vorhang“ schon das erst Mal vor Begeisterung aus dem Häuschen.
Die Breite der Musikstile erweist sich als unendlich weit gefasst: „I Want Your Sex“ erfasst alle zehn Akteure der turbulenten Ereignisse auf der Bühne und lässt auch die Zuschauer mitklatschen.
Julia Bardosch als Obervampir, als solche entpuppen sich nach und nach die Campingplatzbetreiber allesamt, sorgt dafür, dass die Besucher einer nach dem anderen gebissen werden.
Verlockend weiblich und verführerisch elegant bietet Bardosch einen harten Kontrast zum Indianer Daniel Koch, der als putzig schreckhafter Indianerheld die Gefahr, die von der Schönen ausgeht, ahnt. Koch ist eher der Typ, der mit Heinos „Komm in meinen Wigwam“ volksmusikalischen Schwung in die Gesellschaft verströmt: Man ist köstlich amüsiert von dem Talent, dass eine Verwandlung ins Vampirdasein erlaubt: „Ach Du riechst so guuuut“ lehnt sich der gewandelte Indianer mit tropfenden Zahn in die Reihen der Zuschauer und schnüffelt genüsslich an die Hälse der Damen.
Julia Bardosch, Ute Menzel, Julia Rani, Saro Emirze, Daniel Koch, David Moorbach, Michael Schramm als Schauspieler und die Band mit Thomas Baumgarten, Hans Rohe und Melchior Walther ziehen unter der Regie von Thomas Esser alle Register ihrer musikalischen und schauspielerischen Talente.
Anja Kreher hat mit Witz den dazugehörigen Rahmen in einer morbiden, gruselig anzusehenden Kulisse gestaltet. Da lässt sich Vollmond sich an- und ausknipsen oder ein Herzhäuschen ist kurz vorm Explodieren, und als dann noch Batman über die Bühne schwebt, bleibt kein Auge trocken. Am Ende gibt’s viel herzlichen Beifall für den musikalischen Spaß, den sich das Ensemble selber ausgedacht hat.
Nächste Vorstellungen 28. Oktober, 20 Uhr, 31. Oktober, 18 Uhr.
Karten 0375 27411 4647.
Theo Stiegler









Daniel Koch als Oberindianer kommt als Vampir richtig in Fahrt. „Ach Du riechst so guuuut“ lehnt sich der gewandelte Indianer mit tropfenden Zahn in die Reihen der Zuschauer und schnüffelt genüsslich an die Hälse der Damen






Premiere Zwickau 21. Okt. 2011 — Theater hinterm Vorhang

Darsteller/innen Julia Bardosch — Ute Menzel —
Julia Rani — Saro Emirze ‚ Daniel Koch — David Moorbach —
Michael Schramm, Band Thomas Baumgarten, Hans Rohe, Melchior Walther
Regie Thomas Esser
Musikalische Leitung Chris Weinheimer
Bühne/Kostüme Anja Kreher
Dramaturgie Brigitte Ostermann

Ticket-Service im Gewandhaus 0375 27411 46 47 oder 0375 27411 46 48 und zur Theater-Website


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